Arbeitserzieher / Arbeitserzieherin
Ausbildung & Beruf
Was macht ein Arbeitserzieher (m/w/d)?
Arbeitserzieher unterstützen ihre Klienten dabei, den Einstieg in ein geregeltes Arbeitsleben zu finden. Dabei förderst du Menschen durch klare Arbeitsschritte und feste Abläufe. Du passt Aufgaben an, erklärst sie einfach und übst Schritt für Schritt. Du beobachtest Fortschritte, gibst Feedback und hältst Ziele in einem Plan fest. Oft arbeitest du im Team, zum Beispiel mit Pädagogen und Therapeuten.
Es geht bei dieser Tätigkeit vor allem darum, wichtige Handlungen im Arbeitsalltag zu üben und die betreuten Personen zu unterstützen. Oft müssen Ausdauer, Sorgfalt oder Pünktlichkeit erst gelernt werden. Du leitest kleine Gruppen an, sorgst für Sicherheit und baust Struktur in den Tag. Du motivierst freundlich, löst Konflikte ruhig und bleibst geduldig.
Wichtig sind klare Kommunikation, Zuverlässigkeit und Freude an praktischer Arbeit. Der Alltag ist abwechslungsreich: von Werkstattaufgaben bis zu Übungen für Alltag und Beruf. Du stärkst Menschen, damit sie selbstständiger werden und neue Fähigkeiten entwickeln.
Wo kann ich als Arbeitserzieher arbeiten?
Du findest Jobs in Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Tagesförderstätten, Wohnheimen und Reha-Einrichtungen. Auch in Kliniken, Jugendhilfe, beruflicher Bildung und Integrationsprojekten gibt es Stellen.
In Werkstätten geht es oft um echte Arbeitsaufträge und Fertigung. In der Jugendhilfe stehen Alltag, Struktur und soziale Kompetenzen im Vordergrund. Du kannst dich später spezialisieren, zum Beispiel in Arbeitstherapie, Berufsorientierung oder Teilhabe-Management. So findest du einen Bereich, der gut zu dir passt und dich langfristig motiviert.
Die Arbeitszeiten hängen vom Einsatzort ab. In Werkstätten und Tagesförderstätten arbeitest du meist werktags tagsüber, oft zwischen 7:30 und 16:30 Uhr. Das ist gut planbar und familienfreundlich. In Wohnheimen, Kliniken oder in Teilen der Jugendhilfe sind Schichtdienste möglich. Dazu gehören Früh-, Spät- und manchmal Wochenenddienste.
Wichtig sind klare Pausen, ein freundlicher Umgang und ein Team, das zusammenhält. So gibst du den Teilnehmern Sicherheit und sorgst für verlässliche Routinen im Alltag.
Ausbildungsorte für Arbeitserzieher/in
Wie viel verdient ein Arbeitserzieher?
Das Gehalt richtet sich nach Bundesland, Träger und Tarifvertrag (zum Beispiel TVöD oder AVR). Einsteiger verdienen häufig zwischen etwa 2.800 und 3.500 Euro brutto im Monat. Mit Berufserfahrung, Zusatzaufgaben oder Leitungsanteilen steigt das Gehalt.
Es gibt oft Zuschläge für Schichten sowie betriebliche Altersvorsorge. Frag im Bewerbungsgespräch nach deiner Einstufung, Entwicklungsschritten und Fortbildungsbudgets. So siehst du, wie sich dein Einkommen über die Jahre entwickeln kann. In öffentlichen und kirchlichen Trägern sind die Strukturen meist klar und planbar.
Wie viel verdient ein Arbeitserzieher in der Ausbildung?
Die Ausbildung zum Arbeitserzieher oder zur Arbeitserzieherin wird in der Regel nicht vergütet, da es sich um eine Weiterbildung handelt. Auszubildende können jedoch während des praktischen Teils, dem sogenannten Berufspraktikum, mit einer Vergütung rechnen. Diese Praxisphase bietet nicht nur erste Berufserfahrungen, sondern auch finanzielle Unterstützung. Die Praxisanteile sind unerlässlich, um das theoretisch Gelernte in der Berufspraxis anwenden zu können.
Wie läuft die Ausbildung als Arbeitserzieher ab?
Arbeitserzieher ist kein Ausbildungsberuf, sondern eine Weiterbildung. Im Normalfall ist eine Voraussetzung für die Teilnahme an der schulischen Arbeitserzieher-Weiterbildung, dass du vorher schon eine Ausbildung abgeschlossen und mindestens 2 Jahre gearbeitet hast. Oft wird bei der Aufnahme zur Fachschule die persönliche Eignung geprüft.
Der Besuch der Fachschule ist oft kostenfrei. Eventuell fallen aber Prüfungsgebühren, Materialkosten, Fahrtkosten oder auch Lehrgangsgebühren an. Für den Praxisteil der Weiterbildung wirst du bezahlt. Die Fortbildung dauert in Vollzeit 2 Jahre. Manchmal kannst du die Dauer durch die Anerkennung einer fachlich relevanten Ausbildung verkürzen.
Hast du deine Arbeitserzieher-Ausbildung abgeschlossen, musst du noch ein Berufspraktikum machen, das 1 Jahr dauert. Erst dann darfst du in diesem Beruf arbeiten.
Wie lange dauert die Ausbildung als Arbeitserzieher?
Die Arbeitserzieher Ausbildung dauert in Vollzeit meist 3 Jahre, oft mit einem anerkannten Praxisjahr. Manchmal sind Modelle mit 2 Jahren Schule plus einem Jahr Praxis möglich. Es gibt auch berufsbegleitende Wege, die länger dauern. Die genauen Regeln hängen vom Bundesland und der Fachschule ab.
Informiere dich früh über Ablauf, Praxiszeiten und Prüfungen. Such dir eine Praxisstelle, die gut zu deinen Interessen passt, zum Beispiel Werkstatt, Tagesförderung oder Jugendhilfe. So sammelst du Erfahrung in dem Bereich, der dir Spaß macht. Am Ende erhältst du die staatliche Anerkennung und kannst offiziell in Einrichtungen arbeiten.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Arbeitserzieher?
In der Arbeitserzieher Ausbildung lernst du Fachwissen und Praxis. Du arbeitest an Themen wie Pädagogik, Psychologie, Arbeitstherapie, Kommunikation, Recht, Hygiene, Planung und Dokumentation. Vor allem übst du, Aufgaben einfach zu erklären, Sicherheit zu wahren und Gruppen ruhig zu führen. Damit du einen schnellen Überblick hast, siehst du hier typische Inhalte geordnet:
- Pädagogik und Psychologie: Menschen verstehen, Ziele setzen, Verhalten einschätzen.
- Arbeitstherapie und Werkstattpraxis: Arbeitsschritte planen, Materialien nutzen, Sicherheit beachten.
- Kommunikation und Dokumentation: Gespräche führen, Förderpläne schreiben, Fortschritte festhalten.
- Recht und Organisation: Datenschutz, Teilhabe-Rechte, Abläufe und Teamarbeit strukturieren.
Diese Inhalte helfen dir, sicher zu planen, klar anzuleiten und Ergebnisse gut auszuwerten. So wächst du fachlich und kannst im Alltag souverän arbeiten.
Um Arbeitserzieherin zu werden, brauchst du meist einen mittleren Schulabschluss. Oft wird zusätzlich eine abgeschlossene Berufsausbildung oder passende Berufserfahrung verlangt. Ein Vorpraktikum in einer Einrichtung ist häufig sinnvoll oder Pflicht.
Wichtig sind persönliche Eigenschaften: Geduld, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und Freude an praktischer Arbeit. Als Arbeitserzieherin solltest du klar sprechen, freundlich bleiben und kleine Ziele Schritt für Schritt verfolgen.
Ein erweitertes Führungszeugnis und ein gesundheitlicher Nachweis können gefordert sein. Frag früh bei der Fachschule nach allen Anforderungen und Fristen. So bereitest du dich gut vor und startest ohne Stress.
Ähnliche Ausbildungsberufe
Nach dem Einstieg kannst du dich gezielt weiterbilden. Beliebt sind Arbeitstherapie, Heilpädagogik, Reha-Pädagogik oder Leitungskompetenz. Auch ein Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen oder ein Studium, zum Beispiel Soziale Arbeit, ist möglich, wenn du die Voraussetzungen mitbringst.
Du kannst Teamleitung übernehmen, Bereiche koordinieren oder als Praxisanleiter neue Kollegen schulen. Mit Erfahrung baust du Konzepte auf, verbesserst Abläufe und arbeitest an Qualität. Netzwerke und Fortbildungen halten dich fachlich aktuell. So wächst du Schritt für Schritt und findest Aufgaben, die zu deinen Stärken passen.
Dieser Beruf bietet echte Wirkung im Alltag. Du förderst Menschen mit klaren Abläufen und machst sie Schritt für Schritt stärker. Mit guter Praxis und ruhiger Führung gibst du Sicherheit und erreichst Ziele. Die Wege in Werkstätten, Tagesförderung, Jugendhilfe und Reha sind breit. Mit Weiterbildung entwickelst du dich weiter und kannst Verantwortung übernehmen.
Wenn du geduldig bist, gerne praktisch arbeitest und Menschen unterstützen willst, passt dieser Berufsweg sehr gut. So findest du Arbeit, die gebraucht wird und dir zeigt, warum dein Einsatz zählt.
Teste deine Stärken, gib deine Wünsche an und sieh sofort, welche Stellen wirklich zu dir passen. Wissenschaftlich fundiert, kostenlos und treffsicher in nur 20 Minuten zum Traumberuf.
Zum Berufswahltest- Diakonisches Institut für Soziale Berufe gGmbH
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