Förderlehrer / Förderlehrerin
Ausbildung & Beruf
Aktualisiert am 25.03.2026
Was macht ein Förderlehrer (m/w/d)?
Als Förderlehrer unterstützt du tatkräftig im Schulunterricht. Zu deinen Aufgaben gehört es dabei vor allem, den Lernstand von Schülern zu analysieren und darauf aufbauend Förderpläne zu entwerfen. Du achtest dabei vor allem auf die ganzheitliche Entwicklung deiner Schüler und nicht nur auf bestimmte Fähigkeiten oder bestimmtes Wissen. Dabei bleibst du auch stets in enger Absprache mit den Klassenlehrern. Zusammen entscheidet ihr beispielsweise, welche Unterrichtsmittel sinnvoll sein könnten.
Zu deinen Fächern gehören in der Regel Deutsch, Deutsch als Zweitsprache und Mathe. Hier gibst du entweder eigenverantwortlichen Unterricht in kleineren Gruppen oder du arbeitest zusammen mit Klassenlehrkräften. Förderlehrer können neben dem Unterricht auch andere Aufgaben im Schulbetrieb übernehmen. Du bietest beispielsweise Inhalte wie das Schultheater, die Schülerzeitung oder die Computer AG an.
Wo kann ich als Förderlehrer arbeiten?
Als Förderlehrer findest du Jobs an vielen Orten. Klassisch arbeitest du an Förderschulen oder Förderzentren. Es gibt aber auch Einsätze an Grund-, Mittel- oder Gesamtschulen, vor allem in inklusiven Klassen. Dort unterstützt du Schüler direkt im Unterricht oder in Lernwerkstätten.
Auch Ganztagsbereiche, Lernbüros oder Hausaufgabenbetreuung sind möglich. Manche Förderlehrer arbeiten in Klinikschulen, Heimen oder Einrichtungen der Jugendhilfe. Private Nachhilfeinstitute oder Bildungsträger bieten ebenfalls Stellen, zum Beispiel in Projekten zur Sprachförderung.
Als Förderlehrer arbeitest du meist zu Schulzeiten. Dein Tag startet oft früh am Morgen. Förderstunden finden im Unterricht, davor oder danach statt. Außerdem planst du und bereitest viel vor: Arbeitsblätter, Lernspiele, Tests. Das machst du oft nachmittags. Besprechungen mit Lehrern und Eltern liegen ebenfalls häufig am späten Nachmittag. In Ganztagsschulen hast du auch Nachmittagsangebote. Mitunter können zudem Klassenfahrten, Konferenzen und Fortbildungen dazu gehören.
Ausbildungsorte als Förderlehrer
Wie viel verdient ein Förderlehrer?
Das Gehalt als Förderlehrer hängt stark vom Abschluss, vom Bundesland und vom Träger ab. Mit Lehramtsstudium in Sonderpädagogik und Vorbereitungsdienst wirst du oft verbeamtet oder nach TV‑L bezahlt. Dann liegt das Einstiegsgehalt häufig zwischen rund 4.000 und 5.000 Euro brutto im Monat und steigt mit Erfahrung deutlich an.
In freien Trägern oder Projekten können die Werte aber auch abweichen. Region, Schulart und Aufgaben wirken sich zusätzlich aus. Ein Gespräch mit dem Arbeitgeber lohnt sich immer, damit du dein Gehalt als Förderlehrer gut einordnen kannst.
Wie viel verdient ein Förderlehrer in der Ausbildung?
Für den schulischen Teil der Ausbildung erhältst du als Förderlehrer kein Gehalt. Während des Vorbereitungsdiensts bekommst du allerdings sogenannte Anwärterbezüge, die je nach Bundesland unterschiedlich hoch ausfallen.
Wie läuft die Ausbildung zum Förderlehrer ab?
Um Förderlehrer zu werden, führt der Weg über eine schulische Ausbildung sowie einen anschließenden Vorbereitungsdienst. Die Ausbildung selbst dauert 3 Jahre, im Anschluss daran findet der 2-jährige Vorbereitungsdienst statt.
Der schulische Part findet meist in Unterrichtsräumen von staatlichen Instituten statt. Zur Ausbildung am Staatsinstitut kommt in der Regel auch noch die Arbeit in schuleigenen Werkstätten dazu.
Den praktischen Teil dagegen absolvierst du direkt an der Grund-, Mittel- oder Förderschulen. Hier bekommst du schon mal einen Einblick in den Alltag als Förderlehrer. Unter Anleitung arbeitest du direkt mit, indem du neuen Unterrichtsstoff erklärst oder das Lernverhalten von Schülern beobachtest.
Beachte: Die Ausbildung ist nur in Bayern rechtlich geregelt.
Wie lange dauert die Ausbildung als Förderlehrer?
Die Dauer der Förderlehrer Ausbildung hängt maßgeblich von deinem Weg ab. Für das Lehramt brauchst du meist 5 bis 6 Jahre bis zur vollen Qualifikation. Auf schulischem Weg lernst du oft 3 Jahre in Vollzeit in der Schule und absolvierst zusätzlich einen 2-jährigen Vorbereitungsdienst. Manche Modelle verkürzen oder verlängern sich, zum Beispiel durch Teilzeit oder Anrechnung von Vorbildungen. Praktika sind in beiden Wegen fest eingeplant. So sammelst du früh echte Erfahrung.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Förderlehrer?
Während der Ausbildung zu Förderlehrerin lernst du alles, was du später für den Beruf brauchst. Auf dich kommen beispielsweise fachdidaktische Inhalte in Fächern wie Deutsch, Mathe oder Deutsch als Zweitsprache hinzu. Daneben eignest du dir auch Wissen in Bereichen wie Schulpädagogik, allgemeine Pädagogik, Lernbeobachtung und Förderplanung oder Psychologie an.
Daneben hast du Schulpraktika, in denen du die theoretischen Inhalte bereits anwendest. Du bekommst einen Einblick in alle Jahrgangsstufen der Grund-, Mittel- und Förderschule.
Im anschließenden Vorbereitungsdienst dagegen kommen Seminare auf dich zu. Außerdem arbeitest du direkt in einer Schule eines Regierungsbezirkes mit. Hier lernst du den Berufsalltag richtig kennen und erweiterst deine Kompetenzen.
Für die Ausbildung brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Meist werden darüber hinaus aber noch andere Voraussetzungen gefordert:
- Ärztliches Attest über deine gesundheitliche Eignung
- Mindestalter: 16 Jahre
- Führungszeugnis
- Deutsche Staatsangehörigkeit (oder Staatsangehörigkeit eines EU-Landes)
- Nachweis über den Masernschutz
Bringst du gute Noten in den passenden Fächern mit, hast du gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Gerade in Mathe, Deutsch und Pädagogik oder Psychologie solltest du überdurchschnittliche Leistungen vorweisen.
Neben deiner allgemeinen Schulbildung spielen natürlich auch deine Stärken und Fähigkeiten eine wichtige Rolle. In der Arbeit mit jungen Menschen ist natürlich eine verantwortungsbewusste und durchsetzungsfähige Arbeitsweise das A und O. Darüber hinaus solltest du auch psychisch belastbar sein. Denn der Job kann oftmals stressig und anspruchsvoll werden. Nicht weniger relevant sind natürlich auch pädagogisches Geschick und Kommunikationsstärke.
- Mathe
- Deutsch
- Pädagogik/Psychologie
- Verantwortungsbewusstsein
- Pädagogisches Geschick
- Durchsetzungsvermögen und Kommunikationsstärke
- Umfeld: Unterrichtsräume, Lehrerzimmer
- Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
- Kontakt mit Lehrern
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Als Förderlehrer hast du viele Wege nach oben. Du kannst dich in Schwerpunkten weiterbilden, zum Beispiel Lese‑Rechtschreib‑Förderung, Dyskalkulie oder Sprache. Darüber hinaus kannst du auch Fortbildungen in Diagnostik, Beratung oder Classroom‑Management machen. Mit Berufserfahrung sind Aufgaben wie Koordination von Inklusion, Beratungsteams oder die Leitung von Förderkonzepten möglich.
Im öffentlichen Dienst gibt es darüber hinaus Karrierestufen mit höheren Entgeltgruppen oder Beförderungen. Manche Förderlehrer holen später ein Studium nach und werden Sonderpädagogen mit Lehramt. Folgende Studiengänge bieten sich an:
- Lehramt Grundschulen
- Lehramt Sonderschulen/Förderschulen
- Sonderpädagogik
- Erziehungswissenschaften
Als Förderlehrer arbeitest du nah am Menschen und bewirkst jeden Tag etwas. Du findest viele Einsatzorte und kannst dich fachlich entwickeln. Für die Arbeit brauchst du Herz, Klarheit und Geduld, wird dafür aber mit echten Erfolgen belohnt. Du siehst Fortschritte, stärkst Talente und gibst Sicherheit. Wenn du Verantwortung übernehmen willst und gerne im Team arbeitest, ist der Beruf Förderlehrer eine starke Wahl für deine Zukunft.
Der Arbeitsmarkt ist für dich sehr gut, weil an vielen Schulen Fachkräfte für Förderung fehlen. Du findest Jobs an Grundschulen, Förderschulen und in speziellen Lernzentren. Besonders gefragt sind Kenntnisse in Inklusion und sonderpädagogischer Förderung. Mit Praxiserfahrung steigen deine Chancen auf feste Stellen. Bewirbst du dich flexibel nach Region, findest du als Förderlehrer meist schnell eine passende Stelle.
Ja, der Einstieg über Umwege ist möglich, wenn du passende Vorerfahrungen mitbringst. Für den Quereinstieg helfen dir ein abgeschlossenes Studium, etwa in Pädagogik oder Psychologie, und erste Praxis mit Kindern. Viele Bundesländer bieten Programme für Seiteneinsteiger an. Mit gezielter Weiterbildung kannst du so schrittweise als Förderlehrer arbeiten und langfristig sichere Perspektiven aufbauen.
Am wichtigsten sind Geduld und echtes Interesse an jedem einzelnen Schüler. Du solltest gut erklären können und dich klar ausdrücken. Eine starke Beobachtungsgabe hilft dir, Lernschwierigkeiten früh zu erkennen. Außerdem brauchst du Organisationstalent, um Förderpläne und Dokumentation im Blick zu behalten. Teamfähigkeit ist entscheidend, weil du als Förderlehrer eng mit Lehrern und Eltern zusammenarbeitest.
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