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Medizinisch-technischer Radiologieassistent (MTRA) – Ausbildung & Beruf

Vor einem Radiologieassistenten kannst du nichts verstecken. Anhand der Röntgenstrahlen kann er schnell und schmerzfrei in deinen Körper blicken, um Brüche und Erkrankungen zu diagnostizieren.

Was macht ein Medizinisch-technischer Radiologieassistent?

Auf Geheiß des Arztes fertigen Medizinisch-technische Radiologieassistenten, kurz MTRA, Röntgenaufnahmen an und nutzen die Nuklearmedizin sowie verschiedene Verfahren der Tomografie, um Krankheiten, körperliche Veränderungen und Verletzungen im Körper zu entdecken. Die dafür erforderlichen Apparate stellen sie unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften ein. Die Untersuchungsergebnisse werden anschließend dokumentiert und sachgerecht gelagert.

In der Ausbildung MTRA sind die Physiologie (Aufbau und Funktion des menschlichen Körpers) und die Immunologie (Krankheiten, körpereigene Abwehr) bedeutende Bereiche. Darüber hinaus wird ausführlich auf die Nuklearmedizin eingegangen und die Funktionsweise der Strahlentherapie aufgezeigt. Aber auch andere technische Geräte und deren Umgang (Elektrodiagnostik, Elektrokardiografie, Sonografie, Computertomografie) sind wichtige Bestandteile.

Nach deiner MTRA-Ausbildung arbeitest du in Röntgen-, Untersuchungs- und Behandlungsräumen in Krankenhäusern und anderen Branchen des Gesundheitswesens.

Art der Ausbildung

schulisch (Berufsfachschule und Pflegeeinrichtung)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

Deine Prüfungen legst du an deiner Ausbildungsstelle vor einem Prüfungsausschuss ab.

So läuft die MTRA-Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich bestimmt: Wie werde ich Medizinisch-technischer Radiologieassistent? Die Ausbildung zum MTRA ist eine schulische Ausbildung und findet daher in einer Berufsfachschule statt. In der Berufsfachschule wird dir theoretisches und praktisches Wissen vermittelt. Dieses wendest du in deiner praktischen Ausbildung im Krankenhaus an.

Am Ende deiner MTRA-Ausbildung wird eine Abschlussprüfung durchgeführt, die aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil besteht. Nach Bestehen deiner Prüfung darfst du dich Medizinisch-technischer Radiologieassistent nennen.

Nach Abschluss deiner MTRA-Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Fachradiologietechnologen oder zum Techniker für Medizintechnik. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Medizintechnik oder Medizin.

Medizinisch-technischer Radiologieassistent: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, welche Schulfächer und Stärken besonders wichtig für die Ausbildung sind und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Hilfreich sind gute Noten in:

Chemie
Physik
Biologie

3 wichtige Stärken:

Sorgfalt & Genauigkeit
Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein
Selbstorganisation

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Pflege, Krankenhaus
Feste Zeiten
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Rechtlich ist für die MTRA-Ausbildung mindestens ein mittlerer Bildungsabschluss oder eine andere abgeschlossene zehnjährige Schulbildung vorgeschrieben. Vor Ausbildungsbeginn muss eine gesundheitliche Eignung in Form einer ärztlichen Bescheinigung vorgelegt werden. 

Gute Noten und Kenntnisse in Chemie und Biologie zahlen sich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus, denn sie helfen dir z.B. bei chemischen Verfahren sowie bei biologischen Sachverhalten. Auch gute Kenntnisse in Physik können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein, beispielsweise um physikalische Verfahren zu verstehen und anzuwenden. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du ein großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zum Medizinisch-technischen Radiologieassistenten mitbringst. Neben einer guten Selbstorganisation ist in diesem Beruf vor allem eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise von Vorteil, zum Beispiel beim exakten Anfertigen von Röntgenaufnahmen. Zudem solltest du über Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein verfügen, z.B. bei sorgfältigen Durchführungen von Therapien, um die Patienten nicht zu gefährden.

Medizinisch-technischer Radiologieassistent ist ein technischer Beruf, daher ist dein Arbeitsumfeld größtenteils ein Krankenhaus oder eine Facharztpraxis für Radiologie. In der Regel hast du feste Arbeitszeiten und Dienstreisen stehen nur in Ausnahmefällen an.

Dein Arbeitsumfeld kann unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In Krankenhäusern und Kliniken hast du Schichtarbeit und arbeitest auch nachts oder am Wochenende. Das Tragen von Schutzkleidung ist für dich Pflicht. In einer Facharztpraxis hast du in der Regel feste Arbeitszeiten. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

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Bildnachweis: „Junge Frau bei der Durchführung einer Computertomographie" © Monkey Business Images / Shutterstock.com