Meteorologe / Meteorologin
Ausbildung & Beruf
Das Wichtigste im Überblick
- Die Meteorologe Ausbildung ist keine klassische duale Ausbildung, sondern führt in der Regel über ein Hochschulstudium.
- Du benötigst normalerweise die Hochschulreife und gute Kenntnisse in Mathematik, Physik, Informatik und Englisch.
- Nach der Ausbildung kannst du beispielsweise bei Wetterdiensten, Forschungsinstituten, Behörden, Energieunternehmen, Flughäfen oder Medien arbeiten.
Was macht ein Meteorologe (m/w/d)?
Als Meteorologe untersuchst du das Wetter, das Klima und die Vorgänge in der Atmosphäre. Dafür sammelst du Messwerte zu Temperatur, Luftdruck, Wind, Niederschlag und Luftfeuchtigkeit. Anschließend wertest du die Daten mithilfe spezieller Computerprogramme und Wettermodelle aus. So kannst du Vorhersagen erstellen oder langfristige Veränderungen des Klimas untersuchen.
Zu deinen Aufgaben gehört es außerdem, vor Gewittern, Stürmen, Hochwasser oder starker Hitze zu warnen. Je nach Arbeitsplatz berätst du auch Behörden, Unternehmen, Flughäfen oder die Landwirtschaft. Manche Meteorologen erklären aber auch Wetterentwicklungen im Fernsehen oder Radio. Andere arbeiten hauptsächlich in der Forschung.
Wo kann ich als Meteorologe arbeiten?
Als Meteorologe findest du Arbeitsplätze in verschiedenen Branchen. Ein wichtiger Arbeitgeber ist der Deutsche Wetterdienst. Aber auch die Bundeswehr, Universitäten, Forschungsinstitute und private Wetterdienste beschäftigen Fachkräfte. Darüber hinaus benötigen Flughäfen und Fluggesellschaften zuverlässige Wetterinformationen, damit Flüge sicher geplant werden können.
Daneben setzen auch Energieunternehmen Meteorologen ein, um die Leistung von Windkraft- und Solaranlagen vorherzusagen. Weitere Möglichkeiten bieten Versicherungen, Umweltbehörden, Medien und Beratungsunternehmen. Du arbeitest dabei meistens im Büro, in einer Wetterzentrale oder in einem Forschungsinstitut. Bei Messprojekten kannst du aber auch draußen oder auf Reisen arbeiten.
Die Arbeitszeiten hängen stark davon ab, wo du als Meteorologe beschäftigt bist. In Forschungsinstituten, Unternehmen und Behörden arbeitest du häufig zu normalen Bürozeiten von Montag bis Freitag. Bei Wetterdiensten, Flughäfen oder der Bundeswehr sieht der Alltag anders aus. Weil Wetter rund um die Uhr beobachtet werden muss, kann dort Schichtdienst anfallen. Einsätze am Abend, in der Nacht, am Wochenende oder an Feiertagen sind möglich.
Besonders bei schweren Unwettern muss ein Meteorologe manchmal kurzfristig länger arbeiten und Warnungen laufend aktualisieren. In Forschung und Wissenschaft können außerdem Dienstreisen, Messkampagnen oder Konferenzen dazugehören.
Ausbildungsorte als Meteorologe
Wie viel verdient ein Meteorologe?
Das Gehalt als Meteorologin richtet sich nach Abschluss, Berufserfahrung, Arbeitgeber und Einsatzgebiet. Auch das Bundesland und die Größe des Unternehmens spielen eine Rolle. Im Schnitt sind zwischen 3.546 und 4.374 Euro üblich.
Mit einem Masterabschluss, wachsender Erfahrung oder einer verantwortungsvollen Position kann das Einkommen aber auch höher ausfallen. Im öffentlichen Dienst wird ein Meteorologe beispielsweise meistens nach einem Tarifvertrag bezahlt. Dort hängt die Vergütung unter anderem von der Entgeltgruppe und den Berufsjahren ab. Private Wetterdienste, Energieunternehmen und Beratungsfirmen besitzen dagegen in der Regel eigene Gehaltsmodelle.
Wie viel verdient ein Meteorologe in der Ausbildung?
Da du üblicherweise studierst, um Meteorologe zu werden, bekommst du normalerweise keine klassische Ausbildungsvergütung. Bei einem regulären Bachelor- oder Masterstudium musst du deinen Lebensunterhalt selbst finanzieren. Unterstützung kannst du dabei beispielsweise durch BAföG, ein Stipendium, einen Nebenjob oder die Familie bekommen.
Anders sieht es bei einem Dualen Studium aus. Studierst du bei einer Behörde oder der Bundeswehr, kannst du während dieser Zeit eine monatliche Vergütung oder Anwärterbezüge erhalten. Auch vergütete Praktika sind möglich, aber nicht garantiert. Informiere dich deshalb frühzeitig über Studiengebühren, Semesterbeiträge und Fördermöglichkeiten.
Wie läuft die Ausbildung als Meteorologe ab?
Eine Ausbildung zum Meteorologen gibt es in Deutschland üblicherweise nicht. Du wirst Meteorologe, indem du ein passendes Studium abschließt. Am direktesten führt ein Bachelorstudium in Meteorologie zum Ziel. Alternativ kommen verwandte Fächer wie Physik, Geophysik oder Klimawissenschaften infrage.
Das Studium besteht aus Vorlesungen, Seminaren, Übungen und praktischen Projekten. Du arbeitest mit Messgeräten, wertest Wetterdaten aus und lernst den Umgang mit Computermodellen. An einigen Hochschulen sind darüber hinaus Praktika oder Exkursionen vorgesehen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Meteorologe?
Das Bachelorstudium in Meteorologie dauert in der Regel 6 Semester und damit 3 Jahre. Je nach Hochschule kann die Regelstudienzeit aber auch 7 oder 8 Semester betragen. Möchtest du anschließend einen Master machen, kommen meistens weitere 4 Semester hinzu. Insgesamt solltest du dann ungefähr 5 Jahre einplanen. Für eine wissenschaftliche Karriere oder anspruchsvolle Forschungsaufgaben wird häufig ein Masterabschluss erwartet. Danach ist zusätzlich eine Promotion möglich, die noch einmal mehrere Jahre dauert.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Meteorologe?
Während des Studiums lernst du, wie Wetter und Klima entstehen. Besonders wichtig sind Mathematik und Physik, denn viele Vorgänge in der Atmosphäre werden mit Formeln beschrieben. Dazu gehören etwa Luftströmungen, Wolkenbildung, Strahlung und der Austausch von Wärme. Weitere Studieninhalte sind
- Klimatologie,
- Thermodynamik,
- Statistik,
- Hydrologie und
- Wettervorhersage.
Außerdem beschäftigst du dich mit Satellitenbildern, Radardaten und verschiedenen Messverfahren. Da große Datenmengen ausgewertet werden, spielen Informatik und Programmierung ebenfalls eine bedeutende Rolle. In Übungen wendest du Modelle an und interpretierst reale Wetterdaten. Später kannst du Schwerpunkte wie Klimaforschung, Umweltmeteorologie oder Flugmeteorologie wählen.
Welche Voraussetzungen braucht man für die Ausbildung als Meteorologe?
Für ein Meteorologiestudium brauchst du normalerweise die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. Welche Bedingungen genau gelten, entscheidet die jeweilige Universität. Teilweise ist der Studiengang zulassungsfrei, teilweise gelten zusätzliche Auswahlregeln. Gute Kenntnisse in Mathematik und Physik erleichtern dir den Einstieg aber deutlich. Außerdem solltest du einige persönliche Stärken mitbringen:
- Interesse an Wetter, Klima und Naturwissenschaften
- logisches und analytisches Denken
- sicherer Umgang mit Zahlen und Daten
- Geduld bei komplizierten Berechnungen
- grundlegende Englisch- und Computerkenntnisse
Du solltest bereit sein, dich intensiv mit Formeln, Modellen und technischen Programmen zu beschäftigen. Wenn du nur gern das Wetter beobachtest, Mathematik aber gar nicht magst, kann die Meteorologe Ausbildung schwierig werden.
- Physik
- Erdkunde
- Mathe
- Räumliches Vorstellungsvermögen
- Sorgfalt & Genauigkeit
- Technisches Verständnis
- Umfeld: Büro und Wetterstationen
- Unregelmäßige Arbeitszeiten
- Bildschirmarbeit
Ähnliche Ausbildungsberufe
Nach dem Bachelor kannst du direkt in den Beruf einsteigen oder dein Wissen mit einem Masterstudium vertiefen. Passende Studiengänge sind hier unter anderem Meteorologie, Geophysik oder Umweltwissenschaft. Du kannst dich aber auch auf Bereiche fokussieren, wie z. B. Klimaforschung, Atmosphärenphysik, Umweltmeteorologie, Fernerkundung oder erneuerbare Energien. Für eine wissenschaftliche Laufbahn an einer Universität ist meistens eine Promotion sinnvoll oder notwendig.
Als Meteorologe kannst du außerdem Kurse in Programmierung, künstlicher Intelligenz, Statistik und Geoinformationssystemen besuchen. Solche Kenntnisse werden bei der Auswertung großer Wetter- und Klimadaten immer wichtiger. Mit Berufserfahrung kannst du Projektleitungen übernehmen, Teams führen oder dich auf die Beratung von Unternehmen spezialisieren. Deine Karrierechancen sind besonders gut bei Wetterdiensten, Forschungseinrichtungen, Behörden und Energieunternehmen. Aber auch der wachsende Bedarf an Klimaanalysen eröffnet dir neue berufliche Möglichkeiten.
Der Beruf Meteorologe passt zu dir, wenn du Naturwissenschaften spannend findest und gern mit Zahlen arbeitest. Statt einer klassischen Meteorologe Ausbildung absolvierst du normalerweise ein Bachelorstudium und häufig anschließend einen Master. Dabei lernst du, Wetterdaten auszuwerten, Vorhersagen zu erstellen und klimatische Entwicklungen zu untersuchen. Später kannst du bei Wetterdiensten, Behörden, Forschungseinrichtungen, Energieunternehmen oder Medien arbeiten.
Das Studium ist wegen des hohen Anteils an Mathematik, Physik und Informatik anspruchsvoll. Dafür bietet der Beruf dir aber abwechslungsreiche Aufgaben und gesellschaftlich wichtige Themen. Wenn du Ausdauer, Neugier und analytisches Denken mitbringst, kannst du aktiv zu Wetterwarnungen, Klimaforschung und sicheren Planungen beitragen.
Auf dem Arbeitsmarkt hast du als Meteorologe recht solide Chancen auf einen Job. Du kannst bei Wetterdiensten, in der Forschung, in der Energiebranche oder bei Medien arbeiten. Viele Stellen sind in größeren Städten und an Instituten. Wichtig sind ein abgeschlossenes Studium, praktische Erfahrung durch Praktika und die Bereitschaft, flexibel an verschiedenen Standorten zu arbeiten.
Für Quereinsteiger ist der Beruf eher schwierig, weil du als Meteorologe in der Regel ein spezielles Studium brauchst. Mit einem Hintergrund in Mathe, Physik oder Informatik kannst du aber gut umsteigen. Du startest dann meist noch einmal an der Uni. Berufserfahrung mit Datenanalyse, Programmierung und Statistik hilft dir beim Einstieg besonders weiter.
Als Meteorologe solltest du vor allem Spaß an Mathe und Physik haben. Du brauchst ein gutes logisch‑analytisches Denken und musst mit vielen Daten umgehen können. Sicherer Umgang mit Computern, Modellen und Tabellen ist wichtig. Außerdem hilft es dir, wenn du konzentriert arbeiten kannst, neugierig bist und gern im Team klare Ergebnisse erklärst.
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