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Blogger / Bloggerin
Ausbildung & Beruf

Stundenlang hast du am Text für deinen Beitrag gefeilt – doch als du ihn dem Kunden vorlegst, kommt er mit vielen Änderungswünschen zurück. Bis morgen sollst du die Korrekturen einarbeiten, denn dann soll der Post online gehen, so ist es abgesprochen. Das bedeutet wohl eine Nachtschicht für dich, denn das Feedback kam erst am späten Nachmittag. Ärgerlich, aber manchmal unvermeidbar. Als Blogger oder Bloggerin kann das mal vorkommen. Dafür machst du halt morgen früher Schluss.

Berufsbild Blogger / Bloggerin

Was macht ein Blogger (m/w/d)?

Blogger betreiben Internetseiten, befüllen sie regelmäßig mit neuen Beiträgen. Dazu müssen sie eine Themenauswahl treffen, planen, wann welcher Beitrag veröffentlicht wird und die Artikel natürlich schreiben. Die meisten Blogger betreiben ihre Webseite selbst und können die Beiträge so einfach online veröffentlichen. Doch damit ist es nicht getan: Damit der Blog auch gelesen wird, müssen Blogger zusätzlich Marketing betreiben. Eine gute Bloggerin kann also nicht nur Schreiben, Fotografieren und spannende Themen entdecken, sie muss sich auch im Marketing, der Suchmaschinenoptimierung (SEO) und im Webdesign auskennen.

Der Begriff Blog kommt ursprünglich vom englischen Wort Weblog, das eine Art Tagebuch im Web bezeichnet. Die ersten Blogger haben auch genauso angefangen: Indem sie in ihrem Blog über sich und aus ihrem Leben berichtet haben. Heute sind die meisten Blogs nicht mehr so privat und die Blogger spezialisieren sich meist auf einen bestimmten Themenkomplex, zum Beispiel Reisen, Beauty oder Nachhaltigkeit.

Blogger Fakten:

  • Der amerikanische Journalist Justin Hall ist der erste bekannte Blogger - seinen Blog veröffentlichte er 1994, während er noch am College studierte.
  • 1999 gab es nur 23 Blogs - heute gibt es über 1,5 Milliarden. Jede Sekunde werden 2 neue Blogs veröffentlicht.
  • Etwa die Hälfte aller Blogger hat mehr als einen Blog. Professionelle Blogger betreiben im Schnitt 4 verschiedene Blogs.
  • Etwa 27 % der Blogger gehen dieser Tätigkeit hauptberuflich nach.
  • Durchschnittlich dauert es 3,5 Stunden, um einen Blog-Artikel zu schreiben.
  • Unternehmen, die einen Blog führen, bekommen bis zu 97 % mehr Links auf ihre Website.

Wie sieht der Berufsalltag als Blogger aus?

Angestellte Blogger oder Bloggerinnen gibt es kaum – im Normalfall bist du selbstständig und betreibst deinen eigenen Blog. Dafür ist ausreichend Selbstorganisation nötig, um alle anfallenden Aufgaben rechtzeitig zu erledigen. Prinzipiell hast du aber keine festen Arbeitszeiten und kannst die Tätigkeiten in deinem eigenen Tempo erledigen. Neben gestalterischen Fähigkeiten solltest du für diesen Beruf auch Kritikfähigkeit mitbringen, da Blogger manchmal auch negative Kommentare erhalten.

Manche Blogger arbeiten alleine, andere haben ein ganzes Team um sich. Häufig verbringst du den Tag am Laptop oder Handy und recherchierst hier Themen, kommunizierst mit anderen Bloggern, deinen Kunden oder Dienstleistern wie deinem Steuerberater oder Entwickler.

Bloggerin checkt Reaktionen auf ihren Beitrag Mit Kritik umgehen können

Wo arbeitet man als Blogger?

Blogger brauchen zum Arbeiten vor allem ein internetfähiges Endgerät – PC, Laptop, Tablet oder Smartphone … mittlerweile eignet sich fast alles zum Bloggen. Je nach Themenschwerpunkt arbeitest du dann entweder viel von zuhause aus oder bist oft unterwegs. Einige Blogger mieten auch ein Büro an, um von dort aus professioneller arbeiten zu können. Das ist auch dann wichtig, wenn du ein Studio zum Fotografieren brauchst oder Mitarbeiter anstellst, die ebenfalls einen Arbeitsplatz brauchen.

Das Schöne ist, dass du als Blogger auch zeitweise oder komplett aus dem Ausland arbeiten kannst. Eine Hängematte in Bali ist als Arbeitsplatz also nicht völlig unrealistisch.

Ausbildung zum Blogger / zur Bloggerin

Gibt es eine Blogger Ausbildung?

Eine klassische Ausbildung zum Blogger gibt es leider nicht. Die vielen verschiedenen Fähigkeiten, die du als Blogger brauchst, kannst du dir entweder selbst aneignen. Oder du machst zunächst eine Ausbildung im Bereich Medien oder Design, und nutzt dann dein Wissen, um als Blogger durchzustarten.

Was lernt man in der Ausbildung zum Blogger?

Blogger ist kein anerkannter Ausbildungsberuf. Viele Blogger starten ihren Blog zunächst nebenbei. Wenn du viele Leser und Follower hast, kannst du auch hauptberuflich als Blogger bzw. Bloggerin leben und arbeiten. Um das zu erreichen, kann es allerdings Jahre dauern. Daher ist es sehr wichtig, Durchhaltevermögen zu zeigen und kontinuierlich neue Beiträge zu veröffentlichen – selbst dann, wenn sie zu Beginn deiner Karriere als Blogger niemand liest.

Um als Blogger erfolgreich zu sein, können dir aber bestimmte Weiterbildungen helfen. Je nach Fokus deines Blogs könnte das ein Fotografiekurs sein oder Webinare zum besseren Schreiben.

Blogger werden: Voraussetzungen

Schulfächer
  • Deutsch
  • Kunst
  • Informatik
Stärken
  • Gestalterische Fähigkeiten
  • Selbstorganisation
  • Kritikfähigkeit
Arbeitsbedingungen
  • Du bist dein eigener Chef
  • Flexible Zeit
  • Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Gute Noten in Deutsch sind als Blogger ein Muss, da du viel Schreiben wirst und dich daher gut ausdrücken solltest. Auch gute Leistungen in den Fächern Kunst und Informatik können hilfreich sein, denn als Blogger musst du sowohl Kreativität als auch technisches Verständnis beweisen.

Da du als Blogger in der Regel dein eigener Chef bist, ist ausreichend Selbstorganisation nötig, um alle anfallenden Aufgaben rechtzeitig zu erledigen. Prinzipiell hast du aber keine festen Arbeitszeiten und kannst die Tätigkeiten in deinem eigenen Tempo erledigen. Neben gestalterischen Fähigkeiten solltest du für diesen Beruf auch Kritikfähigkeit mitbringen, da Blogger manchmal auch negative Kommentare erhalten.

Was verdient ein Blogger?

Wie viel du als Blogger bzw. Bloggerin verdienst, hängt davon ab, wie gut du deinen Blog aufziehst und ihn vermarktest. Geld wirst du in der Regel durch Werbeanzeigen und durch Kooperationen mit Unternehmen einnehmen. Daher ist das Einkommen von Bloggern sehr unterschiedlich und kann monatlich zwischen ein paar Cent und mehreren Tausend Euro schwanken.

Es gibt auch Unternehmen, die Blogs betreiben und dazu Blogger anstellen. Für diese Tätigkeit wirst du meist in der Redaktion als Redakteur/in oder als Content Manager angestellt. In diesen Positionen kannst du mit einem Einstiegsgehalt von etwa 2.200 bis 3.200 Euro rechnen.

Blick hinter die Kulissen: Erfahrungsberichte von Azubis

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Passt der Beruf Blogger / Bloggerin zu mir?

Das Berufsbild Blogger bzw. Bloggerin passt zu dir, wenn

  • du ausdauernd bist und Rückschläge verkraften kannst
  • du Spaß an Kreativität hast
  • du Leidenschaft für ein bestimmtes Thema mitbringst
  • du dich gut organisieren kannst

Blogger bzw. Bloggerin ist nicht der optimale Beruf für dich, wenn

  • du dir einen sicheren Arbeitsplatz wünschst
  • du vom ersten (Arbeits-)Tag an Geld verdienen möchtest
  • du nicht gerne kommunizierst
  • du dich von Kritik gekränkt fühlst

Alles im grünen Bereich? Dann mach den Berufswahltest und finde heraus, zu wie viel Prozent verschiedene Ausbildungen tatsächlich zu dir passen. → Jetzt Eignung testen! Du bist dir schon sicher, dass dein Traumberuf innerhalb der kreativen Branche zu finden ist? Dann findest du hier freie Ausbildungsplätze ↓

Ähnliche Ausbildungen und Berufe

Mit folgenden Ausbildungen legst du gute Grundlagen für eine Tätigkeit als Blogger bzw. Bloggerin:

Nachhaltigkeit & Zukunftsaussichten

Bloggern wird schon seit Jahren das Aussterben nachgesagt, schließlich würde niemand mehr klassische Blogs lesen – oder? Tatsächlich sind reine Blogger, die sich nur auf ihren Weblog konzentrieren, selten geworden. Für Aufmerksamkeit im Internet, die dazu führt, dass sich Follower und Firmen für dich interessieren, ist die Präsenz auf mehreren Plattformen erforderlich. Fast immer sind Blogger daher heutzutage Influencer. Du musst die neusten technischen Entwicklungen beobachten und Trends voraussehen, dann kannst du aber auch als Blogger in der Zukunft Erfolg haben. Ein zweites Standbein mit einem „klassischen“ Beruf ist trotzdem sinnvoll.

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