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Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent – Ausbildung & Beruf

Ein rothaariger Mann setzt gerade seine Sonnenbrille auf und lächelt in die Kamera… Wenn du jetzt eine bekannte Krimiserie aus Miami im Kopf hast, dann hast du sicher schon gesehen, dass die Arbeit mit Mikroskopen und Blutproben auch spannend sein kann.

Was macht ein Laboratoriumsassistent?

In der Ausbildung zum MTLA hast du täglich mit Mikroskopen, Reagenzien und Gewebe- und Flüssigkeits-Proben aller Art zu tun. Um dem Patienten die bestmögliche Diagnose zu liefern, analysierst du Proben im Labor mithilfe von Zentrifugen, Fotometern und Gaschromatografen bis ins letzte Detail. Chemische Beschaffenheit, mögliche Krankheitserreger, Entzündungswerte, all das fließt in dein Gutachten mit ein. Auf der Suche nach Gen-Defekten darfst du dich sogar in den DNA-Schaltplan des Menschen einlesen.

Um Infektionen oder Kontakt mit giftigen/ätzenden Chemikalien zu vermeiden, ist das Tragen von Schutzkittel und Einweghandschuhen unerlässlich. Desinfektion und Sterilisation von Instrumenten und Meßgeräten gehören ebenfalls zur täglichen Routine.

In der Hämatologie/Serologie beschäftigst du dich mit der Untersuchung von Blutproben und stellst so z.B. Bluterkrankungen wie Anämie oder Leukämie fest.

Der Schwerpunkt Histologie/Zytologie befasst sich mit Gewebepräparaten, die schockgefroren und eingefärbt werden, um krankhafte Veränderungen zur Krebsvorsorge zu erkennen.

Und in der Mikrobiologie beschäftigst du dich vordergründig mit der Züchtung von Bakterien, Viren und Pilzen und analysierst Umweltgifte oder biologische Flüssigkeiten.

Deine Analysen führst du z.B. in Krankenhäusern und Arztpraxen in medizinischen Laboratorien durch, kannst aber auch bei Blutspendediensten oder Gesundheitsämtern beschäftigt werden. Büro-Tätigkeiten gehören auch dazu, denn deine Untersuchungsergebnisse dokumentierst du anschließend am Computer.

Art der Ausbildung

schulisch (Berufsfachschule und Pflegeeinrichtung)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung je nach Vorbildung möglich

Zuständige Stelle

Deine Prüfungen legst du an deiner Ausbildungsstelle vor einem Prüfungsausschuss ab.

So läuft die Ausbildung ab

Du findest diesen Beruf spannend und interessierst dich dafür? Dann stellst du dir sicher die Frage: Wie werde ich Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent? Die Ausbildung ist eine schulische Ausbildung. Der theoretische und praktische Unterricht findet in der Berufsfachschule statt. Während deiner praktischen Ausbildung, in einer Pflegeeinrichtung oder im Krankenhaus, werden deine im Unterricht erworbenen Kenntnisse vertieft und angewendet.

Am Ende deiner Ausbildung wird eine Abschlussprüfung durchgeführt, die aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil besteht. Nach bestandener Prüfung darfst du dich Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent nennen.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten.

Das lernst du in der Ausbildung zum Laboratoriumsassistent: 

  • H wie Hämatologie: Wenn du kein Blut sehen kannst, dann solltest du dir gut überlegen, ob du diesen Beruf einschlägst. Im Bereich Hämatologie, der Lehre vom Blut, lernst du, wie man Blutgruppen bestimmt, die Blutsenkung misst und Farbe und Form von Blutzellen mikroskopisch untersucht.
  • H wie Histologie: Du wolltest schon immer mal wissen, wie sich Gewebe und Zellen verändern? Dann bist du bei dieser Ausbildung richtig, denn in der Histologie dreht sich alles um die Untersuchung von Gewebe und Zellen. Wie und mit welchen Methoden man Veränderungen feststellt, erfährst du in deiner Ausbildung.
  • K wie Körperflüssigkeiten: Laboratoriumsassistenten untersuchen neben Blut auch Urin und Magensaft. Als Laboratoriumsassistent weißt du, wie man z.B. Blutzuckerwerte sowie den Fettgehalt mit Hilfe von Körperflüssigkeiten chemisch untersucht.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Fachwirt für Gesundheits- und Sozialwesen oder zum Techniker für Medizintechnik. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Molekularwissenschaft, Biowissenschaften oder Medizinische Technik.

Laboratoriumsassistent: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Hilfreich sind gute Noten in:

Physik
Biologie
Chemie

3 wichtige Stärken:

Analytische Fähigkeiten
Selbstorganisation
Sorgfalt & Genauigkeit

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Labor, Forschungseinrichtung
Schichtarbeit
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Schulische Voraussetzung für die Ausbildung zum Medizinisch-technischen Laboratoriumsassistent ist in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss oder ein gleichwertiger Abschluss.

Mit guten Noten in Physik hast du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle, da du in der Ausbildung und später im Beruf physikalische Verfahren anwendest. Außerdem kannst du mit guten Leistungen in Chemie und Bio auf alle Fälle punkten, da du z.B. im Labor arbeitest und dort chemische Verfahren zur Anwendung kommen. Aber auch wenn du in diesen Fächern nicht die besten Voraussetzungen mitbringst, kannst du dich natürlich trotzdem auf einen Ausbildungsplatz bewerben. Eine wichtige Stärke bei diesem Beruf ist, dass du sorgfältig und genau arbeiten kannst, z.B. bei der Bestimmung von Blutgruppen. Weiterhin sind Selbstorganisation sowie Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein wichtig, z.B. bei der Durchführung von chemischen Untersuchungen.

Als Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent ist dein Arbeitsumfeld in der Regel ein Labor, z.B. in einem Krankenhaus. Hier arbeitest du mit deinen Kollegen im Schichtdienst. Dienstreisen fallen nur in Ausnahmefällen an.

Dein Arbeitsumfeld und deine Tätigkeiten können unterschiedlich aussehen, je nachdem wo du gerade eingesetzt bist. Bei der Arbeit in Krankenhäusern und Kliniken arbeitest du im Schichtdienst in einem Labor. Das Tragen von Schutzkleidung ist daher Pflicht. In kleinen Arztpraxen hast du in der Regel feste Arbeitszeiten. Daher solltest du dir genau überlegen, welches spätere Arbeitsumfeld am besten zu dir passt.

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