Medizinische/r Technologe/Technologin für Radiologie (MTR)
Ausbildung & Beruf
Aktualisiert am 25.03.2026
Was macht ein Medizinischer Technologe für Radiologie (m/w/d)?
Als Medizinischer Technologe für Radiologie arbeitest du an der Schnittstelle von Medizin, Technik und direktem Kontakt mit Patienten. Du führst Röntgenaufnahmen, CT- und MRT-Untersuchungen durch, unterstützt in der Nuklearmedizin und hilfst in der Strahlentherapie bei Planung und Behandlung. Dazu bereitest du Patienten vor, erklärst Abläufe verständlich und achtest darauf, dass Aufnahmen technisch sauber und sicher entstehen.
Als Medizinische Technologin für Radiologie kümmerst du dich auch um das Auswerten, Dokumentieren und Archivieren von Untersuchungsergebnissen. Zusätzlich erstellst du eigene Untersuchungsberichte.
Beachte: Seit dem 1. Januar 2023 heißt der Beruf offiziell Medizinischer Technologe für Radiologie, früher war die Bezeichnung Medizinisch-technischer Radiologieassistent (MTRA).
Wo kann ich als Medizinischer Technologe für Radiologie arbeiten?
Als Medizinischer Technologe für Radiologie kannst du in vielen Bereichen des Gesundheitswesens arbeiten. Typische Arbeitgeber sind Krankenhäuser, Facharztpraxen für Radiologie, medizinische Versorgungszentren und ambulante Einrichtungen. Je nach Einsatzort arbeitest du eher in der klassischen Bildgebung, in der Strahlentherapie oder in der Nuklearmedizin. Manche Stellen gibt es auch in Hochschulkliniken oder in Forschung und Entwicklung, wenn neue Verfahren, Geräte oder Abläufe getestet werden.
Deine Arbeitszeiten hängen stark davon ab, wo du arbeitest. In Krankenhäusern und Kliniken ist Schichtarbeit üblich oder zumindest möglich. Deshalb gehören dort auch Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste zum Berufsalltag. Das gilt vor allem, wenn Patienten rund um die Uhr versorgt werden müssen.
In Facharztpraxen hast du dagegen oft festere und besser planbare Zeiten. Trotzdem bleibt der Tag anspruchsvoll, weil Untersuchungen genau vorbereitet und Patienten ruhig begleitet werden müssen.
Ausbildungsorte als Medizinischer Technologe - Radiologie
Wie viel verdient ein Medizinischer Technologe für Radiologie?
Nach tariflichen Vorgaben verdienst du zum Einstieg im öffentlichen Dienst oft etwa 2.900 bis 4.100 Euro brutto im Monat. Mit mehr Berufserfahrung steigt das Gehalt häufig auf über 4.000 Euro. Wie viel am Ende wirklich auf deinem Gehaltszettel steht, hängt aber vom Arbeitgeber und von Zusatzqualifikationen ab. Größere Kliniken oder tarifgebundene Häuser zahlen oft besser als kleinere private Arbeitgeber. Mehr Geld ist außerdem drin, wenn du dich später weiterbildest und zusätzliche Verantwortung übernimmst.
Wie viel verdient ein Medizinischer Technologe für Radiologie in der Ausbildung?
In der Ausbildung zur Medizinischen Technologin für Radiologie erhältst du vom Träger deiner praktischen Ausbildung eine angemessene Vergütung. Azubis in Einrichtungen des öffentlichen Dienstes erhalten beispielsweise folgende Vergütung:
- im 1. Ausbildungsjahr: 1.215 Euro
- im 2. Ausbildungsjahr: 1.275 Euro
- im 3. Ausbildungsjahr: 1.372 Euro
Wie läuft die Ausbildung zum Medizinischen Technologen für Radiologie ab?
Bei der Ausbildung zum Medizinischen Technologen für Radiologie handelt es sich um eine 3-jährige schulische Ausbildung. Die Ausbildung ist bundesweit einheitlich geregelt und findet an einer Berufsfachschule sowie in praktischen Einsätzen statt. Du lernst also nicht nur im Klassenraum, sondern auch direkt in Kliniken, Praxen oder anderen radiologischen Bereichen.
Viele Schulen arbeiten heute enger mit den Praxisorten zusammen als früher, weil der Beruf stärker modernisiert wurde. Für dich ist das ein Vorteil: Du bekommst früh Einblicke in den echten Berufsalltag und kannst Geräte, Abläufe und Teams direkt kennenlernen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Medizinischer Technologe für Radiologie?
In Vollzeit dauert die Ausbildung als Medizinischer Technologe für Radiologie 3 Jahre. Absolvierst du die Ausbildung in Teilzeit, dauert sie dagegen höchstens 5 Jahre. In dieser Zeit wechselst du zwischen Unterricht und Praxisphasen. So lernst du Schritt für Schritt, wie radiologische Untersuchungen vorbereitet, durchgeführt und ausgewertet werden
Am Ende deiner Ausbildung wartet eine Abschlussprüfung auf dich, die aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil besteht.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Medizinischer Technologe für Radiologie?
In der Ausbildung lernst du viele Inhalte, die Medizin und Technik eng verbinden. Dazu gehören sowohl Fachwissen als auch sichere Abläufe im Umgang mit Patienten, Geräten und sensiblen Daten. Typische Themen in der Ausbildung sind zum Beispiel:
- Röntgen, CT und MRT
- Nuklearmedizin und Strahlentherapie
- Strahlenschutz und Qualitätskontrollen
- digitale Bildverarbeitung und Dokumentation
- Vorbereitung, Lagerung und Betreuung von Patienten
Du lernst also nicht nur, wie Aufnahmen entstehen, sondern auch, warum Genauigkeit und Sicherheit so wichtig sind. Außerdem übst du, Untersuchungen verständlich zu erklären und im Team mit Ärzten und anderen Fachkräften zusammenzuarbeiten.
Rechtlich gesehen ist für die MTR-Ausbildung mindestens ein mittlerer Bildungsabschluss oder eine andere abgeschlossene zehnjährige Schulbildung vorgeschrieben. Dazu kommt die gesundheitliche Eignung, weil du in einem anspruchsvollen medizinischen Umfeld arbeitest. Hilfreich sind außerdem gute Kenntnisse in naturwissenschaftlichen Fächern, technisches Verständnis und ein ruhiger Umgang mit Menschen.
Wichtig ist zum einen ein gewisses Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein, da du mit Menschen und Strahlung arbeitest. Zum anderen solltest du sorgfältig arbeiten können und kein Problem damit haben, mit anderen Menschen zu kommunizieren.
Der Beruf passt gut zu dir, wenn du Verantwortung übernehmen kannst und dich weder vor Technik noch vor engem Patientenkontakt scheust.
- Chemie
- Physik
- Biologie
- Sorgfalt & Genauigkeit
- Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein
- Selbstorganisation
- Umfeld: Praxen, Krankenhaus
- Schichtarbeit
- Dienstreisen nur in Ausnahmefällen
Ähnliche Ausbildungsberufe
Nach der Ausbildung hast du gute Chancen auf einen schnellen Berufseinstieg, weil MTR in Kliniken, Radiologiepraxen und medizinischen Zentren stark gefragt sind. Interessant wird der Beruf auch, weil du dich später gezielt weiterbilden kannst. Möglich sind zum Beispiel Spezialisierungen in Strahlenschutz, Dosimetrie, CT, MRT, interventioneller Radiologie und Qualitätsmanagement.
Als Medizinischer Technologe für Radiologie kannst du beispielsweise auch eine Weiterbildung zum Radiotechnologen für neuroradiologische Bildgebung oder zum Radiotechnologen für radiologische Bildgebung und Intervention absolvieren. Daneben besteht auch die Möglichkeit eine Technikerweiterbildung zum Techniker – Medizintechnik zu machen.
Natürlich kannst du auch ein Studium an deine Ausbildung anhängen. Geeignet sind folgende Studiengänge:
- Medizinische Technik
- Medizinische Physik
- Humanmedizin (Spezialisierung auf Radiologie)
Die Ausbildung zum Medizinischen Technologen für Radiologie passt gut zu dir, wenn du Medizin spannend findest, gern mit moderner Technik arbeitest und zugleich nah am Menschen sein willst. Du übernimmst Verantwortung, brauchst Konzentration und lernst einen Beruf mit klarer Struktur und guten Jobchancen. Positiv ist auch, dass du in verschiedenen Bereichen arbeiten kannst, zum Beispiel in der Radiologie, Nuklearmedizin oder Strahlentherapie.
Dazu kommen solide Verdienstmöglichkeiten und echte Entwicklungschancen nach der Ausbildung. Der Beruf ist deshalb eine gute Wahl für alle, die etwas Sinnvolles machen möchten. Wenn du einen medizinischen Beruf mit Technik suchst, ist die MTR-Ausbildung definitiv ein Blick wert.
Als Medizinischer Technologe für Radiologie hast du auf dem Arbeitsmarkt aktuell sehr gute Chancen. In Kliniken, Radiologiepraxen und medizinischen Versorgungszentren werden ständig neue Leute für Röntgen, CT und MRT gesucht. Du arbeitest eng mit Ärzten zusammen und kannst dich durch Fortbildungen spezialisieren. Dadurch bleiben deine Jobchancen stabil und du findest meist schnell passende Stellenangebote.
Ja, als Quereinsteiger kannst du Medizinischer Technologe für Radiologie werden, wenn du eine anerkannte Ausbildung machst. Vorwissen aus Technik, Pflege oder einem anderen medizinischen Beruf ist hilfreich, aber kein Muss. Wichtig ist, dass du Lernbereitschaft, Interesse an Radiologie und Spaß am Umgang mit Patienten mitbringst. Über Umschulungen oder Ausbildungsplätze kannst du den Einstieg schaffen.
Für den Beruf Medizinischer Technologe für Radiologie brauchst du vor allem technisches Verständnis und Sorgfalt. Du solltest genau arbeiten können, damit Aufnahmen in der Radiologie gut gelingen. Teamfähigkeit ist wichtig, weil du eng mit Ärzten und Pflegekräften zusammenarbeitest. Außerdem helfen dir Einfühlungsvermögen, Geduld und eine ruhige Art im direkten Kontakt mit Patienten.
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