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Sozialassistent / Sozialassistentin
Ausbildung & Beruf

848 freie Stellen
Ausbildung Sozialassistent

Aktuell arbeitest du als Sozialassistent in einem Privathaushalt, denn der Vater befindet sich für einige Wochen auf einer Kur. Deshalb kümmerst du dich um den Haushalt und die Kinder. Dadurch erhält die Familie eine optimale Unterstützung, sodass die Mutter weiterhin ihrer Arbeit nachgehen kann. Im Haushalt kümmerst du dich um nahezu alle Aufgaben, die im normalen Alltag anfallen. Du kochst für die Kinder die Mahlzeiten, erledigst den Einkauf und den Haushalt. Auch bei den Hausaufgaben der Kinder hilfst du und unterstützt. Sobald die Hausaufgaben fertig sind, beschäftigst du dich mit den Kindern. Wenn die Mutter von der Arbeit heimkommt, ist auch für dich Feierabend. Doch morgen kommst du wieder und hilfst der Familie, bis der Vater zurück ist.

Berufsbild Sozialassistent / Sozialassistentin

Was macht ein Sozialassistent (m/w/d)?

Als Sozialassistent bzw. Sozialassistentin übernimmst du vielseitige und abwechslungsreiche Aufgaben. Neben pädagogisch-betreuenden oder hauswirtschaftlichen Aufgaben übernimmst du auch sozialpflegerische Tätigkeiten. Du bist sowohl in Privathaushalten als auch in Pflegeeinrichtungen tätig. Mit deiner Arbeit unterstützt du Familien, Einzelpersonen oder Gruppen und übernimmst dabei alltägliche Aufgaben. Du gehst einkaufen, bereitest Mahlzeiten zu oder reinigst Wäsche und Wohnung. In Familien mit Kindern betreust du diese, wenn beispielsweise ein Elternteil wegen Krankheit ausfällt oder im Krankenhaus liegt. Von deiner kurzen Unterstützung für wenige Tage bis hin zu mehreren Wochen, beispielsweise bei einem Kuraufenthalt, gibt es viele Möglichkeiten.

In den Pflegeeinrichtungen arbeitest du täglich mit kranken und pflegebedürftigen Menschen. Auch Senioren oder Menschen mit Behinderungen unterstützt du mit deiner Arbeit im Alltag. Beispielsweise berätst du in persönlichen und sozialen Angelegenheiten. Dabei unterstützt du Erzieher, Heilerziehungspfleger und Pflegefachleute bei ihrer Arbeit.

Wie sieht der Berufsalltag als Sozialassistent aus?

Dein Berufsalltag als Sozialassistent ist unglaublich abwechslungsreich und du triffst auf Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Dein genauer Berufsalltag hängt hingegen von deiner Arbeitsstelle ab. Unabhängig davon ist dein Arbeitstag manchmal körperlich anstrengend und du benötigst immer ein offenes Ohr. Denn du bist die Anlaufstelle bei Sorgen, Problemen oder wenn einfach Gesprächsbedarf besteht.

Während du in privaten Haushalten deinen Fokus auf eine Familie oder eine Person legst, zählen in einer Pflegeeinrichtung viele Menschen auf dich. In den privaten Haushalten betreust du die Familienangehörigen, hilfst Kindern bei ihren Hausaufgaben und sorgst für eine sinnvolle Freizeitgestaltung. In diesem Umfeld bereitest du auch das Essen vor, räumst auf und sorgst für Sauberkeit und Ordnung im Haus.

In einer Pflegeeinrichtung arbeitest du hingegen mit den Bewohnern und unterstützt andere Mitarbeiter bei ihren Aufgaben. Du hilfst bei der täglichen Körperhygiene und förderst mit gezielten Maßnahmen die Bewegungsabläufe. Hatte ein Patient beispielsweise einen Unfall und benötigt jetzt Gehhilfen, unterstützt du den Patienten bei der Eingewöhnung und dem richtigen Umgang.

Unterstützung bei der Zubereitung von Mahlzeiten Hilfe bei Hausaufgaben Hilfe bei Einkauf und Küche Beratung in Schulfragen Fallbesprechungen im Besprechungsraum

Wo arbeitet man als Sozialassistent?

Mit deiner Ausbildung als Sozialassistent bzw. Sozialassistentin arbeitest du in Wohn- und Pflegeheimen, in Betreuungseinrichtungen oder bei ambulanten Diensten. Auch in Kindergärten oder in Privathaushalten kommst du zum Einsatz.

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Veröffentlicht am: 08.07.2023

Ausbildung zum Sozialassistenten / zur Sozialassistentin

Wie läuft die Ausbildung zum Sozialassistenten ab?

Deine Ausbildung zum Sozialassistenten bzw. zur Sozialassistentin findet an einer Berufsfachschule statt und wird durch Praxisphasen in unterschiedlichen Einrichtungen ergänzt. In der Fachschule erlernst du das theoretische Hintergrundwissen, in den Praxisphasen wendest du das erlernte Wissen direkt bei der Betreuung hilfsbedürftiger Personen an.

Am Ende deiner Ausbildung wartet eine Abschlussprüfung auf dich, die je nach Bundesland anders aufgebaut ist. In der Regel musst du eine schriftliche, eine mündliche und eine praktische Prüfung ablegen. Nach Bestehen bist du staatlich geprüfter Sozialassistent. Die Abschlussbezeichnung kann je nach Bundesland auch anders lauten.

Art der Ausbildung:
schulische Ausbildung
Art der Ausbildung: schulische Ausbildung
Dauer der Ausbildung:
2 Jahre, Verkürzung möglich
Dauer der Ausbildung: 2 Jahre, Verkürzung möglich
Ausbildungsvergütung:
keine Ausbildungsvergütung
Ausbildungsvergütung: keine Ausbildungsvergütung

Was lernt man in der Ausbildung als Sozialassistent?

Während deiner schulischen Ausbildung lernst du in einem Mix aus Theorie und Praxis, die Grundlagen des Sozialwesens und der sozialen Betreuung kennen. Auch Pädagogik und Psychologie sowie Hauswirtschaft stehen auf deinem Stundenplan.

Deine erlernten Inhalte wendest du in der praktischen Ausbildung an. Du absolvierst verschiedene Praktika in unterschiedlichen Einrichtungen, in denen du dein Wissen weiter vertiefst und den Berufsalltag kennenlernst.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung Sozialassistent bzw. Sozialassistentin erwarten, erklärt dir das Azubiyo-Ausbildungslexikon:

  • E wie Ernährungskonzepte: Für eine gesunde und ausgewogene Ernährung! Sozialassistenten kennen unterschiedliche Ernährungskonzepte und wissen, wie diese umgesetzt werden.
  • H wie Hauswirtschaft: Einkaufen, kochen, Wäsche waschen: In deiner Ausbildung lernst du, wie man einen Haushalt führt und pflegt. Darunter fallen beispielsweise auch die Betreuung von Kindern und die Pflege kranker Menschen.
  • M wie Mobilisierung: Aufstehen, Treppen steigen, Gehhilfen nutzen – durch spezielle Bewegungsübungen werden Pflegebedürftige mobilisiert und ihre Beweglichkeit gefördert.

Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in den Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen der einzelnen Bundesländer.

Sozialassistent: Voraussetzungen für die Ausbildung

Hier zeigen wir dir, mit welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Schulfächer
  • Kunst
  • Biologie
  • Musik
Stärken
  • Eigeninitiative & Entscheidungsfreude
  • Sorgfalt & Genauigkeit
  • Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: Pflege und Betreuung
  • Sonn- und Feiertagsarbeit
  • überdurchschnittlich viel Kontakt mit Menschen

Die Ausbildung als Sozialassistentin kannst du nicht mit jedem Schulabschluss machen. Für diese schulische Ausbildung brauchst du mindestens einen Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss. Je nach Berufsfachschule sind weitere Zugangsvoraussetzungen vorgeschrieben, wie zum Beispiel ein Nachweis über deine gesundheitliche Eignung oder ein erweitertes Führungszeugnis. Genauere Infos findest du bei den jeweiligen Berufsfachschulen.

Besonders gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz als Sozialassistent hast du mit guten Noten in Kunst, Biologie und Musik. Wenn du in diesen Fächern nicht so gut bist, kannst du dich natürlich trotzdem um eine Lehrstelle bewerben. Wichtig ist, dass der Beruf zu dir passt und du die passenden Stärken mitbringst: Im Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen ist es wichtig, dass du sorgfältig und genau arbeiten kannst und ein verantwortungsbewusster Mensch bist. Weitere Stärken, die du als angehender Sozialassistent haben solltest, sind Eigeninitiative und Entscheidungsfreude.

Der Sozialassistent ist ein pflegerischer Beruf, sodass dein Arbeitsumfeld in der Regel die Pflege & Betreuung ist, also zum Beispiel Pflegeheime oder Kindergärten, wo du tagtäglich Kontakt mit Menschen hast. Sonn- und Feiertagsarbeit sind typisch für diesen Beruf.

Aber Sozialassistent ist nicht gleich Sozialassistent. Dein Tätigkeitsfeld und dein Ausbildungsbetrieb entscheiden darüber, ob du zum Beispiel in einem Privathaushalt tätig bist, wo du hauswirtschaftliche Aufgaben erledigst und die Kinder der Familie betreust. Oder ob du in einem Pflegeheim hauptsächlich Kontakt mit Senioren oder Menschen mit Behinderung hast. Daher solltest du dir genau überlegen, welche Berufsfachschule am besten zu dir passt.

Wie viel verdient man als Sozialassistent in der Ausbildung?

Bei der Ausbildung zum Sozialassistent / zur Sozialassistentin handelt es sich um eine schulische Ausbildung, die an speziellen Berufsfachschulen stattfindet und – wie die meisten schulischen Ausbildungen – nicht vergütet wird. Du erhältst somit als Sozialassistent in der Regel kein Gehalt in der Ausbildung.

Du möchtest gerne mehr erfahren? Hier geht es zur Sozialassistent Gehaltsseite.

Blick hinter die Kulissen: Erfahrungsberichte von Azubis

Nicole - Azubi bei den KORIAN Deutschland
Nicole KORIAN Deutschland

Mein Name ist Nicole, ich bin 43 Jahre jung und 6-fache Mama. 2019 habe ich meine einjährige Ausbildung als Krankenpflegehelferin erfolgreich absolviert und seitdem arbeite ich bei Korian Deutschland und bin sehr zufrieden, fühle mich dort sehr gut aufgehoben und werde mit allem unterstützt. 2018 habe ich mich für diesen Beruf entschieden, weil ich gerne mit und für Menschen arbeite. Im Laufe der Zeit wuchs das Interesse für den Beruf und ich entschied mich, die Ausbildung zur Pflegefachfrau anzufangen. Wenn man sich für eine Ausbildung in der Pflege entscheidet, sollte man flexibel, empathisch, teamfähig, belastbar, wertschätzend und respektvoll sein. Außerdem ist es hilfreich, wenn man eine gewisse Organisationsfähigkeit mitbringt. Man sollte selbst auch gepflegt sein und der Humor darf natürlich nicht fehlen. ;) Mein persönliches Highlight während meiner Ausbildung ist für mich alles neu Erlernte.

Maja - Azubi bei den KORIAN Deutschland
Maja KORIAN Deutschland

2021 habe ich ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Einrichtung von Korian Deutschland absolviert. Daraufhin habe ich 2022 die Ausbildung als Altenpflegehelferin begonnen und vor kurzem erfolgreich abgeschlossen. Im August 2023 gehe ich in die verkürzte Ausbildung zur Pflegefachfrau und bin voraussichtlich 2025 fertig. 2022 habe ich mich für den Beruf entschieden und ihn lieben gelernt. Ich unterhalte mich gerne mit Menschen und freue mich, ihnen zu helfen. Bei Korian Deutschland fühle ich mich sehr wohl und kriege viel Unterstützung. Wenn man sich für eine Ausbildung in der Pflege entscheidet, sollte man respektvoll, geduldig, empathisch, kritikfähig und teamfähig sein. Mein persönliches Highlight während der Ausbildung war, dass ich so viele tolle Menschen kennengelernt und mich weiterentwickelt habe.

Elena - Azubi bei der LWL-Klinik
Elena LWL-Klinik

AZUBIYO: Gibt es typische Inhalte und Aufgaben, die du übernimmst? Elena: Ich weiß kaum, was ich da aussuchen soll, es ist nämlich so vielseitig und auch abhängig davon, welches Klientel man auf den Stationen hat. Ein ganz großer Punkt bei mir auf der gerotonpsychiatrischen Station ist die Validation, das Eingehen auf die Gefühls- und Erlebniswelt von Demenzerkrankten. Es gibt ein ganz breites Spektrum an Krankheitsbildern, die behandelt werden können, d.h., dass ich ständig mein Wissen erweitere. Zum Beispiel können unsere Patienten großflächige Wunden haben, die wir professionell versorgen müssen, andere Patienten sind angewiesen auf Katheter oder Sonden, die wir legen und kontrollieren. Elementar ist auch die Beobachtung unserer Patient:innen. AZUBIYO: Was macht dir in deinem Beruf besonders viel Spaß? Elena:Wir lernen schon am Ende der Ausbildung somatische als auch psychiatrische Patient:innen einzuschätzen und pflegerische Interventionen und Maßnahmen abzuleiten. Ich kann im Kontakt mit ihnen auch mal meine professionelle Haltung zwischendurch ablegen und ungefilterte Emotionen erfahren.

Kimberly - Azubi bei der LWL-Klinik
Kimberly LWL-Klinik

Ich habe nach dem Abi etwas ganz anderes machen wollen, aber nicht sofort einen Platz bekommen. Also habe ich ein FSJ in der LWL-Klinik Lengerich begonnen. Innerhalb von einer Woche wusste ich, dass ich nicht wieder weg will, sondern in der Pflege mit psychisch erkrankten Menschen arbeiten will. Meine Familie fand das erst mal eigenartig. Aber ich habe mich hier beworben und die Ausbildung zur Gesundheits- & Krankenschwester abgeschlossen. In der Ausbildung lernten wir verschiedene psychiatrische Krankheitsbilder und passende pflegerische Maßnahmen und Interventionen kennen. Neben der Psychiatrie war ich auch in anderen somatischen Krankenhäusern eingesetzt. Dort habe ich noch mal ganz andere Patienten und Erkrankungen kennengelernt. Heute arbeite ich auf der Akutstation, das heißt, dort kommen die Menschen mit verschiedenen akuten psychischen Erkrankungen hin; ich finde das super spannend, weil ich total viel über verschiedene Krankheiten und Behandlungsmöglichkeiten lerne und kein Tag wie ein anderer ist. Ich kann auch sehr viel selbst gestalten und beeinflussen, was und wie ich arbeite. Außerdem haben wir ein echt gutes Team und es ist jeden Tag viel los.

Mamo - Azubi bei der UKSH Akademie gemeinnützige GmbH
Mamo UKSH Akademie gemeinnützige GmbH

Ich heiße Mamo und lebe seit 2015 hier in Deutschland. Seitdem versuche ich meinen Traum von einer Ausbildung zu realisieren. Durch viele Praktika im Sozialbereich kam ich meinem Ziel Schritt für Schritt näher. Es gab leider Schwierigkeiten wegen meines Zeugnisses. In Deutschland wurde nur ein Hauptschulabschluss anerkannt. Trotzdem ließ ich mich nicht entmutigen und habe mich jedes Jahr überall beworben. – Endlich 2019 gab es ein Angebot an der UKSH Akademie für die einjährige Ausbildung in der Pflegehilfe. Dafür reichte mein Schulabschluss. Nachdem ich diese erfolgreich abgeschlossen hatte, konnte ich die Ausbildung zum Pflegefachmann beginnen und bin jetzt im ersten Ausbildungsjahr. Ich lerne viel über die menschliche Anatomie und unterschiedliche Krankheiten. In der Praxis kann ich das Gelernte anwenden und pflegebedürftige Menschen versorgen. Es macht mir viel Freude, Menschen zu helfen, vor allem, weil ich jetzt lerne das professionell zu tun.

Chelsea - Azubi bei der UKSH Akademie gemeinnützige GmbH
Chelsea UKSH Akademie gemeinnützige GmbH

Ich habe mich für die Pflege entschieden, da ich einen sicheren, aber vor allem abwechslungsreichen Arbeitsplatz wollte. Durch Internetrecherche bin ich dann auf das UKSH (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein) gekommen. Ich stehe noch relativ am Anfang der Ausbildung und danach habe ich so viele Möglichkeiten, aber ich könnte mir gut vorstellen, die Palliativ - Onkologische - Weiterbildung zu machen. Mal sehen, was noch kommt.

Judith - Azubi bei der Marienhospital Stuttgart Vinzenz von Paul Kliniken gGmbH
Judith Marienhospital Stuttgart Vinzenz von Paul Kliniken gGmbH

1) Wie ich auf die Ausbildung im Marienhospital aufmerksam wurde: Auf die Ausbildung bin ich aufmerksam geworden durch mein Freiwilliges Soziales Jahr. Das habe ich auch im Marienhospital gemacht – auch in der Pflege. Es war mir vorher überhaupt nicht klar, dass ich eigentlich Pflegefachfrau werden möchte. Durch das FSJ habe ich gemerkt, dass es total was für mich ist und dass es mir viel Spaß macht. Dann habe ich mich direkt hier im Marienhospital für die Ausbildung beworben. 2) Meine Motivation für die Ausbildung im Marienhospital: Auf das Marienhospital bin ich gekommen damals für mein FSJ, weil ich ein Krankenhaus in Stuttgart gesucht habe. Ich fand es gut, dass es ein katholisches Krankenhaus ist. Ich vertrete die christlichen Werte und finde, die werden hier auch gut gelebt. Mein Bruder wurde hier operiert damals und da haben wir auch schon ganz gute Erfahrungen gemacht – deshalb war das Marienhospital für mich schon immer so die Nr. 1 in Stuttgart. Da lag es nahe, nach dem FSJ hier im Haus zu bleiben, weil ich das Krankenhaus schon kannte. Das finde ich einfach super praktisch, weil ich mich einfach hier schon ein bisschen auskenne: Ich kenne schon einige Leute hier auf den Stationen, auf denen ich im FSJ ausgeholfen habe. Und ich habe auch schon einige Pflegeauszubildende kennengelernt, die mir im FSJ schon von der Ausbildung erzählt haben, vom Unterricht und von den Lehrern und das hat mich dann total angesprochen. Parallel habe ich hier die Chance, den berufsintegrierenden Studiengang „Angewandte Pflegewissenschaft“ in Freiburg an der Hochschule zu studieren. Dieses Studium ist in Deutschland noch nicht so etabliert wie in anderen Ländern, aber auch hier gerade voll im Kommen. Am Ende kann man weiter in der Pflege arbeiten, aber auch in die Forschung gehen oder weiter studieren. Man ist dann ein „Pflegeexperte“, weil man im Studium viel hinterfragt und erforscht hat und damit die Maßnahmen viel besser begründen kann. 3) Wie ich den Bewerbungsprozess und das Auswahlverfahren im Marienhospital erlebt habe: Es ist jetzt schon eine ganze Weile her, aber ich weiß noch, dass ich als es sehr entspannt erlebt habe. Ich habe meine Bewerbung geschickt mit den ganzen Formalien, die man dabei haben muss, mit Motivationsschreiben, Lebenslauf, polizeilichem Führungszeugnis und so. Die genauen Informationen und Ansprechpartner findet man ja ganz einfach auf der Homepage. Dann habe ich auch schnell Rückmeldung bekommen und wurde zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Das hat mir super gefallen, es wurde total locker angegangen. Wir waren zuerst im Gruppengespräch mit anderen Bewerbern. Da hat sich jeder vorgestellt und gesagt, wer er ist, woher er kommt und warum er die Ausbildung machen möchte. Auch die Lehrer haben sich und das Haus vorgestellt, dann sind wir in die Einzelgespräche gegangen. Das war eine total nette Atmosphäre. 4) Diese Benefits bietet mir das Marienhospital: Ich finde es super, wie sich hier um einen gekümmert wird. Wir hatten ja einen schwierigen Start durch die Coronaphase, aber ich habe mich zu keinem Moment alleine gelassen gefühlt. Ich wusste, ich kann mich immer an Kursleitung und Lehrer wenden und sagen, wenn mir etwas zu viel wird, wenn ich Hilfe brauche oder wenn ich irgendwelche Fragen habe. Wir werden auch super betreut in der Praxisphase. Wenn irgendetwas auf Station oder in der Einsatzstelle ist, dann können wir uns jederzeit melden und die Schule kümmert sich. Da merkt man, dass es ihnen wirklich am Herzen liegt, dass es uns gut geht und dass wir zufrieden sind. Dann halt solche Sachen wie das Wohnheim, das finde ich megapraktisch für mich: Ich konnte zuhause ausziehen, kann mein eigenes Leben leben und wohne ziemlich günstig. Es ist trotzdem ziemlich zentral in Stuttgart, ich bin in 15 Minuten in der Innenstadt, aber auch in 10 Minuten im Wald. 5) Ein typischer Tag während meiner Ausbildung bzw. meines Studiums im Praxiseinsatz im Marienhospital: In der Schule: Wir sind in Gruppen zu ungefähr 20 Schülern pro Kurs. Es gibt keine klassischen Schulfächer sondern curriculare Einheiten, so heißt es, zu bestimmten Themen. Der Unterricht findet auch in Gruppenarbeiten statt oder auch in Form von praktischem Unterricht statt, in dem wir selbst ausprobieren dürfen. Das finde ich auch toll, diesen Sebsterfahrungsmoment, dass man einfach mal spürt, wie sich das überhaupt anfühlt. Das ist ziemlich abwechslungsreich. In der Praxisphase: Da arbeiten wir ja in verschiedenen Schichten. Ich beschreibe einfach mal die Frühschicht: Man kommt morgens auf die Station, dann gibt es erst einmal die Übergabe vom Nachtdienst. Anschließend macht man einen Durchgang durch die Zimmer, weckt die Patienten auf, schaut, wie es denen geht, macht vielleicht auch schon die erste Pflegerunde. Man kann Antibiosen oder andere Infusionen richten und verteilen (ich nicht, aber die Vollkräfte). Dann natürlich Essen verteilen, beim Essen helfen, Verbände machen, Visiten mit den Ärzten… Man arbeitet auch ganz eng mit anderen Berufsgruppen zusammen, mit den Ärzten, mit Physiotherapeuten und Logopäden. In der Pflegerunde schaut man, wer Hilfe beim Waschen braucht, beim Anziehen oder bei sonstigen Dingen. Man hat dann je nach Station prä- und postoperative Versorgung oder man bereitet Untersuchungen vor. Es ist ein total abwechslungsreicher Job und es gibt eigentlich immer etwas zu tun. Es ist nie so, dass ein Tag genauso ist wie der Tag davor und das finde ich, macht den Beruf so spannend! 6) Die Herausforderungen in meiner Ausbildung bzw. meinem Studium: In der Schule ist es natürlich viel Stoff zum Lernen. Man muss am Ball bleiben und sich Mühe geben, dass man möglichst viel aufnehmen kann, sonst kommt man irgendwann nicht mehr hinterher. In der Praxisphase arbeitet man eben im Schichtbetrieb, d.h. man muss manchmal damit auskommen, dass man einfach wenig Schlaf hat, wenn man Schichtwechsel hat. Man hat große körperliche, aber auch psychische Belastungen, v.a. dann wenn man Patienten hat, denen es sehr schlecht geht und die einem vielleicht auch schon ans Herz gewachsen sind. Damit muss man klar kommen können. Und dann habe ich mir ja noch selbst eine dritte Herausforderung auferlegt: ich studiere parallel noch Angewandte Pflegewissenschaften an der Hochschule in Freiburg. Dazu bin ich einmal im Monat für 2-3 Tage in Freiburg und habe dort Vorlesungen. Manchmal bekomme ich auch Aufgaben für die folgende Zeit. Im 2. Semester muss ich auch meine erste Hausarbeit schreiben. Das Studium geht am Ende über die Zeit der Ausbildung hinaus und wird im 4. Jahr in Vollzeit absolviert. 7) Würden Sie das MHS als Ausbildungseinrichtung weiterempfehlen? Aber unbedingt! Während meines ersten Außeneinsatzes habe ich bemerkt, dass ich das Marienhospital schon sehr vermisst habe. Ich finde die Atmosphäre hier im Haus ganz toll: Man grüßt sich, wenn man sich sieht. Es ist irgendwie familiär dadurch, dass es nicht so riesig ist. Ich finde die Pfleger, Ärzte und alle anderen Berufsgruppen, die ich hier kennengelernt habe sind mit vollem Herzen dabei und machen ihre Arbeit so gewissenhaft und sorgfältig – als Patient würde ich mich hier auch total wohlfühlen. Ich bin froh und auch stolz, dass ich meine Ausbildung hier machen kann!

L
Levent Alloheim Senioren-Residenzen SE

AZUBIYO: Was sind wichtige Eigenschaften, die man für den Beruf mitbringen muss? Levent: Auf jeden Fall Empathie und Teamfähigkeit, das ist für einen Beruf in der Altenpflege wirklich wichtig. Außerdem braucht man Selbstbewusstsein, um mit den Dingen, die im Arbeitsalltag passieren, gut umgehen zu können. Man muss schon stark sein. Hier habe ich mich enorm weiterentwickelt. AZUBIYO: Du hast mit 23 die Ausbildung eher später begonnen. Wie kam es dazu? Levent: Vorher habe ich mich in anderen Berufen probiert. Ich war auf der Stelle stehen geblieben und bin nicht weitergekommen. Daher war die Ausbildung für mich eine gute Chance. Etwas ältere Auszubildenden in der Pflege sind nicht ungewöhnlich Hauptsache, man will etwas machen und etwas verändern. AZUBIYO: Du bist jetzt im dritten Lehrjahr: Was hast du gelernt oder erfahren, womit du nicht gerechnet hättest? Ja, ich beginne meine Examen im April 2022. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass mich die Ausbildung in meiner persönlichen Entwicklung so weiterbringt. Vorher hatte ich gedacht, ich wäre schon gut, so wie ich bin. Aber ich habe gesehen, dass ich deutlich gewachsen bin aufgrund der Arbeit mit den Menschen und der Selbstreflexion, die ich hier gelernt habe.

I
Issam Alloheim Senioren-Residenzen SE

Es war nicht mein Ziel, in die Altenpflege zu gehen. aber jetzt liebe ich meinen Job. Ich habe viel Hilfe bekommen, als ich aus Syrien nach Deutschland gekommen bin, und davon möchte ich etwas wiedergeben. Der Sachbearbeiter in der Arbeitsagentur hat mir eine einjährige Maßnahme empfohlen. Danach habe ich ein Jahr als Nachtwache in einem anderen Altenheim gemacht, bevor ich 2019 die dreijährige Ausbildung begonnen habe. Ich fühle mich hier wirklich sehr wohl, denn sie akzeptieren mich so, wie ich bin. Warum ich mich für die Pflege entschieden habe? Ich war in meiner Heimat Syrien Krankenpfleger. Hier in Deutschland wurde meine Ausbildung nicht anerkannt, außerdem hatte ich in einem Klinikum den Aufnahmetest nicht geschafft - das lag auch an der fehlenden Sprache. Die Beratung der Arbeitsagentur hat mir den Weg in die Altenhilfe empfohlen, das war der richtige Weg. Anfangs war die Altenpflege nicht mein Ziel, aber ich bin total glücklich, dass ich jetzt hier bin. Und wichtig: Altenpfleger braucht man immer. Nach der Ausbildung Meine Ausbildung endet zwar erst im kommenden September, also in über einem halben Jahr, aber ich habe jetzt schon schon meinen Arbeitsvertrag unterschrieben. Ich fühle mich hier einfach wohl. Seit 6,5 Jahren bin ich in Deutschland und ich habe anderswo auch nicht so gute Erfahrungen gemacht. Aber hier akzeptiert man mich so wie ich bin. Im Alloheim fühle ich mich sehr wohl und kann jedem empfehlen, hier eine Ausbildung hier zu machen. Man lernt sehr viel, aber sie helfen auch mir, mich zu entwickeln. Damit hatte ich nicht gerechnet.

783 freie Stellen finden

Passt die Ausbildung zum Sozialassistenten / zur Sozialassistentin zu mir?

Du bist gut geeignet für den Beruf Sozialassistent bzw. Sozialassistentin, wenn

  • du gerne mit Menschen arbeitest
  • du starke Nerven hast
  • du gerne organisierst und planst

Du bist eher weniger geeignet als Sozialassistentin, wenn

  • du keinen Schichtdienst möchtest
  • du körperlich nicht fit bist
  • du dich nicht in andere hineinversetzen kannst

Alles im grünen Bereich? Dann mach den Berufswahltest und finde heraus, zu wie viel Prozent diese Ausbildung tatsächlich zu dir passt. → Jetzt Eignung testen! Du bist dir schon sicher, dass es dein Traumberuf ist? Dann findest du hier freie Ausbildungsplätze ↓

Eine Tätigkeit im Bereich Soziales, Pädagogik & Pflege kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Weiterbildung & Zukunftsaussichten

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Haus- und Familienpfleger oder Betriebswirt für Sozialwesen. Du könntest aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Erziehungs-, Bildungswissenschaft oder Soziale Arbeit. Bei Weiterbildungen unterscheiden wir zwischen 3 verschiedenen Wegen:

  • Anpassungsfortbildung,
  • Aufstiegsfortbildung &
  • Studium.

Weiterbildung nach der Ausbildung zum Sozialassistenten / zur Sozialassistentin

Bei Anpassungsfortbildungen geht es darum, dein Wissen aktuell zu halten, um Entwicklungen in den Bereichen Alten- und Krankenpflege, Ernährung, Hauswirtschaft oder Pädagogik kennenzulernen.

Mit einer Aufstiegsfortbildung willst du Karriere machen, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Haus- und Familienpfleger oder zum Betriebswirt für Sozialwesen. Aber auch ein Studium kannst du anschließen.

Passende Studiengänge sind:

Nachhaltigkeit & Zukunftsaussichten als Sozialassistent

Wie sehr du das Thema Nachhaltigkeit als Sozialassistent bzw. Sozialassistentin in deinem Berufsalltag beeinflussen kannst, hängt von deiner gewählten Einrichtung ab. Den größten Einfluss hast du vermutlich in Privathaushalten. Beispielsweise indem du beim Einkaufen und Kochen auf regionale und saisonale Produkte achtest. Doch auch in Pflegeeinrichtungen kannst du deinen Beitrag leisten, indem du beispielsweise bei der Körperhygiene der Patienten auf den Wasserverbrauch achtest. Das ist möglich, indem du einen geringen Wasserdruck wählst. Dadurch geht weniger Wasser ungenutzt verloren und du schonst die Ressourcen.

Und deine Zukunftsaussichten? Der Bedarf an Pflegekräften ist weiterhin hoch, sodass du dir gute Einstiegschancen sicherst. Zusätzlich kannst du mit passenden Weiterbildungen deine Karrierechancen verbessern. Beispielsweise mit einer Weiterbildung zum Haus- und Familienpfleger oder Betriebswirt für Sozialwesen.

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„Hilfe bei Hausaufgaben" ©Manuelt Tauber-Romieri I photogr - stock.adobe.com; „Hilfe bei Einkauf und Küche" ©Ihar Ulashchyk - stock.adobe.com; „Beratung in Schulfragen" ©Africa Studio - stock.adobe.com