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Soft Skills und Hard Skills in Stellenanzeigen

Kürzlich haben wir gezeigt, wie man Muss- und Kann-Kriterien in Stellenanzeigen erkennt und voneinander unterscheidet. Daneben lassen sich die Anforderungen an Bewerber aber auch noch in „hart“ und „weich“ unterteilen, die so genannten Hard Skills und Soft Skills.

Soft Skills sind soziale Kompetenzen, wie Teamfähigkeit, Flexibilität oder Durchsetzungsfähigkeit. Also persönliche Stärken, die im Arbeitsleben und bei der Zusammenarbeit mit Kollegen nötig und hilfreich sind.

Hard Skills sind all die objektiv messbaren und belegbaren Fertigkeiten, fachlichen Kenntnisse und Qualifikationen, über die ein Bewerber verfügen sollte. Gemeint sind beispielsweise bestimmte Schulnoten, Fremdsprachenkenntnisse oder Erfahrungen mit bestimmten Computer-Programmen.

Beispiele für Soft Skills

Selbstständigkeit
Kritikfähigkeit
Pünktlichkeit
Einfühlungsvermögen
Flexibilität
Teamfähigkeit
Zuverlässigkeit
Eigeninitiative
Analytische Fähigkeiten
Durchsetzungsfähigkeit
Kommunikationsfähigkeit
Selbstbewusstsein
Belastbarkeit

Beispiele für Hard Skills

Gute Schulnoten in bestimmten Fächern
Bestimmter Schulabschluss
Praktika oder praktische Erfahrungen
Abgeschlossene Aus- oder Fortbildung
EDV-Kenntnisse
Fremdsprachenkenntnisse

Was Bewerber beachten sollten

Ob du die harten Faktoren erfüllst, kannst du ganz schnell und einfach abchecken. Bei den weichen Kriterien ist das nicht so einfach. Bist du wirklich teamfähig? Durchsetzungsfähig? Zuverlässig? Wenn du dir unsicher bist, ob du die erforderlichen Soft Skills mitbringst, die in der Stellenanzeige verlangt werden, du aber die wichtigsten Hard Skills erfüllst, bewirb dich am besten trotzdem. Denn: Soft Skills sind immer subjektiv und können nicht zu 100% vorhanden oder nicht-vorhanden sein. Ob eine (Ausbildungs-)Stelle zu dir passt und du dich in deinem Arbeitsumfeld zurechtfindest, merkst du sowieso erst in der Praxis. Außerdem können Soft Skills immer auch trainiert und verbessert werden. Und wer weiß: Vielleicht stecken Stärken in dir, von denen du vorher gar nichts gewusst hast! Hinterfrage dich also lieber erst einmal kritisch, anstatt vorschnell aufzugeben! Auch der AZUBIYO-Stärkentest kann dir dabei helfen, deine Stärken zu bestimmen.

Um eine Stellenanzeige richtig zu lesen, musst du auch wichtige von unwichtigen Anforderungen unterscheiden können. Wie das geht und was du dabei beachten solltest, haben wir hier zusammengefasst: Stellenanzeigen richtig lesen: Muss- und Kann-Kriterien

Bildnachweis: „Geschäftsleute in Business-Kleidung beim Tauziehen" © Nick Freund / Fotolia