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Gesundheits- und Krankenpfleger – Ausbildung & Beruf

„Liebe deinen Nächsten, so wie dich selbst.“ Das Ideal der tätigen Nächstenliebe (Karitas) ist ein Leitgedanke der Gesundheits- und Krankenpflege.

Was macht ein Gesundheits- und Krankenpfleger?

Gesundheits- und Krankenpfleger, umgangssprachlich auch Krankenpfleger bzw. Krankenschwester genannt, betreuen kranke und pflegebedürftige Menschen, versorgen Wunden, legen Schienen und Verbände an, assistieren bei operativen Eingriffen oder Untersuchungen, informieren Patienten über gesundheitsfördernde Maßnahmen und leiten sie zur Selbsthilfe an.

In deiner Krankenpfleger- bzw. Krankenschwester-Ausbildung lernst du, wie der menschliche Körper aufgebaut ist, wie man Pflegetechniken anwendet (z.B. Wundversorgung, Injektionen, Infusionen) und wie man in Krisen- und Konfliktsituationen handelt. Im praktischen Teil der Ausbildung wirst du unter anderem in den Bereichen der Gynäkologie, Inneren Medizin, Chirurgie, Psychiatrie sowie Wochen- und Neugeborenpflege eingesetzt.

Nach der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger / zur Gesundheits- und Krankenpflegerin arbeitest du in Krankenhäusern, Facharztpraxen, Reha-Kliniken, Gesundheitszentren, Altenwohn- und -pflegeheimen, Wohnheimen für Menschen mit Behinderung sowie in Einrichtungen der Kurzzeitpflege bzw. Pflegestützpunkten.

Art der Ausbildung

schulisch (Berufsfachschule und Betriebspraktika)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung ist möglich.

Ausbildungsvergütung

1. Ausbildungsjahr 950-1000 €

So läuft die Krankenschwester-Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Gesundheits- und Krankenpfleger? Deine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger findet an einer Berufsfachschule statt und wird durch Praxisphasen im Krankenhaus oder anderen medizinischen Einrichtungen ergänzt. In der Fachschule erlernst du das theoretische Hintergrundwissen, in den Praxisphasen wendest du das erlernte Wissen direkt bei der Behandlung von Patienten an. Achtung: Die Ausbildung an öffentlichen Schulen ist in der Regel kostenfrei, private Schulen erheben dagegen meist Lehrgangsgebühren. 

Am Ende deiner Ausbildung wartet eine Abschlussprüfung auf dich, die sich aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil zusammensetzt. Nach Bestehen bist du Gesundheits- und Krankenpfleger bzw. Gesundheits- und Krankenpflegerin.

Die Prüfungen finden vor einem staatlichen Prüfungsausschuss der Gesundheits- und Krankenpflegeschule statt. Das ist die für dich zuständige Stelle.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Gesundheits- und Krankenpfleger.

Ausbildungslexikon Gesundheits- und Krankenpfleger

Das lernst du in der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger:

  • E wie Erste Hilfe: Blutstillung, Schockbekämpfung, stabile Seitenlage: In der Ausbildung lernst du, was du als Erste-Hilfe-Leistender zu tun hast und auf was du achten musst.
  • K wie Kommunikation: Gerade im Umgang mit Patienten und Medikamenten ist es wichtig, ausreichend und angemessen zu kommunizieren. Daher kennen Gesundheits- und Krankenpfleger unterschiedliche Gesprächstechniken.
  • P wie Pflegeplanung: Probleme, Ziele, Maßnahmen: Teil deiner Ausbildung ist es, zu lernen, wie ein individueller Pflegeplan aufgebaut ist und erstellt wird.

Nach Abschluss deiner Krankenschwester-Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Fachkrankenpfleger im Operations- und Endoskopiedienst oder zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen. Du könntest aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Pflegemanagement, -wissenschaft oder Medizin- und Pflegepädagogik.

Gesundheits- und Krankenpfleger: Voraussetzungen für die Ausbildung

Die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger kannst du nicht mit jedem Schulabschluss machen. Für den Beruf wird ein mittlerer Schulabschluss oder eine andere gleichwertige abgeschlossene Schulbildung vorausgesetzt. Es ist auch möglich, mit dem Hauptschulabschluss oder einer gleichwertigen Schulbildung und einer abgeschlossenen Berufsausbildung (von mindestens 2 Jahren) die Ausbildung zu absolvieren. Auch wer über den Hauptschulabschluss und eine Erlaubnis als Krankenpflegehelfer oder eine abgeschlossene landesrechtlich geregelte Ausbildung in der Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe (von mindestens 1 Jahr) verfügt, ist berechtigt den Beruf zu erlernen.

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, welche Schulfächer und Stärken besonders wichtig für die Ausbildung sind und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Hilfreich sind gute Noten in:

Biologie
Chemie
Physik

3 wichtige Stärken:

Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein
Sorgfalt & Genauigkeit
Eigeninitiative und Entscheidungsfreude

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Pflege und Betreuung
Sonn- und Feiertagsarbeit
Überdurchschnittlich viel Kontakt mit Menschen

Mit guten Noten in Biologie, Chemie und Physik bringst du sehr gute Voraussetzungen für diesen Beruf mit. Aber auch mit schlechteren Noten hast du gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz als Gesundheits- und Krankenpfleger. Wichtig ist, dass deine Stärken zu dieser Ausbildung passen: Im Umgang mit Patienten ist es wichtig, dass du sorgfältig und genau arbeiten kannst und ein verantwortungsbewusster Mensch bist. Auch deine Eigeninitiative ist in diesem Beruf gefragt.

Da der Gesundheits- und Krankenpfleger ein medizinisch-pflegerischer Beruf ist, bist du bei deiner Tätigkeit auch überwiegend im Umfeld Pflege & Betreuung tätig, also in Krankenhäusern, Fachpraxen oder Rehakliniken. Dienstreisen kommen in der Regel nicht vor, der Kontakt mit Menschen steht auf der Tagesordnung.

Aber Gesundheits- und Krankenpfleger ist nicht gleich Gesundheits- und Krankenpfleger. Dein Tätigkeitsfeld und dein Ausbildungsbetrieb entscheiden darüber, ob du zum Beispiel in einem großen Klinikum tätig bist, wo du mit den unterschiedlichsten Patienten zu tun hast. Oder ob du in einem Altenheim und ausschließlich mit älteren Patienten arbeitest. Daher solltest du dir genau überlegen, welche Berufsfachschule am besten zu dir passt.

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