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DJ / DJane
Ausbildung & Beruf

DJ / DJane
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DJ / DJane
Ausbildung & Beruf

Ohne DJ keine Party – denn die Musikprofis wissen, wie man Menschen mitreißt und für die richtige Stimmung auf jeder Veranstaltung sorgt.

Was macht ein DJ (m/w/d)?

Ein Disc Jockey (DJ) ist für die Musikauswahl im Club oder auf anderen Veranstaltungen, wie Festivals, Hochzeiten, Firmenfeiern oder Geburtstagspartys, verantwortlich. Dabei ist es wichtig, dass er die zum Anlass passenden Songs auswählt, stimmige Playlists erstellt und für reibungslose Übergänge zwischen den Liedern sorgt. Ein DJ muss aber auch auf sein Publikum eingehen können und nicht nur seine eigenen Lieblingslieder spielen, sondern oft spontan entscheiden, welcher Song aktuell am besten zur Stimmung passt oder mehr Leute auf die Tanzfläche bringt.

Welche Fähigkeiten braucht ein Disc Jockey?

Das wichtigste für angehende DJs ist die Liebe zur Musik. DJs verfügen in der Regel über großes Musikwissen, wobei sie sich auch auf bestimmte Musikrichtungen wie Hip Hop oder Elektro spezialisieren können. Dazu eignen sich Disc Jockeys auch eine gewaltige Musiksammlung an, um bei jedem Auftritt etwas Neues oder Abwechslungsreiches auflegen zu können.

Auch musikalisches Talent oder die Fähigkeit, eines oder mehrere Instrumente spielen zu können, sind wichtig für die Arbeit als DJ. Um die Übergänge zwischen einzelnen Liedern anzupassen, sorgt der DJ dafür, dass diese im gleichen Rhythmus – in Beats per Minute – abgespielt werden. Dazu muss ein DJ erkennen, wie schnell ein Song ist und diesen dann an den vorherigen anpassen. Ein gutes Rhythmusgefühl und grundlegendes Verständnis von Noten und anderer Musiktheorie sind also von Vorteil. Diese Fähigkeiten helfen außerdem dabei, sich einen eigenen Stil als DJ anzueignen oder sogar eigene Songs zu produzieren.

Da die meisten DJs in wechselnden Locations arbeiten, müssen sie flexibel sein und sich schnell an neue Situationen und Menschen anpassen können. Durch die Nachtarbeit ist der Beruf des Disc Jockeys auch körperlich sehr anstrengend, weshalb du fit und belastungsfähig sein solltest. Auch technisches Wissen im Umgang mit deinem Equipment ist wichtig – bei den meisten Auftritten baust du dieses selbst auf und ab und bist dafür verantwortlich, dass die Musik gut klingt und die richtige Lautstärke hat.

Welches Equipment braucht ein DJ?

Früher nutzten DJs zwei Plattenspieler oder CD-Player. Diese Zeiten sind vorbei – auch wenn viele Disc Jockeys noch gerne mit diesem klassischen Set arbeiten, reicht heutzutage eigentlich auch ein guter Computer mit entsprechender Software aus. Dazu benötigst du aber meist noch einen Mischer oder Controller, mit dem du die ganzen Feinheiten des Sounds einstellen und die Übergänge meistern kannst.

Wenn du dir überlegst, DJ zu werden, solltest du nicht sofort dein ganzes Taschengeld in den Kauf teurer Profigeräte stecken. Informiere dich genau, welche Technik du wirklich benötigst und welche Modelle besonders für Anfänger empfohlen werden. Oft bieten andere DJs auch gebrauchte Geräte zum Kauf an, die du so etwas günstiger erstehen kannst. Vergiss auch nicht, dass du für die meiste Musik Nutzungsrechte z. B. bei der GEMA zahlen musst, wenn du sie öffentlich spielen möchtest. Informiere dich auch hierzu vor deinen ersten Auftritten gut – wenn du Songs unerlaubt abspielst, können hohe Strafgebühren auf dich zukommen.

Diese Techniken nutzen DJs

Vor allem DJs, die viel Hip Hop auflegen, begeistern ihr Publikum mit speziellen Techniken, die der Musik einen neuen Sound verleihen oder sogar einen persönlichen Stil entstehen lassen:

  • Backspinning: Der DJ dreht oder zieht die Schallplatte schnell zurück, wodurch ein quietschendes Geräusch entsteht, dass der DJ kunstvoll in seinem Set nutzen kann.
  • Scratching: Durch das Anhalten und Verschieben der Platte erzeugt diese den typischen kratzenden Sound, und wird dadurch fast selbst zum Instrument.
  • Punch Phrasing: Bestimmte Teile eines Songs, etwa eine Schlagzeugstelle, isoliert der DJ und verbindet diesen Abschnitt mit einem anderen Song.

DJ werden: So kannst du es schaffen

Es gibt keine Ausbildung, mit der du DJ werden kannst. Inzwischen finden sich aber in vielen Städten DJ-Schulen, die Kurse anbieten, in denen du die Grundlagen des Auflegens erlernst. Auch hier gilt: Informiere dich gut, welche Schule was anbietet, welche zu dir passt und vergleiche die Preise, um so das beste und für dich sinnvollste Angebot zu finden.

Alternativ kannst du dir die Grundlagen für DJs auch selbst beibringen. Online findest du viele Anleitungen dazu. Zunächst heißt es dann: Üben, üben, üben! Nur so kannst du deine Technik verfeinern und erste Sets zusammenstellen, mit denen du dein Publikum vom Hocker reißt. Wenn du das Gefühl hast, bereit für deinen ersten Auftritt zu sein, fängst du am besten klein an. Frage Freunde oder Verwandte, die eine Party planen, ob du dort auflegen darfst. Beobachte dann ganz genau, wie die Leute auf deine Musik reagieren oder frage sie aktiv nach Feedback. So kannst du einschätzen, wo du gerade stehst und ob deine Fähigkeiten bereits reichen, um auf größeren Veranstaltungen aufzulegen.

Um an weitere Aufträge zu gelangen, kannst du dann verschiedene Wege gehen: Zum einen gibt es DJ-Agenturen, die dich an Veranstalter vermitteln. Dafür zahlst du in der Regel eine Art Vermittlungsgebühr oder Provision. Alternativ kannst du dich auch selbst um dein Marketing kümmern, indem du eine Webseite und ein Facebookprofil erstellst oder Anzeigen in der Zeitung schaltest. Gehe auch direkt auf Clubs zu und frage nach, ob du dort auflegen darfst.

Als DJ arbeiten

In der Regel bist du als DJ selbständig, das heißt, dass du frei darüber entscheidest, welche Aufträge du annimmst und wann und wo du arbeitest. Das bedeutet aber auch, dass du über viel Selbstdisziplin verfügen musst und kein sicheres Einkommen hast. Am besten eignest du dir etwas Marketing-Wissen an, um professionell auf dich und deine Arbeit aufmerksam zu machen. Wenn du kontinuierlich dranbleibst und das Publikum mit deiner Musik begeisterst, hast du auch die Chance auf ein gutes Honorar. Je nach Erfahrung und Bekanntheit ist die Spanne aber sehr groß, pro Auftritt kannst du mit einem Honorar zwischen 100 und 1.000 Euro rechnen.

DJ werden: Voraussetzungen

Welche Schulfächer sind hilfreich?
  • Musik
  • Deutsch
  • Technik / Werken
Welche 3 Stärken sind wichtig?
  • Selbstorganisation
  • Neugierde und Lernbereitschaft
  • Handwerklich-technisches Geschick
Welche Arbeitsbedingungen kommen auf dich zu?
  • Du bist dein eigener Chef
  • Nachtarbeit
  • Gelegentliche Dienstreisen

Gute Noten in Musik sind die beste Grundlage, um DJ zu werden, denn sie zeigen, dass du dich mit Musiktheorie und verschiedenen Musikrichtungen auskennst. Aber auch gute Leistungen in Deutsch und Technik helfen dir bei der Kommunikation mit deinen Auftraggebern und beim Aufbau sowie der Wartung deines Equipments.

Als Selbständiger musst du deinen Alltag und deine Arbeitszeiten selbst organisieren. Dabei ist die Balance zwischen zu viel Arbeit und zu wenig Arbeit immer wichtig. Mit Neugierde und Lernbereitschaft kannst du dich immer weiterbilden, neue Musik entdecken und zusätzliche Skills entwickeln. Handwerklich-technisches Geschick zahlt sich im Umgang mit der DJ-Technik aus. Vergiss nicht, dass du als DJ hauptsächlich nachts arbeitest – und auch immer wieder mal in andere Städte oder gar Länder fährst, um dort aufzulegen.

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Weitere Infos

Bildnachweis: "Mann an DJ-Pult" © vladimirhodac - Fotolia