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Erzieher – Ausbildung & Beruf

Was haben Julie Andrews und Til Schweiger gemeinsam? – Beide haben sie schon in Filmen eine Erzieherin bzw. einen Erzieher gespielt und dabei als Mary Poppins und Ludo Decker in „Keinohrhasen“ die Zuschauer mit eher alternativen Erziehungsmethoden beeindruckt.

Was macht ein Erzieher?

Als Erzieher – vielen womöglich noch unter der Bezeichnung Kindergärtner bzw. Kindergärtnerin bekannt – kümmerst du dich um Kinder und Jugendliche. Ihre erzieherische Arbeit passen Erzieherinnen und Erzieher immer der Gruppe an, die sie gerade betreuen. Den Jugendlichen helfen sie beispielsweise bei schulischen Schwierigkeiten oder beraten sie bei privaten Problemen. Wenn sie mit Kleinkindern arbeiten, sehen ihre Tätigkeiten etwas anders aus. Da deren körperliche und geistige Entwicklung zu diesem Zeitpunkt auf Hochtouren läuft, achten Erzieher besonders darauf, die Kinder nicht nur zu betreuen, sondern auch zu fördern. Dies gelingt besonders gut, indem sie mit ihnen Lieder singen, zeichnen oder etwas spielen.

In der Erzieherin-Ausbildung erfährst du, wie wichtig die Erziehung für die Persönlichkeitsentwicklung ist. Du lernst verschiedene Erziehungsmaßnahmen kennen und bekommst erklärt, wie man Kinder und Jugendliche in ihrer jeweiligen Lebenslage am besten unterstützen kann. Außerdem erfährst du einiges über die Entwicklungspsychologie sowie über die Heil-, Sonder- und Heimpädagogik.

Erzieher arbeiten meist in Kindergärten, -krippen, Horten oder Heimen. Aber auch in Jugendzentren, Tagesstätten oder Familienberatungsstellen werden ihre Kenntnisse geschätzt. Darüber hinaus finden einige in Internaten, Kinderkliniken oder in Erholungs- und Ferienheimen Beschäftigungsmöglichkeiten.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in den Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen der einzelnen Bundesländer.

Ausbildungslexikon Erzieher

Das lernst du in der Ausbildung zum Erzieher:

  • G wie Gesundheitsförderung: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Daher lernen Kinder in Kita und Heim von klein auf, wie man gesund lebt und seine Umwelt schützt.
  • M wie Musisch-kreative Gestaltung: Durch gemeinsames Singen, Musizieren und Basteln fördern Erzieher die geistig-kreative Entwicklung der Kinder.
  • S wie Sozialpädagogik: Früh übt sich, wer ein eigenverantwortlicher Mensch sein will. Erzieher leisten die wichtige Aufgabe, Kinder und Jugendliche zu einem selbstständigen Leben zu erziehen.

Erzieherausbildung: Ausbildungsvergütung & Steckbrief

Die Erzieherausbildung ist eine schulische Ausbildung, d.h. die Theorie findet in der Berufsfachschule statt und wird durch Praktika ergänzt. In der Regel dauert die Erzieherausbildung 2-4,5 Jahre, kann aber bei guten Leistungen verkürzt werden. Hier findest du Infos zur Ausbildungsverkürzung. Deine Prüfungen legst du vor einem staatlichen Prüfungsausschuss ab und bekommst dein Zeugnis. Jedes Bundesland regelt die Erzieherausbildung anders.

Art der Ausbildung

schulische Ausbildung

Dauer der Ausbildung

2-4,5 Jahre, Verkürzung möglich

Ausbildungsvergütung

keine Ausbildungsvergütung

Da die Erzieherausbildung eine schulische Ausbildung ist, bekommst du in der Regel keine Ausbildungsvergütung. Während der Praxisphasen kannst du eine Praktikumsvergütung erhalten. Weitere Infos zur Vergütung sowie zum Einstiegsgehalt findest du auf der Gehaltsseite Erzieher.

Erzieher: Voraussetzungen für die Ausbildung

Die Ausbildung zur Erzieherin kannst du nicht mit jedem Schulabschluss machen. Du brauchst mindestens einen mittleren Abschluss oder eine gleichwertige Schulausbildung sowie praktische berufliche Erfahrungen. Teilweise wird auch eine abgeschlossene Berufsausbildung, zum Beispiel als Kinderpfleger, vorausgesetzt. Je nach Berufsfachschule sind weitere Zugangsvoraussetzungen vorgeschrieben, wie zum Beispiel ein Nachweis über deine gesundheitliche Eignung oder ein erweitertes Führungszeugnis.

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, welche Schulfächer und Stärken besonders wichtig für die Ausbildung sind und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Hilfreich sind gute Noten in:

Deutsch
Kunst
Musik

3 wichtige Stärken:

Neugierde & Lernbereitschaft
Verantwortungs- & Gefahrenbewusstsein
Konfliktlösungsfähigkeit

Mit guten Noten in Deutsch, Musik und Kunst bringst du sehr gute Voraussetzungen für diesen Beruf mit. Aber auch mit schlechteren Noten hast du gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz als Erzieher. Am wichtigsten ist dein Interesse an der Ausbildung und dass du die passenden Stärken mitbringst: Als Erzieher solltest du keine Angst davor haben Neues zu lernen und dein Wissen, auch im späteren Berufsleben, ständig zu erweitern. Für den Umgang mit Kindern brauchst du außerdem ein großes Verantwortungsbewusstsein und solltest gut darin sein, Konflikte zu lösen.

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Pflege, Betreuung
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen
Viel Kontakt mit Menschen

Da Erzieher ein sozialer Beruf ist, bist du bei deiner Tätigkeit vor allem im Umfeld Pflege & Betreuung tätig, also in Kitas, Kinder- und Jugendheimen oder Heimen für Menschen mit Behinderungen. Dieser Beruf bringt es mit sich, dass du sehr viel Kontakt mit Menschen, vor allem Kindern und Jugendlichen hast. Dienstreisen stehen in der Regel nicht oder nur selten auf dem Plan.

Aber Erzieher ist nicht gleich Erzieher. Wie dein Tätigkeitsbereich aussieht, hängt ganz davon ab, in welcher Einrichtung und in welchem Bereich du arbeitest. In einem kleinen Kindergarten betreust du in der Regel immer dieselbe Gruppe an Kindern, in einem Ferienheim musst du dich immer wieder auf andere Kinder und Jugendliche einstellen. Und wenn du bei einer Beratungsstelle arbeitest, hast du in der Regel jeden Tag mit anderen Menschen und Problemstellungen zu tun. Daher solltest du dir genau überlegen, welche Berufsfachschule und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Erzieher? Deine Erzieher- bzw. Erzieherin-Ausbildung findet an einer Berufsfachschule statt und wird durch Praktika, z.B. in Kindergärten oder Kinderheimen, ergänzt. In der Fachschule erlernst du das theoretische Hintergrundwissen, in den Praxisphasen wendest du das erlernte Wissen direkt bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen an.

Am Ende deiner Ausbildung wartet eine Abschlussprüfung auf dich, die je nach Bundesland anders aufgebaut ist. In der Regel musst du eine schriftliche, eine mündliche und eine praktische Prüfung ablegen. Nach Bestehen bist du je nach Bundesland entweder staatlich anerkannter Erzieher oder staatlich geprüfter Erzieher.

Nach Abschluss deiner Ausbildung musst du in der Regel ein einjähriges Praktikum, das so genannte Berufspraktikum machen. Durch dieses Praktikum sollst du in den Tätigkeitsbereich eingearbeitet werden und die erlernten Kenntnisse im praktischen Umgang mit Kindern und Jugendlichen einsetzen und vertiefen.

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Bildnachweis: „Gruppe von kleinen Kindern" © Sergey Novikov (serrnovik) ripicts.com / Fotolia