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Heilerziehungspfleger – Ausbildung & Beruf

Wenn du schon immer gerne mit Menschen arbeiten wolltest, einfühlsam und fürsorglich bist, dann denk unbedingt mal über diese Ausbildung nach! Als Heilerziehungspfleger betreust, erziehst, unterstützt und förderst du Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen.

Was macht ein Heilerziehungspfleger?

Heilerziehungspfleger leisten Menschen mit Behinderung pflegerischen und pädagogischen Beistand mit der Absicht deren Leistungsfähigkeit und Eigenständigkeit im Alltag zu fördern. Sie planen und erstellen – unter Berücksichtigung von Form und Ausprägung der Behinderung – ein angemessenes Freizeitprogramm (z.B. Schwimmen, Spazieren gehen, Zeichnen). Zudem stärken sie das soziale Verhalten der zu Betreuenden und unterstützen sie bei der schulischen und / oder beruflichen Integration. Heilerziehungspfleger assistieren zudem bei der Nahrungsaufnahme, An- und Auskleide, Körperhygiene und Medikamentenversorgung.

In der Ausbildung Heilerziehungspfleger lernst du u.a. die Themenkomplexe Pädagogik, Medizin und Psychologie kennen. Das gewonnene theoretische Wissen wendest du im Praktikum in stationären und teilstationären Institutionen an.

Nach der Ausbildung arbeiten Heilerziehungspfleger hauptsächlich in stationären und teilstationären Institutionen (z.B. Heime, Kliniken, Tagesstätten). Beschäftigungsmöglichkeiten erschließen sich auch in Förderschulen, Kindergärten und Privathaushalten.

Art der Ausbildung

schulisch (Berufsfachschule und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung)

Dauer der Ausbildung

2 -3 Jahre in Vollzeit, 3 -4,5 Jahre in Teilzeit

Zuständige Stelle

Deine Prüfungen legst du an deiner Schule vor einem Prüfungsausschuss ab.

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Heilerziehungspfleger? Deine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger findet an einer Berufsfachschule statt und wird durch Praktika, z.B. in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, ergänzt. In der Fachschule erlernst du das theoretische Hintergrundwissen, in den Praxisphasen wendest du das erlernte Wissen direkt bei der Betreuung von Menschen mit Behinderungen an.

Am Ende deiner Ausbildung wartet eine Abschlussprüfung auf dich, die je nach Bundesland anders aufgebaut ist. In der Regel musst du eine schriftliche, eine mündliche und eine praktische Prüfung ablegen. Nach Bestehen bist du je nach Bundesland staatlich anerkannter oder staatlich geprüfter Heilerziehungspfleger.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in den Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen der einzelnen Bundesländer.

Das lernst du in der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger:

  • H wie Heilpädagogik: Kinder und Jugendliche mit Behinderungen benötigen eine spezielle Form der Erziehung und Betreuung. In der Ausbildung lernst du, wie du heilpädagogische Maßnahmen durchführst.
  • L wie Lebenszeit- und Lebensraumgestaltung: Ob Hilfe im Haushalt oder gemeinsame Freizeitbeschäftigungen: Als Heilerziehungspfleger weißt du, wie du Menschen mit Behinderungen dabei unterstützt, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen.
  • S wie Soziologie: Ist die Wissenschaft, die sich mit dem Zusammenleben der Menschen beschäftigt. In deiner Ausbildung steht die soziale Situation und Integration von Menschen mit Behinderungen auf dem Plan.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Fachwirt für Gesundheits- und Sozialwesen, Motopädagogen oder Sonderpädagogen. Du könntest aber auch ein Studium an deine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger anschließen. Mögliche Studiengänge sind Heilpädagogik, Soziale Arbeit oder Rehabilitationspsychologie.

Heilerziehungspfleger: Voraussetzungen für die Ausbildung

Die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger kannst du nicht mit jedem Schulabschluss machen. Du brauchst mindestens einen mittleren Abschluss oder eine gleichwertige Schulausbildung sowie praktische berufliche Erfahrungen. Teilweise wird auch eine abgeschlossene Berufsausbildung vorausgesetzt. Je nach Berufsfachschule sind weitere Zugangsvoraussetzungen vorgeschrieben, wie zum Beispiel ein Nachweis über deine gesundheitliche Eignung oder ein Führungszeugnis.

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, welche Schulfächer und Stärken besonders wichtig für die Ausbildung sind und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Hilfreich sind gute Noten in:

Kunst / Musik
Biologie
Technik / Werken

3 wichtige Stärken:

Verantwortungs- & Gefahrenbewusstsein
Gestalterische Fähigkeiten
Konfliktlösungs-fähigkeit

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Pflege & Betreuung
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen
Viel Kontakt mit Menschen

Mit guten Noten in Kunst, Musik, Werken und Bio bringst du sehr gute Voraussetzungen für diesen Beruf mit. Aber auch mit schlechteren Noten hast du gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz als Heilerziehungspfleger. Am wichtigsten ist dein Interesse an der Ausbildung und dass du die passenden Stärken mitbringst: Im Umgang mit Menschen mit Behinderungen sind ein hohes Verantwortungsbewusstsein sowie Konfliktlösungsfähigkeit gefragt. Außerdem sind gestalterische Fähigkeiten von Vorteil, zum Beispiel beim gemeinsamen Basteln oder Musizieren.

Da Heilerziehungspfleger ein pflegerischer Beruf ist, bist du bei deiner Tätigkeit vor allem im Umfeld Pflege & Betreuung tätig, also in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Dieser Beruf bringt es mit sich, dass du sehr viel Kontakt mit Menschen hast. Dienstreisen stehen in der Regel nicht oder nur selten auf der Tagesordnung.

Aber Heilerziehungspfleger ist nicht gleich Heilerziehungspfleger. Wie dein Tätigkeitsbereich aussieht, hängt ganz davon ab, in welcher Einrichtung und in welchem Bereich du arbeitest. In einem Wohnheim für Menschen mit Behinderungen betreust du Menschen ganz unterschiedlichen Alters, bei einer Tätigkeit in einer Förderschule oder einem Kindergarten hast du dagegen nur mit Kindern und Jugendlichen zu tun. Und in einer Rehaklinik pflegst und betreust du vorwiegend Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Daher solltest du dir genau überlegen, welche Berufsfachschule und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

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Bildnachweis: „Mädchen mit bemalten Händen" © denys_kuvaiev / Fotolia