Orgelbauer / Orgelbauerin
Ausbildung & Beruf
Was macht ein Orgelbauer (m/w/d)?
Als Orgelbauer baust du Orgeln oder Orgelpfeifen nach Kundenanforderungen. Du stellst die Orgel oder Orgelpfeife je nach Anforderungen individuell in Handarbeit und mithilfe von Maschinen her und montierst abschließend die fertige Orgel in der Kirche.
Doch nicht nur Neuanfertigungen gehören zu dem Beruf des Orgelbauers, auch die Restauration, Pflege, Reinigung, Wartung und Reparatur von bestehenden Orgeln und Harmonien sind Teil deiner Arbeit. Da die Orgeln zum Teil mehrere hundert Jahre alt sein werden, ist hier viel handwerkliches Geschick gefragt.
Als Orgelbauer kannst du dich entweder auf den Orgel- oder auf den Pfeifenbau spezialisieren, je nach Fachrichtung konzentrierst du dich auf den Bau und die Reparatur der Orgel oder der Pfeifen.
Wo kann ich als Orgelbauer arbeiten?
Als Orgelbauer wirst du hauptsächlich in einer Werkstatt sowie verschiedenen Kirchen und Konzerthäusern arbeiten. Aber es kann auch vorkommen, dass du in Privathaushalten deiner Kunden arbeitest oder in Verkaufsräumen zum Einsatz kommst.
Orgelbauunternehmen stellen ihre Orgeln oftmals überregional für ihre Kunden her. Das bedeutet, dass man als Orgelbauer auch außerhalb der Heimatregion oder im Ausland eingesetzt werden kann.
Als Orgelbauer arbeitest du meist werktags in Vollzeit. In der Werkstatt hast du planbare Zeiten, etwa tagsüber. Auf Baustellen in Kirchen können Montage- und Einbauphasen länger dauern. Dann arbeitest du als Orgelbauer manchmal auch flexibel, damit Termine und Abnahmen klappen. Reisetage gehören dazu, weil Orgeln vor Ort aufgebaut und eingeregelt werden.
In Kirchen arbeitest du oft in Ruhezeiten, wenn keine Proben oder Gottesdienste stattfinden. Schutzkleidung wie Handschuhe, Brille und Gehörschutz ist Standard. So bleibst du als Orgelbauer bei Staub, Lärm und Maschinen sicher.
Ausbildungsorte als Orgelbauer
Wie viel verdient ein Orgelbauer?
Als Orgelbauer kannst du nach der Ausbildung je nach Tarifvertrag, Erfahrung, Arbeitgeber und Standort mit einem unterschiedlich hohen Gehalt rechnen. In der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie kannst du beispielsweise mit einem Einstiegsgehalt von 2.700 bis 3.300 Euro rechnen. Mit Erfahrung steigert sich das Gehalt als Orgelbauer aber auch, sodass du auch mit deutlich höheren Gehältern rechnen kannst.
Wie viel verdient ein Orgelbauer in der Ausbildung?
Bei der Ausbildung zum Orgelbauer handelt es sich um eine duale Ausbildung. Das bedeutet: Du bekommst auch ein Gehalt. Die Höhe der Ausbildungsvergütung hängt allerdings von einigen Faktoren ab, zum Beispiel in welchem Bundesland du bist oder welchem Tarifvertrag dein Unternehmen angehört.
Wenn dein Betrieb nach dem Tarifvertrag für das Tischlerhandwerk zahlt, dann wird deine Vergütung, je nach Bundesland, wie folgt aussehen:
- im 1. Ausbildungsjahr: 746 Euro
- im 2. Ausbildungsjahr: 873 Euro
- im 3. Ausbildungsjahr: 996 Euro
- im 4. Ausbildungsjahr: 955 Euro
Wie läuft die Ausbildung zum Orgelbauer ab?
Bei der Ausbildung zum Orgelbauer handelt es sich um eine 3,5-jährige duale Ausbildung. Dual bedeutet, dass du die Ausbildung im Wechsel zwischen deinem Betrieb und der Berufsschule absolvierst. Somit erlernst du sowohl das benötigte theoretische als auch das praktische Wissen.
Am Ende des dritten Ausbildungsjahres musst du eine Zwischenprüfung bestehen. Abschließend gibt es dann noch die Gesellenprüfung. Hast du auch diese bestanden, dann darfst du dich offiziell Orgelbauer nennen.
In der Ausbildung kannst du dich auf 2 Fachrichtungen spezialisieren:
- Pfeifenbau
- Orgelbau
Wie lange dauert die Ausbildung als Orgelbauer?
Die Orgelbauer Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre. Bei sehr guten Leistungen oder mit passenden Vorkenntnissen kannst du die Ausbildung aber auch verkürzen. Die Ausbildung ist dual aufgebaut, also mit Betrieb und Berufsschule. So sammelst du als Orgelbauer von Anfang an Praxis und erhältst das nötige Wissen in der Theorie.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Orgelbauer?
Da die Ausbildung zum Orgelbauer dual stattfindet, wirst du sowohl in der Berufsschule als auch deinem Betrieb unterrichtet. Im Betrieb wird dir alles rund um die praktische Tätigkeit beigebracht. Je nach Fachrichtung lernst du unter anderem:
- wie du Materialien richtig bearbeitest,
- Skizzen erstellst,
- Tasten baust,
- Pfeifen gießt und
- Orgeln montierst.
In der Berufsschule wird dir hingegen das benötigte theoretische Wissen beigebracht. Du lernst zum Beispiel, wie du Orgelpfeifen intonierst, Orgeln richtig pflegst und was du bei denkmalgeschützten Instrumenten beachten musst.
Für die Orgelbauer Ausbildung ist rechtlich kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Viele Betriebe wünschen mindestens einen Hauptschulabschluss. Ob deine Bewerbung erfolgreich ist, entscheiden letztendlich auch deine Noten in bestimmten Fächern. Für diesen Ausbildungsberuf sind vor allem gute Noten in Werken und Technik, Musik und Mathe wichtig. Werken, Technik und Mathe helfen dir bei den handwerklichen Aufgaben, Musik hingegen beim Stimmen und Intonieren der Orgel.
Doch schulische Leistungen sind nicht alles, du solltest außerdem gewisse persönliche Stärken und Soft Skills mitbringen. Besonders wichtig für diesen Beruf sind ein gutes musikalisches Gehör, ein Sinn für Ästhetik sowie handwerklich-technisches Geschick. Als Orgelbauer solltest du darüber hinaus auch mit Staub, Lärm und schwereren Teilen zurechtkommen.
- Musik
- Mathe
- Werken/Technik
- Gutes musikalisches Gehör
- Handwerklich-technisches Geschick
- Sinn für Ästhetik
- Umfeld: Werkstatt, Kirchen, Konzerthäuser
- Tragen von Schutzkleidung
- Viel Kundenkontakt
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Nach der Ausbildung stehen dir viele Wege offen. Mit Erfahrung steigst du im Betrieb auf und übernimmst komplexere Aufgaben. Du kannst dann auch die Weiterbildung zum Orgel- und Harmoniumbauermeister oder zum Techniker Holztechnik machen.
Interessierst du dich für die Erhaltung alter Instrumente, kommt die Qualifizierung zum Restaurator in Frage. Zuletzt kannst du natürlich auch ein Studium absolvieren, als Orgelbauer solltest du dir zum Beispiel folgende Studiengänge genauer anschauen:
- Kirchenmusik
- Konservierung und Restaurierung
- Musikinstrumentenbau
- Holztechnik
- Metalltechnik
Der Orgelbauer verbindet Handwerk, Musik und Technik – und arbeitet an besonderen Orten. Die Orgelbauer Ausbildung ist anspruchsvoll, aber sehr vielseitig. Du arbeitest mit Holz und Metall, reist zu Projekten und siehst direkt, was du gebaut hast. Der Arbeitsmarkt ist überschaubar, aber stabil – Spezialisten für Wartung und Restaurierung sind gefragt. Mit Meister, Techniker oder Studium eröffnest du dir als Orgelbauer weitere Wege. Deutsche Orgeln sind weltweit geschätzt – das macht den Beruf Orgelbauer auch international spannend.
Der Arbeitsmarkt ist für dich als Orgelbauer recht stabil, aber auch überschaubar. Du findest Jobs vor allem in spezialisierten Werkstätten, Orgelbau-Betrieben und bei kirchlichen Arbeitgebern. Besonders gefragt sind Orgelbauer, die sich mit Restaurierung und Wartung älterer Instrumente auskennen. Mit Engagement, Flexibilität und Bereitschaft zur Weiterbildung hast du gute Chancen auf eine feste Stelle – besonders wenn du mobil bist und auch Einsätze außerhalb deiner Region annimmst.
Ja, der Beruf Orgelbauer ist auch für Quereinsteiger möglich, wenn du motiviert bist. Viele Betriebe achten mehr auf Talent, Handwerk und Lernbereitschaft als auf den perfekten Lebenslauf. Als Orgelbauer kannst du über eine Umschulung, ein Praktikum oder eine Einstiegsqualifizierung starten. Wichtig ist, dass du früh praktische Erfahrung sammelst und offen mit deinem bisherigen Werdegang umgehst.
Als Orgelbauer solltest du vor allem handwerkliches Geschick und viel Geduld mitbringen. Du arbeitest oft millimetergenau, deswegen sind ruhige Hände, Konzentration und Feinmotorik wichtig. Ein Orgelbauer profitiert außerdem von Musikalität und gutem Gehör, damit Klang und Stimmung passen. Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und ein Interesse an Technik helfen dir im Alltag in Werkstatt und beim Einbau der Instrumente.
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