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Ausbildung zum Barkeeper, Barmixer & Bartender

Der brasilianische Cocktail Caipirinha enthält ursprünglich nicht den braunen Zucker, wie wir es kennen, sondern einen weißen feinen Rohrzucker. Außerdem wird er auf Eiswürfeln geschüttelt und nicht mit Crushed Ice gerührt.

Willst du mehr wissen über die verschiedenen Cocktails und wie sie richtig zubereitet werden? Dann ist die Ausbildung bzw. Weiterbildung zum Barkeeper bestimmt interessant für dich!

Inhaltsverzeichnis

So läuft die Ausbildung zum Barkeeper ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Barkeeper?

Zuerst einmal solltest du wissen, dass die Ausbildung zum Barkeeper eine Weiterbildung ist, deren Regelung von dem jeweiligen Anbieter abhängt. Das bedeutet, dass zum Beispiel die Dauer, die Voraussetzungen, die Kosten sowie der Abschluss verschieden sein können. Im Schnitt liegt die Dauer der Weiterbildung in Vollzeit bei ca. 1-3 Wochen und in Teilzeit bei bis zu 3 Monaten. Zwar gibt es für diese Art der Ausbildung keine schulische Voraussetzung, die erfüllt werden muss, jedoch sollte dir bewusst sein, dass das Bestehen der Weiterbildung ohne vorige Erfahrung in dieser Branche sehr schwer werden kann. In der Regel absolvieren Restaurant- oder Hotelfachmänner nach 3 bis 4 Jahren Berufserfahrung die Weiterbildung zum geprüften Barmixer. 

Die Prüfung besteht sowohl aus schriftlichen als auch aus mündlichen Tests. Nach Bestehen dieser darfst du dich, je nach Ausbildungsanbieter als Barkeeper (IHK), Barkeeper, Barmixer oder geprüfter Barmixer bezeichnen. Barmeister darf man sich nur nach dem Besuch mit der höchsten Fortbildungsprüfung an einer privaten Barschule nennen.

In der Hotellerie haben sich außerdem weitere Begriffe und Bezeichnungen herausgebildet. Commis de Bar sind meist junge Barkeeper im ersten Gehilfenjahr. Nach einiger Zeit ist ein Aufstieg zum Demi Chef de Bar möglich, welcher auch eine wachsende Verantwortung hat. Nach mehreren Jahren Berufserfahrung ist eine Beförderung zum Chef de Bar möglich. Dem leitenden Barkeeper untersteht der gesamte Barbereich einschließlich Kalkulation, Einkauf und Personaleinsatz.

Inhalte der Weiterbildung

 

Gästeberatung & Verkauf

 

Servieren von Getränken & Speisen

 

Mixen und Anrichten von Cocktails & Co.

Die Inhalte der Berufsweiterbildung teilen sich in theoretische und praktische Unterrichtssequenzen. Im Theorieunterricht erlernst du die Fachkunde, wie die verschiedenen Bartypen. Fachbegriffe, die Pflege von Geräten und Ausstattung, die Grundlegeln zur Sicherheit, Gesundheits-, Jugend- und Umweltschutz sowie Hygienevorkehrungen sind ebenfalls wichtige Bestandteile der Weiterbildung. Außerdem lernst du die Herkunft, die Rohstoffe sowie die Herstellung von alkoholischen und alkoholfreien Getränken kennen. Neben dem Wissen über Fach,- Waren- und Getränkekunde sind auch die Betriebsabläufe von großer Bedeutung. Lagerführung, Warenannahme und –prüfung sowie die Erstellung von Tagesabrechnungen sind essenziell für einen reibungslosen Tagesablauf.

Die Fachpraxis soll den Schüler auf den Alltag in einer Bar vorbereiten. Hier steht vor allem die Gläserverwendung, das Erlernen verschiedener Mixtechniken sowie das letztendliche Mixen bzw. Mischen der Getränke im Vordergrund. Aber auch die Vor- und Nachbereitung des Arbeitsplatzes, wie Reinigung und Entsorgung sowie das Präsentieren und Servieren von Getränken und Speisen, sind wichtig. Wichtiges über das persönliche Erscheinungsbild, Hygiene, Gastgeberfunktionen, Gästebetreuung und Gesprächsführung erlernst du im Themengebiet Gästeberatung und Verkauf.

Voraussetzungen

Hilfreich sind gute Noten in:

Chemie
Englisch
Mathe

3 wichtige Stärken:

Gestalterische Fähigkeiten
Neugierde & Lernbereitschaft
Überzeugungsfähigkeit

Deine Arbeitsumfeld

Gastronomie
Nachtarbeit
viel Kontakt mit Menschen

Unterschied Barkeeper & Barista

Sobald man sich über die Ausbildung zum Barkeeper informiert, stößt man schnell auf die Begriffe Bartender, Barista oder auch Barmixer. Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen den einzelnen Formen?

Zuerst einmal solltest du wissen, dass diese Bezeichnungen keine geschützten Berufsbezeichnungen sind, sondern lediglich die ausgeübte Tätigkeit an der Bar beschreibt.

Bartender, Barkeeper & Barmixer werden als Synonyme verstanden. In Deutschland ist der Begriff Barkeeper weiter verbreitet. In den USA hingegen wird die Person hinter der Bar meist als Bartender bezeichnet.

Als Barista bezeichnet man die Person in einer Cafébar, die für die Zubereitung des Kaffees verantwortlich ist. Sprachlich kommt der Begriff Barista aus dem Italienischen und bedeutet so viel wie Barkeeper. Trotzdem übernimmt ein Barista in der Regel andere Aufgaben als der Barkeeper. Der Barista hat Kenntnisse über die verschiedenen Kaffeesorten sowie –bohnen, die Kaffeeröstung sowie die Bedienung und Wartung der Espressomaschinen. Außerdem beherrscht er das Aufschäumen der Milch.

Gehalt, Trinkgeld & Weiterbildung

Das Grundgehalt des Barkeepers liegt in der Regel nicht sehr hoch. Meist liegt der Stundenlohn sogar nur bei dem Mindestlohn. Monatlich verdient ein ausgebildeter Barkeeper im Durchschnitt zwischen 1.228 und 2.158 Euro brutto. Wenn du den Beruf des Barkeepers ausüben möchtest, kannst du aber zusätzlich zum Grundgehalt mit einem gewissen Trinkgeld-Anteil rechnen. Je nach Bundesland und Art der Bar können sich die Trinkgeld Anteile unterscheiden. Im Norden Deutschlands geben die Menschen am meisten Trinkgeld. Bundesweit kann man durchschnittlich mit 8-10% Trinkgeld rechnen. Damit wird das Gehalt des Barkeepers um einiges aufgewertet. Zu Bedenken ist aber in jedem Fall, dass man sich auf das Trinkgeld nicht verlassen kann. Sobald du also zum Beispiel eine längere Zeit krank bist, solltest du auch mit dem Grundgehalt auskommen können.

Nachdem die Weiterbildung zum Barmixer abgeschlossen ist, stehen den Absolventen weitere Türen offen. Beispielsweise kann man die Meisterweiterbildung zum Barmeister zum Restaurantmeister oder zum Hotelmeister absolvieren und hat somit eine Aussicht auf höhere Positionen mit mehr Verantwortung. Des Weiteren stehen auch einige kaufmännische Weiterbildungen zur Verfügung wie die des Gastronoms, des Betriebswirts oder des Fachwirts. Viele Absolventen der gastronomischen Ausbildungen schlagen auch den Weg der Selbstständigkeit, mit einer eigenen Bar oder einem eigenen Restaurant, ein.

Bildnachweis: "Prosecco Gläser" Knut Wiarda / Fotolia