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Eventmanager / Eventmanagerin
Ausbildung & Beruf

Eventmanagerin bei der Arbeit

Wenn der Parkplatz zum Rummel wird: In 8 Monaten steigt das große Stadtfest mit Fahrgeschäften und gleich 2 Bühnen, auf denen Bands spielen und DJs auflegen. 8 Monate sind noch ganz schön lang hin, aber als Eventmanager weißt du, dass schon jetzt jede Minute zählt. Denn ein Künstler, der eigentlich jedes Jahr kommt, hat tatsächlich schon ein anderes Engagement und hat gerade durch seinen Agenten absagen lassen. Nun bist du gefragt. Du brauchst adäquaten Ersatz und die richtige Werbung dafür!

Berufsbild Eventmanager / Eventmanagerin

Was macht ein Eventmanager (m/w/d)?

Als Eventmanager bzw. Eventmanagerin dreht sich dein Berufsleben rund um Veranstaltungen. Du kümmerst dich um:

  • Planung
  • Organisation & Durchführung
  • Vermarktung
  • Nachbereitung

Dabei agieren Eventmanager entweder selbstständig und überlegen sich neue Veranstaltungen oder handeln im Auftrag von Kunden. 

Als Eventmanager geht es um das Konzept einer Veranstaltung und die Auswahl der passenden Räumlichkeiten. Zur Tätigkeit gehören aber auch die Auswahl und die Buchung von Künstlern, die Organisation der nötigen Technik oder der Verpflegung.

Damit im Rahmen der Veranstaltung alles funktioniert, müssen die unterschiedlichen Dienstleister gut koordiniert werden, außerdem fällt oft viel Papierkram an: Angebote, Verträge, Sicherheitsvorschriften – mit all diesen Punkten ist der Eventmanager befasst. Und ist das Event vorbei, musst du es nachbereiten, Rechnungen bezahlen und einen Abschlussbericht erstellen.

Wie sieht der Berufsalltag als Eventmanager aus?

Im Berufsalltag finden sich Eventmanager an den verschiedensten Orten wieder. Ob Rock am Ring, Fibo oder Gamescom, ob Stadtfest oder große Sportveranstaltung: jede Veranstaltung braucht jemanden, der sie konzipiert, plant, organisiert und vermarktet. Kreativität ist also eine Eigenschaft, die elementar für dieses Berufsfeld ist.

Bei einem Messe- und Kongressveranstalter bist du als Eventmanager viel unterwegs – ob bei Kunden, Zulieferern oder am Veranstaltungsort. Du kümmerst dich darum, dass bei Veranstaltungen alles glattläuft und musst bei unvorhergesehenen Problemen einspringen. In einer Werbeagentur wirst du vor allem mit der Planung und Konzeption von Veranstaltungen vom Büro aus beschäftigt sein oder neue Kunden akquirieren und beraten.

Darum sollte auch Kommunikation eine deiner Stärken sein, denn die Organisation verlangt Telefonate mit den verschiedenen Bereichen: (Star-)Gäste, Politiker, Sprecher, Security-Firmen oder auch Getränkelieferanten; der Eventmanager bzw. die Eventmanagerin muss alles rund um seine geplante Veranstaltung im Griff haben.

Wo arbeitet man als Eventmanager?

Als Eventmanagerin findest du Arbeit auf Messen, bei Konzerten, bei Veranstaltungs- oder auch Kongressagenturen. Auch in der öffentlichen Verwaltung sind Eventmanager tätig. Du bist sowohl in der Vorbereitung als auch beim Event selbst dabei. So ist das Büro ein wichtiger Arbeitsplatz, um beispielsweise Angebote einzuholen oder Verträge zu verhandeln. Mehrtägige oder auch mal mehrwöchige Dienstreisen können auf dich zukommen, zum Beispiel bei der Organisation von Roadshows oder internationalen Messen.

Ausbildung zum Eventmanager / zur Eventmanagerin

Wie läuft die Ausbildung zum Eventmanager ab?

Die Ausbildung in Eventmanagement kannst du an einer Berufsfachschule oder privaten Bildungseinrichtung absolvieren. Hier wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Die praktische Seite des Berufsbildes Eventmanager erlernst du entweder während eines Praktikums, das in die Ausbildung integriert ist, oder in einer anschließenden Praxisphase. Diese findet meist in Unternehmen der Eventbranche statt. 

Am Ende der Ausbildung zur Eventmanagerin absolvierst du eine Abschlussprüfung mit verschiedenen theoretischen und praktischen Prüfungen in den einzelnen Lehrbereichen. Die Prüfung legst du je nach Bildungseinrichtung vor dem Prüfungsausschuss des Lehrgangsträgers oder der Industrie- und Handelskammer ab.

Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in den Ausbildungsverordnungen der Bundesländer bzw. Berufsfachschulen.

Art der Ausbildung

schulische Ausbildung (Berufsfachschule oder private Bildungseinrichtung)

Dauer der Ausbildung

abhängig von Bildungsanbieter und der Unterrichtsform

Zuständige Stelle

jeweilige Berufsfachschule oder Bildungseinrichtung

Was lernt man in der Ausbildung zum Eventmanager?

Eventmanager bzw. Eventmanagerin ist keine klassische duale Ausbildung, bei der du teils im Betrieb, teils in der Berufsschule bist und so Theorie und Praxis verbindest. Stattdessen handelt es sich um eine schulische Ausbildung, die du auch als Weiterbildung wählen kannst.

Besonders wichtig sind hier kaufmännische Grundlagen, denn du musst den Markt analysieren und Budgets im Blick behalten können. Für die Organisation einer Veranstaltung musst du die richtige Zielgruppe definieren und das Projekt davon ausgehend entwickeln – auch das lernst du in der Eventmanager-Ausbildung. Marketing, Recht und Vertragswesen ergänzen dein Wissen.

Obwohl es sich um eine schulische Ausbildung handelt, sind auch Praktika oder Praxisphasen vorgesehen. Hier kannst du deine Kenntnisse in die Praxis umsetzen und bei Agenturen oder anderen Unternehmen in der Eventbrache anwenden.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon:

  • Ö wie Öffentlichkeitsarbeit: Nach deiner Ausbildung entwickelst du Marketingkampagnen, schreibst Pressetexte zu Veranstaltungen, gestaltest Einladungen und kümmerst dich auch um die Presse vor Ort.
  • P wie Projektmanagement: Von Anfang bis Ende: Die Organisation einer Veranstaltung von Ideenfindung, Konzeption, Personalplanung, Betreuung der Umsetzung bis hin zur Nachbereitung liegen in deiner Hand.
  • W wie Wirtschaftspsychologie: Die Gesetze des Marktes: Du analysierst Zielgruppen für dein Produkt sowie relevante Werbeformen und erstellst daraus strategische Vermarktungsideen.

Alternativ zur Ausbildung zum Eventmanager bzw. zur zum Eventmanagerin kannst du auch ein Duales Studium im Bereich Eventmanagement aufnehmen.

Eventmanagement: Voraussetzungen für die Ausbildung

Hier zeigen wir dir, welche Schulfächer und Stärken besonders wichtig für die Ausbildung sind und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Schulfächer

  • Wirtschaft
  • Englisch
  • Mathe

Stärken

  • Sorgfalt & Genauigkeit
  • Eigeninitiative & Entscheidungsfreude
  • Selbstorganisation

Arbeitsbedingungen

  • Umfeld: Messen, Konzerte, Großveranstaltungen
  • Sonn- und Feiertagsarbeit
  • Viel Kontakt mit Menschen

Bei der Ausbildung zur Eventmanagerin bzw. zum Eventmanager legen die jeweiligen Träger bzw. Anbieter der Ausbildung eigene Zugangsvoraussetzungen fest. Einige Berufsfachschulen fordern das Abitur oder Fachabi, während andere auch Bewerber mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Schulabschluss einstellen. Teilweise wird dann zusätzlich eine abgeschlossene Berufsausbildung vorausgesetzt. Oft sind auch gute Fremdsprachenkenntnisse und Fachwissen im Bereich Musik und Medien gewünscht. Genauere Infos findest du bei den jeweiligen Berufsfachschulen. 

Mit guten Noten in Wirtschaft kannst du in dieser Ausbildung auf jeden Fall punkten. Auch gute Mathe- und Englischkenntnisse können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du ein großes Interesse und Neugierde für die Ausbildung zum Eventmanager mitbringst. Weitere Stärken, die man für die Organisation von Veranstaltungen haben sollte, sind Eigeninitiative und Entscheidungsfreude sowie eine genaue, sorgfältige Arbeitsweise.

Die Arbeitsumfelder für einen Eventmanager sind in der Regel Messen, Konzerte oder andere Großveranstaltungen. Aber auch das Büro ist ein wichtiger Arbeitsplatz, z.B. um Angebote einzuholen oder Verträge zu verhandeln. Mehrtägige oder auch mal mehrwöchige Dienstreisen können auf dich zukommen, zum Beispiel bei der Organisation von Roadshows oder internationalen Messen.

Aber Eventmanager ist nicht gleich Eventmanager. Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welcher Berufsfachschule und in welchem Bereich du tätig bist. Bei einem Messe- und Kongressveranstalter bist du viel unterwegs – ob bei Kunden, Zulieferern oder am Veranstaltungsort. In einer Werbeagentur wirst du vor allem mit der Planung und Konzeption von Veranstaltungen im Büro beschäftigt sein oder neue Kunden akquirieren und beraten. Daher solltest du dir genau überlegen, welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passt.

Wie viel verdient man als Eventmanager in der Ausbildung?

In der Ausbildung zum Eventmanager bzw. zur Eventmanagerin erhältst du in der Regel keine Ausbildungsvergütung, bei einigen Fachschulen ist die Ausbildung sogar kostenpflichtig. Hier erfährst du alles über Gehalt, Vergütung und Finanzierung der Eventmanagement-Ausbildung. 

Blick hinter die Kulissen: Erfahrungsberichte von Azubis

Passt die Ausbildung zum Eventmanager / zur Eventmanagerin zu mir?

Eventmanager bzw. Eventmanagerin ist der richtige Beruf für dich, wenn 

  • du flexibel bist
  • du durchsetzungsfähig bist
  • du vielseitige Aufgaben magst
  • dir kaufmännische Tätigkeiten liegen

Der Beruf Eventmanager passt nicht zu dir, wenn

  • du dir regelmäßig Arbeitszeiten wünschst
  • du nicht gerne organisierst
  • du nicht gerne im Team arbeitest
  • du keinen Spaß an Marketing und Werbung hast

Alles im grünen Bereich? Dann mach den Berufswahltest und finde heraus, zu wie viel Prozent diese Ausbildung tatsächlich zu dir passt. → Jetzt Eignung testen! Du bist dir schon sicher, dass es dein Traumberuf ist? Dann findest du hier freie Ausbildungsplätze ↓

Eine Tätigkeit im kaufmännischen Bereich kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an: 

Weiterbildung & Zukunftsaussichten

Nach Abschluss deiner Ausbildung zur Eventmanagerin hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Betriebswirt für Eventmanagement. Du könntest aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel im Fach Event-Management, Kultur- oder Kommunikationsmanagement. Bei Weiterbildungen unterscheiden wir zwischen 3 verschiedenen Wegen:

  • Anpassungsfortbildung,
  • Aufstiegsfortbildung &
  • Studium.

Weiterbildung nach der Ausbildung zum Eventmanager / zur Eventmanagerin

Bei Anpassungsfortbildungen geht es darum, dein Wissen aktuell zu halten, um Entwicklungen in den Bereichen Messe- und Veranstaltungsmanagement, Marketing, Public Relations oder Finanz- und Rechnungswesen kennenzulernen. 

Mit einer Aufstiegsfortbildung willst du Karriere machen, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Betriebswirt - Event-Management oder zum Fachwirt - Veranstaltung. Aber auch ein Studium kannst du anschließen.

Passende Studiengänge sind: 

Nachhaltigkeit & Zukunftsaussichten als Eventmanager

Veranstaltungen gibt es in allen Branchen – von der Weihnachtsfeier über eine Preisverleihung bis hin zum Rockkonzert. Kleine Events können vielleicht auch Laien organisieren, doch Eventmanager sind eben Profis in ihrem Fach. Auch Nachhaltigkeit findet immer stärker Einzug in die Szene, ist teils sogar bei Ausschreibungen vorgesehen. Es geht dabei um ökologische und soziale Verantwortung, die bei der Eventplanung übernommen werden muss. Lokale Getränkelieferanten, energieeffiziente Technik oder Emissionskompensierung: All das ist beim Nachhaltigen Eventmanagement wichtig und kann deine Veranstaltung besonders abheben.

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