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Pflegefachmann
Ausbildung & Beruf

134 freie Stellen
Ausbildung Pflegefachmann
Ausbildung Pflegefachmann

Die Ausbildung zum Pflegefachmann wird ab 2020 angeboten und ersetzt die bisherigen Ausbildungen Gesundheits- und Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und Altenpfleger. Durch das Zusammenlegen der Ausbildungen erhältst du als Azubi künftig eine bessere Qualifikation, kannst in einem weiteren Berufsfeld arbeiten und profitierst auch von einer besseren Vergütung.

Was macht ein Pflegefachmann (m/w/d)?

Ein Pflegefachmann betreut und versorgt Menschen in der Kranken-, Kinderkranken- oder Altenpflege. Er führt die von Ärzten veranlassten Behandlungen aus, assistiert bei Untersuchungen oder kümmert sich um die allgemeine Pflege der Patienten.

Je nach Einsatzgebiet übernimmt der Pflegefachmann die Wundversorgung, verabreicht Medikamente und Infusionen oder nimmt Blut ab. Außerdem bereitet er die Patienten auf Operationen vor und assistiert dem Arzt während einer Untersuchung oder Behandlung. Oft unterstützt der Pflegefachmann die Patienten auch in der Grundpflege. Dazu gehört das richtige Betten und Lagern der Betreuten, Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme sowie bei der Körperpflege.

In deiner Pflegefachmann-Ausbildung lernst du alles über den menschlichen Körper, die Durchführung von medizinischen und pflegerischen Behandlungen sowie Organisations- und Verwaltungsaufgaben.

Nach der Ausbildung zum Pflegefachmann / zur Pflegefachfrau arbeitest du in Krankenhäusern, Facharztpraxen, Gesundheitszentren, Altenwohn- und -pflegeheimen, Wohnheimen für Menschen mit Behinderung sowie in Einrichtungen der Kurzzeitpflege oder bei ambulanten Pflegediensten.

Art der Ausbildung

Schulisch (Berufsfachschule und Pflegeeinrichtung)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung ist möglich

Zuständige Stelle

Deine Prüfungen finden vor einem Prüfungsausschuss an der Pflegeschule statt.

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann? Deine Ausbildung findet an einer Berufsfachschule statt und wird durch Praxisphasen im Krankenhaus und Pflegeheimen ergänzt. In der Pflegefachschule lernst du die Theorie, in den Praxiseinsätzen kannst du das Gelernte dann direkt anwenden.

Im letzten Ausbildungsjahr kannst du dich entscheiden, ob du als Pflegefachmann bzw. Pflegefachfrau abschließen oder eine Spezialisierung in der Altenpflege, Krankenpflege oder Kinderkrankenpflege anstreben möchtest.

Am Ende deiner Ausbildung wartet eine Abschlussprüfung auf dich. Wie diese genau aufgebaut ist, kann in jedem Bundesland anders aussehen. Normalerweise besteht die Prüfung aus einem schriftlichen, eine mündlichen und einem praktischen Teil. Nach Bestehen bist du staatlich geprüfter Pflegefachmann, oder je nach individueller Ausrichtung auch Altenpfleger oder Gesundheits- und (Kinder)Krankenpfleger.

Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe.

Das lernst du in der Ausbildung zum Pflegefachmann:

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon.

  • F wie Förderung: Jeder Patient benötigt eine individuelle Förderung. Als Pflegefachmann weißt du, wie du Fördermöglichkeiten planst und umsetzt.
  • P wie Pflegetechniken: In der Betreuung von kranken oder pflegebedürftigen Personen gibt es viele Methoden, um sie richtig zu versorgen. In der Ausbildung lernst du, welche Techniken es gibt und wann du sie anwendest.
  • Q wie Qualitätssicherung: Auch in der Pflege gibt es Qualitätsstandards, die erfüllt werden müssen. Du lernst, wie du diese mit Organisations- und Verwaltungsaufgaben problemlos erfüllst.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Stationsleiter in der Kranken-, Kinder- und Altenpflege. Du kannst aber auch über ein weiterführendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Soziale Arbeit oder Gesundheitswissenschaft.

Pflegefachmann: Voraussetzungen für die Ausbildung

Die Ausbildung zum Pflegefachmann kannst du nicht mit jedem Schulabschluss machen. Für den Beruf ist ein mittlerer Schulabschluss notwendig. Du kannst die Ausbildung aber auch absolvieren, wenn du einen Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung, etwa als Altenpflegehelfer, vorweisen kannst. Die Pflegeschulen legen teilweise weitere Zugangsvoraussetzungen, wie einen Nachweis über deine gesundheitliche Eignung, fest.

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, welche Schulfächer und Stärken besonders wichtig für die Ausbildung sind und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welche Schulfächer sind hilfreich?
  • Religionslehre / Ethik
  • Biologie
  • Deutsch
Welche 3 Stärken sind wichtig?
  • Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein
  • Durchhaltevermögen
  • Sorgfalt & Genauigkeit
Welche Arbeitsbedingungen kommen auf dich zu?
  • Umfeld: Pflege und Betreuung
  • Schichtdienst
  • überdurchschnittlich viel Kontakt mit Menschen

Mit guten Noten in Biologie, Ethik und Deutsch bringst du sehr gute Voraussetzungen für diesen Beruf mit. Aber auch mit schlechteren Noten hast du gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz als Pflegefachmann. Wichtig ist, dass du die richtigen Stärken für diese Ausbildung mitbringst: In der Arbeit mit Menschen ist es wichtig, dass du deine Tätigkeiten verantwortungsbewusst angehst und sorgfältig und genau ausführst. Die körperliche Arbeit erfordert manchmal ein hohes Durchhaltevermögen.

Da der Pflegefachmann ein medizinisch-pflegerischer Beruf ist, bist du bei deiner Tätigkeit auch überwiegend im Umfeld Pflege & Betreuung tätig, also in Krankenhäusern, Altenheimen oder ambulanten Pflegediensten. Die Arbeit im Schichtdienst und viel Kontakt zu Menschen sind feste Bestandteile dieses Berufs.

Aber Pflegefachmann ist nicht gleich Pflegefachmann. Dein Tätigkeitsfeld und dein Ausbildungsbetrieb entscheiden darüber, ob du zum Beispiel in einem großen Krankenhaus arbeitest, in welchem du die unterschiedlichsten Patienten versorgst. Oder ob du in einem Altenheim und ausschließlich mit älteren Patienten arbeitest. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsumfeld am besten zu dir passen.

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Weitere Infos

Bildnachweis: „Pflegefachfrau und ältere Frau" © Alexander Raths - Fotolia