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Rettungssanitäter – Ausbildung & Beruf

Du hast kein geringeres Ziel als Leben zu retten? Wenn ein Unfall passiert ist, willst du nicht gaffen, sondern helfen? Der Anblick schlimmer Wunden und Verletzungen löst bei dir keinen Schwächeanfall aus, sondern weckt deinen Helfergeist? Dann nichts wir ran an die Rettungssanitäter-Ausbildung! Rettungssanitäter sind im wahrsten Sinne Retter in der Not: Gemeinsam mit anderen Rettungsfachkräften leisten sie einen lebenswichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft.

Was macht ein Rettungssanitäter?

Als Rettungssanitäter arbeitest du im Rettungsdienst eng mit Notfallsanitätern, Rettungshelfern und Rettungsdiensthelfern zusammen. Du fährst Krankenwagen, unterstützt bei der Versorgung und Behandlung von Patienten und betreust diese während des Transports. Aber auch Patientenfahrdienste gehören zu deinem Aufgabenfeld als Rettungssanitäter. Daneben bereitest du Rettungsfahrzeuge für den nächsten Einsatz vor und erstellst Protokolle und Berichte zu Rettungseinsätzen. Als Rettungssanitäter bist du tagtäglich mit den unterschiedlichsten unvorhersehbaren Notfällen konfrontiert. Oft erfährst du erst am Unfallort, was dich erwartet und mit welchen Verletzungsarten du es zu tun hast.

Welche Fähigkeiten brauchen Sanitäter?

Rettungssanitäter Ausbildung

Zu den wichtigsten Fähigkeiten eines Rettungssanitäters gehören Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein. Denn Patienten, die sich in Notsituationen, unter Schock oder in Lebensgefahr befinden, benötigen nicht nur medizinische Versorgung, sondern vor allem eine einfühlsame Begleitung in dieser schwierigen Ausnahmesituation.

Gleichzeitig müssen Rettungssanitäter aber auch einen guten Schutzreflex haben und psychisch belastbar sein, um erlebte Situationen gut verarbeiten zu können und nicht jeden schlimmen Unfall mit „nach Hause“ zu nehmen. Ein kühler Kopf ist außerdem wichtig, um auch unter hohem Zeitdruck und in stressigen Situationen arbeiten zu können und sich bei der Versorgung von Patienten nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.

Wo arbeiten Rettungssanitäter?

Rettungssanitäter sind vor allem bei Rettungsdiensten oder bei Rettungswachen beschäftigt. Aber auch Feuerwehren und die Bundeswehr brauchen Rettungssanitäter, genauso wie Katastrophenhilfswerke und Rettungsdienste der Bergrettung und Wasserrettung. Die Arbeitsorte sind dabei sehr vielfältig. Neben Aufgaben im Innendienst, wo Rettungssanitäter zum Beispiel Notrufe entgegennehmen und Einsätze planen, sind vor allem Einsätze in Krankenwagen und am Einsatzort an der Tagesordnung. Und da Notfälle überall auftreten können, ist auch die Bandbreite an Einsatzorten endlos lang, von Privathaushalten über Straßenkreuzungen bis hin zu Großveranstaltungen.

Rettungssanitäter werden: So geht’s

Der Beruf Rettungssanitäter ist kein anerkannter Ausbildungsberuf. Es handelt sich vielmehr um einen schulischen Lehrgang, der je nach Bundesland unterschiedlich aufgebaut ist und zwischen 3 und 4 Monaten dauert. Auch eine 12-monatige Teilzeit-Ausbildung neben dem Beruf ist möglich.

Die Lehrgänge werden von speziellen Bildungseinrichtungen angeboten, beispielsweise staatlichen oder privaten Rettungsdienstschulen. Je nach Lehrgang können auch Praktika in Rettungswachen oder Krankenhäusern Teil der Ausbildung sein. Und je nach Lehrgang können Lehrgangs- oder Prüfungsgebühren anfallen. Wer bereits eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger oder Rettungshelfer abgeschlossen hat, kann sich ebenfalls zum Rettungssanitäter weiterbilden.

Das solltest du mitbringen

Viele Bildungseinrichtungen erwarten mindestens den Hauptschulabschluss, das ist landesrechtlich unterschiedlich geregelt. Daneben können von dir ein Führungszeugnis und eine ärztliche Bescheinigung über deine gesundheitliche Eignung verlangt werden. In der Regel musst du auch ein bestimmtes Mindestalter von 17-18 Jahren haben, damit du zur Ausbildung zugelassen wirst. Und manche Einrichtungen erwarten, dass du einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht hast.

Das lernst du in der Ausbildung Rettungssanitäter

Rettungssanitäter Ausbildung

Damit du für den Einsatz im Rettungsdienst gut gerüstet bist, lernst du in deiner Ausbildung zum Rettungssanitäter die wichtigsten Grundlagen über Anatomie, also den Aufbau des menschlichen Körpers, und wie du Störungen der Vitalfunktionen erkennst und behandelst. Damit sind lebenswichtige Funktionen des menschlichen Körpers gemeint, wie Kreislauf und Atmung. Daneben erfährst du, wie man Patienten mit den unterschiedlichsten Krankheitsbildern und Beschwerden erstversorgt und behandelt, wie Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt, Injektionen gegeben und Medikamente verabreicht werden. Das Einhalten von Hygienestandards ist dabei das A und O und deshalb auch Teil deiner Ausbildung.

Nach der Erstversorgung von Patienten müssen diese oftmals in das nächstgelegene Krankenhaus transportiert werden. Als angehender Rettungssanitäter lernst du daher, wie du Patienten für den Transport vorbereitest und während des Transportes überwachst. Aber auch das Vorbereiten von Rettungsfahrzeugen und die schriftliche Dokumentation von Einsätzen ist Teil des Berufs und damit auch wichtiger Bestandteil der Ausbildung.

Alternative zur Rettungssanitäter-Ausbildung: Notfallsanitäter

Wenn du erst einmal in das Berufsfeld Rettungsdienst hineinschnuppern oder den Beruf im Ehrenamt ausüben möchtest, ist die Ausbildung zum Rettungssanitäter genau das Richtige für dich. Weißt du aber schon ganz genau, dass du hauptberuflich im Rettungsdienst arbeiten möchtest und der Rettungsdienst dein absolutes Traumarbeitsfeld ist, solltest du über eine Ausbildung zum Notfallsanitäter nachdenken. In der 3-jährigen Berufsausbildung erlernst du fundierte Kenntnisse, die du für den Einsatz im Rettungswesen brauchst und hast am Ende einen bundesweit anerkannten Abschluss in der Tasche.

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Bildnachweis:
„Sanitäter bereiten Patienten für Transport im Krankenwagen vor" © Pawel Nawrot / Shutterstock.com
„Sanitäter transportieren Patienten auf Trage zum Krankenwagen" © Benjamin Nolte / Fotolia
„Krankenpflegerin und Patient" © Monkey Business / Fotolia