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Sozialarbeiter Ausbildung

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Sozialarbeiter - Ausbildung und Beruf

Als Sozialarbeiter unterstützt du Kinder, Jugendliche und Erwachsene dabei, mit (sozialen) Konflikten oder schwierigen Situationen umzugehen und suchst gemeinsam mit ihnen Lösungswege. Dabei ist dein Arbeitsplatz nicht festgelegt, denn du hast die Möglichkeit in Kinder- und Jugendheimen zu arbeiten, im Büro Verwaltungsaufgaben zu tätigen oder gar im Gefängnis angestellt zu sein.

Was macht ein Sozialarbeiter?

Je nach Einsatzgebiet unterscheiden sich auch die tatsächlichen Tätigkeiten eines Sozialarbeiters. Ein Sozialarbeiter in einer JVA plant etwa mögliche Maßnahme zur Wiedereingliederung von Straftätern in die Gesellschaft. Als Mitarbeiter in einer Wohngruppe für Jugendliche unterstützt du die Bewohner im Alltag, planst Freizeitangebote und bist immer als Ansprechpartner vor Ort. Oder du kümmerst dich als Streetworker um die Belange Obdachloser und hilfst ihnen bei Behördengängen oder der Wohnungssuche. Also Sozialarbeiter kannst du dir also ein Themenfeld suchen, das dir persönlich liegt und Freude macht.

Sozialarbeiter Ausbildung

Du fragst dich: Wie werde ich Sozialarbeiter? Dann solltest du vorab wissen, dass die Ausbildung zum Sozialarbeiter nicht existiert.

Denn der schnellste und einfachste Weg, um Sozialarbeiter zu werden, führt über den Dualen Studiengang Soziale Arbeit. Dieser kombiniert den Diplomstudiengang Sozialarbeit, den man heute nicht mehr studieren kann, und Sozialpädagogik. Insgesamt geht es in diesem Dualen Studium darum, alle Bereiche der sozialen Arbeit abzudecken: Wie funktioniert eine soziale Einrichtung? Welche Hilfeleistungen kann ich anbieten? Wie werden diese geplant, koordiniert und umgesetzt? Dabei gilt es immer, die Lebenswelten der Betroffenen genau zu beachten und im Lösungsansatz darauf einzugehen.

Duales Studium Soziale Arbeit

Das Studium dauert in der Regel 3-4 Jahre und es gibt zwei Arten wie das Studium aufgebaut sein kann. In einem Fall besteht das Studium aus einem Grundstudium, welches 2 Jahre dauert, in denen die Studienfächer unabhängig von den gewählten Studienschwerpunkten für alle gleich sind. Danach beginnt das darauf aufbauende Schwerpunkt-Studium. Im anderen Fall werden während der gesamten Studiendauer sowohl die Fächer des Studiengangs als auch die des Studienschwerpunkts unterrichtet. In beiden Fällen ist es trotz der Spezialisierungen ein generalistisches Duales Studium, das es dem Absolventen ermöglicht, in den vielen Bereichen der Sozialarbeit und Sozialpädagogik eingesetzt zu werden.

Diese Fächer erwarten dich im Dualen Studium Soziale Arbeit:

  • Grundstudium: Die Studienfächer beziehen sich neben den Methoden und Theorien der Sozialen Arbeit und der Sozialpädagogik auf Themenbereiche wie Philosophie (z.B. Sozialphilosophie, Ethik), Soziologie (z.B. Familiensoziologie), Psychologie (z.B. klinische Psychologie), Sozialmedizin (z.B. Rehabilitation, Suchterkrankungen), Recht (z.B. Familien-, Sozialhilferecht), Ökonomie (z.B. Ökonomie der Sozialverwaltung) und betriebswirtschaftliche Grundlagen (z.B. Controlling, Personalwesen).
  • Vertiefungs- / Studienschwerpunkte: Ein Duales Studium Soziale Arbeit orientiert sich mit seinen Schwerpunkten und Vertiefungen an Kinder- und Jugendhilfe, Familienhilfe, Alten- und Behindertenhilfe, Erziehungshilfen, Heimerziehung, Drogen- und Suchthilfe, Straffälligenhilfe, Gesundheitswesen.

Voraussetzungen

Welche Schulfächer sind hilfreich?
  • Deutsch
  • Englisch
  • Sozialkunde
Welche 3 Stärken sind wichtig?
  • Sorgfalt und Genauigkeit
  • Konfliktlösungsfähigkeit
  • Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein
Welche Arbeitsbedingungen kommen auf dich zu?
  • Diverse Arbeitsumfelder (z.B. Büro, Jugendheim)
  • Flexible Arbeitszeiten
  • Viel Kontakt mit Menschen

Mit guten Noten in Deutsch, Englisch und Sozialkunde bist du gut vorbereitet auf die Sozialarbeiter Ausbildung. Dennoch sind in diesem Beruf vor allem deine Stärken wichtig. Eine gute Konfliktlösungsfähigkeit hilft dir, jede Situation bedacht zu meistern. Dein ausgeprägtes Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein hilft dir nicht nur in deiner täglichen Arbeit, sondern lässt sich auch an deine Klienten weitergeben. Sorgfalt brauchst du beim Dokumentieren und Ablegen deiner Fälle.

Was verdient ein Sozialarbeiter?

Bei deinem Verdienst kommt es zunächst einmal darauf an, für welches Arbeitsumfeld du dich entscheidest. Solltest du bei einer Gemeinde oder beim Bund angestellt werden, so entspricht dein Gehalt dem Tarifvertrag, der für den öffentlichen Dienst gilt (TVöD). Auch dort gibt es finanzielle Unterscheidungen, da sich die Höhe deines Gehalts nach deiner Entgeltgruppe richtet, in die du eingeteilt wurdest. Faktoren dafür sind dein Bildungsabschluss sowie deine Berufserfahrung.

Generell kann man sagen, dass das durchschnittliche Einstiegsgehalt bei ca. 2.000 bis 3.000 Euro brutto im Monat liegt.

Allerdings ist es natürlich möglich durch Weiterbildungen deinen Einsatzbereich zu erweitern oder dich auf einen zu spezialisieren, wodurch auch die Chance besteht, mehr Geld zu verdienen.

Unterschied Sozialarbeiter & Sozialpädagoge

Der wohl größte Unterschied zwischen einem Sozialarbeiter und einem Sozialpädagogen ist, dass ein Sozialarbeiter mehr Aufgabengebiete hat als ein Sozialpädagoge. Ein Sozialpädagoge legt den Fokus seiner Arbeit meist auf Kinder, Jugendliche oder Familienarbeit. Der Sozialarbeiter hingegen behandelt auch noch Themen wie Migration und Resozialisierung.

Früher gab es, zumindest in Deutschland, auch zwei separate Studiengänge: Sozialpädagogik und Sozialarbeit. Heute gibt es nur noch das Studium Soziale Arbeit.

Verwandte Berufe

Du willst kein Studium absolvieren, sondern lieber eine Ausbildung starten? Dann wirf doch mal einen kleinen Blick auf diese sozialen Ausbildungsberufe:

Bildnachweis: "Sozialarbeiterin in einer Gruppensitzung" ©fizkes - stock.adobe.com