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Zahnmedizinischer Fachangestellter – Ausbildung & Beruf

Viele Leute geraten schon in Panik, wenn sie nur an ihren bevorstehenden Zahnarztbesuch denken. Zahnmedizinische Fachangestellte helfen dir einen kühlen Kopf zu bewahren.

Was macht ein Zahnmedizinischer Fachangestellter?

Als Zahnmedizinischer Fachangestellter (umgangssprachlich auch Zahnarzthelferin genannt) beruhigst du die großen und kleinen Patienten, du assistierst bei Untersuchungen und Behandlungen, du klärst Patienten über die Möglichkeiten der Prophylaxe auf und leitest sie zur Mundhygiene an. Die Organisation und Verwaltung der Praxis gehören ebenso zu deinen Aufgaben wie die Reinigung und Pflege der Instrumente, Apparate und Einrichtungen.

Nach der Ausbildung arbeitest du in Zahnarztpraxen, Zahn-, Mund- und Kieferkliniken sowie in universitären Zentren für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Aber auch im öffentlichen Gesundheitswesen, in der Dentalindustrie, bei Krankenkassen und in Abrechnungszentren bieten sich Beschäftigungsmöglichkeiten.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Ausbildungsvergütung

1. Ausbildungsjahr 750 €

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Zahnmedizinischer Fachangestellter? In deiner Ausbildung bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb lernst du die praktische Seite deines Berufs kennen und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung führst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten.

Vor Ende des 2. Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Am Ende deiner Ausbildung wartet die Abschlussprüfung auf dich. Sie besteht aus einem schriftlichen Teil und einem praktischen Teil. Deine Prüfungen legst du vor der für dein Bundesland zuständigen Zahnärztekammer unter Beteiligung der Berufsschule ab. Nach bestandener Prüfung darfst du dich staatlich anerkannter Zahnmedizinischer Fachangestellter nennen.

Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Zahnmedizinische Fachangestellte.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Betriebswirt für Management im Gesundheitswesen. Wenn du die (Fach-)Hochschulreife hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Zahnmedizin, Gesundheitsmanagement oder Gesundheitswissenschaft.

Zahnmedizinischer Fachangestellter: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind.

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
10%
Mittlere Reife
61%
Hauptschulabschluss
28%
Kein Abschluss
1%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Mathe
Physik
Deutsch

3 wichtige Stärken:

Selbstorganisation
Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein
Sorgfalt & Genauigkeit

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Pflege, Betreuung
Feste Zeiten
Überdurchschnittlich viel Kontakt mit Menschen

Zahnmedizinischer Fachangestellter / Zahnarzthelferin kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die meisten Azubis haben die Mittlere Reife, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Danach folgen Azubis mit Hauptschulabschluss und (Fach-)Abitur. Es beginnen kaum Azubis ohne Schulabschluss die Ausbildung.

Gute Noten und Kenntnisse in Mathe und Physik zahlen sich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus, denn sie helfen dir z.B. beim Ausstellen von Privatrechnungen und beim Umgang mit Anästhetika. Auch gute Deutschkenntnisse können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein, z.B. beim Schriftverkehr mit Patienten. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du ein großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zur Zahnarzthelferin mitbringst. In diesem Beruf ist vor allem Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein wichtig, da du mit Menschen arbeitest. Zudem solltest du eine sorgfältige Arbeitsweise sowie eine gute Selbstorganisation für die Ausbildung zum Zahnmedizinischen Fachangestellten mitbringen.

Zahnmedizinischer Fachangestellter ist ein medizinischer Beruf. Das Arbeitsumfeld eines Zahnarzthelfers / einer Zahnarzthelferin ist meist eine Zahnarztpraxis. In der Regel hast du feste Arbeitszeiten und bist viel in Kontakt mit Patienten.

Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In Zahnkliniken arbeitest du im Schichtdienst mit deinen Kollegen zusammen und das Tragen von Schutzkleidung ist Pflicht. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Wie gut passt dieser Beruf zu dir? Jetzt Eignung testen!

Bildnachweis: „Lächelnde Frau im Untersuchungsraum" © Monkey Business Images / Shutterstock.com