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Berufe mit Musik

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Berufe mit Musik

„Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber es unmöglich ist, zu schweigen.“ (Victor Hugo, französischer Schriftsteller, 1802-1885)

Musik ist mehr als eine Aneinanderreihung von Tönen. Sie drückt Stimmungen aus, macht Thriller spannend, Komödien lustig und Dramen melancholisch. Sie verwandelt einen schlechten Tag in einen nicht mehr ganz so schlechten, macht lange Zugfahrten erträglicher und weckt Erinnerungen an Personen, Erlebnisse und Orte. Du weißt genau, welche Lieder gerade in den Charts sind? Deine Freunde fragen dich nach deinen Playlists und neuen Songs? Wie wäre es dann mit einem Musikberuf?

Bei Berufen mit Musik denkst du wahrscheinlich als erstes an Musiker, Orchester und Bands. Doch wenn du deine Leidenschaft für Musik mit einem Beruf verbinden möchtest, brauchst du kein Startenor oder David Garrett sein.

Denn: Hättest du gedacht, dass Musik auch im Handwerk, der Pädagogik und in kaufmännischen Berufen eine Rolle spielt? Wir zeigen dir, welche 5 Bereiche man unterscheidet:

Kaufmännische Berufe mit Musik

Du hast eine kaufmännische Ader und bist gleichzeitig Musikfan? Dann wäre die Ausbildung zum Kaufmännischen Assistenten für Musik eine gute Möglichkeit für dich, beide Neigungen miteinander zu verbinden. In diesem Beruf planst, organisierst und verwaltest du Konzerte und andere musikalische Events, klärst Gagen und Veranstaltungstermine ab und kalkulierst Kosten.

Musikfachhändler

Ähnliche Aufgaben hat der Event-Manager, der Großveranstaltungen, wie zum Beispiel auch Musikkonzerte oder Festivals, plant und umsetzt. Hier ist Kreativität als auch Kommunikation gefragt, denn für die Organisation sind Telefonate unumgänglich.

Als Musikfachhändler arbeitest du dagegen in Spezialgeschäften für Musikinstrumente, -zubehör und Tonträger, berätst Kunden und bist im Verkauf tätig. Dabei kennst du dich auch mit Urheberrecht und Nutzungsrechten an Musiktiteln und Noten aus.

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Handwerkliche Berufe mit Musik

Instrumentenmacher

In dir steckt ein Tüftler und Bastler? Dann könntest du über einen handwerklichen Beruf nachdenken und Instrumentenmacher werden. Je nach Präferenz kannst du dich in den verschiedenen Ausbildungsberufen auf andere Instrumente bzw. Instrumentengruppen spezialisieren: Als Geigenbauer bist du Experte für die namensgebenden Streichinstrumente. Deutschlandweit kannst du diesen Beruf leider nur an zwei Berufsschulen erlernen. Voraussetzung hierfür ist, dass du einen strengen Aufnahmetest bestehst und diverse Fertigkeiten unter Beweis stellst, unter anderem solltest du sehr konzentriert arbeiten können und natürlich Geige spielen können.

Gitarrenbauer

Als Bogenmacher spezialisierst du dich auf die Anfertigung der zugehörigen Bögen. So wirst du hier zuständig für technische Zeichnungen, Auswahl von Holz und Werkstoff und Fertigung der Bögen sein. Auch für diesen Beruf solltest du sehr sorgfältig und geschicklich arbeiten können und zudem ein sehr feines Gehör haben.

Wenn du dich eher für eine andere Instrumentengruppe interessierst, kannst du auch Handzuginstrumentenmacher werden. Hier stellst du handgezogene Musikinstrumente, wie etwa Akkordeons und Mundharmonikas nicht nur her sondern reparierst sie auch. Andere Möglichkeiten sind Holzblasinstrumentenmacher, Klavier- und Cembalobauer, Metallblasinstrumentenmacher, Orgel- und Harmoniumbauer oder Zupfinstrumentenmacher werden.

Berufe im Bereich der Musikproduktion

Musikproduzent

Dich interessiert, wie die neuen Hits in der Musikbranche entstehen und wie es geht, dass manchen Künstlern ein Nummer-1-Hit nacheinander gelingt? Dann ist der Beruf des Musikproduzenten genau dein Ding! Als Musikproduzent kümmerst du dich um die Tontechnik. Wichtig ist, dass dein Musik-Equipment zu deinem Talent und deinen Bedürfnissen passt. Du bist zuständig für die Suche und Entwicklung von Talenten, aber auch für die Vermittlung zwischen Plattenlabel und Interpreten. Kommerzielle Aufgaben für Künstler und Werk liegen ganz in deiner Hand. Beachte jedoch, dass du hierfür ein Studium von sieben Semestern an einer Hochschule oder Universität oder eine Ausbildung von 12 Monaten an einem privaten Institut absolvieren musst. Die Ausbildungsmöglichkeiten sind hier jedoch sehr vielfältig. Verschiedene Bereiche sind zum Beispiel Sounddesign, Musikkomposition oder Software- und Game-Industrie.

Als Komponist dagegen arrangierst du bestehende Musikstücke für bestimmte Zwecke und Veranstaltungen oder komponierst deine eigenen Musikstücke. Du bist aber auch für Werbe-Jingels und die digitale Bearbeitung von Musikstücken am Computer zuständig. Wichtig ist hier einerseits deine musikalische Begabung, aber auch Phantasie und Einfühlungsvermögen. Erlernen kannst du diesen Beruf durch ein Studium an Musik- oder Kunsthochschulen oder an Konservatorien. Später kannst du selbstständig oder als freier Mitarbeiter bei Fernsehsendern, Werbeagenturen oder Schauspielhäusern arbeiten.

Aber auch als Regisseur kannst du in der Musikproduktion Karriere machen. Du leitest die Realisierung von Film-, Video und Fernsehproduktionen jeglicher Art. Auch die Inszenierung von Werken oder die Regie bei Film- und Fernsehproduktionen fällt in deinen Aufgabenbereich. Um diesen Job zu erlernen, hast du einerseits die Möglichkeit, eine 4-jährige Ausbildung oder ein Hochschulstudium zu absolvieren. Nach deiner abgeschlossenen Ausbildung kannst du bei Film- und Fernsehproduktionsgesell­schaften, Hörfunk- und Fernsehanstalten oder auch bei Theatern beschäftigt werden.

Kreative Berufe mit Musik

Bühnentänzer

Auch in vielen kreativen Berufen ist Musik ein wichtiger Bestandteil. Wenn du gerne im Rampenlicht stehst, könnte eine Ausbildung zum Bühnentänzer das richtige für dich sein. Für Ballett-, Musical- und Opernaufführungen bist du als Solotänzer oder mit einem ganzen Tanzensemble auf der Bühne. Damit deine Tanzeinlagen perfekt sitzen, sind intensive Proben mit dem Choreographen an der Tagesordnung.

Der kreative Umgang mit Musik ist aber auch in vielen Medienberufen gefragt, so auch beim Mediengestalter für Bild und Ton. In diesem kreativen Beruf erstellst und bearbeitest du Bild- und Tonaufnahmen für Werbespots, Fernsehsendungen, Hörspiele und Filme. Mit dem gekonnten Einsatz von Musik erhalten diese erst den richtigen Feinschliff.

DJ

Als DJ weißt du genau, wie du Menschen mitreißt und für die richtige Stimmung auf jeder Party sorgst. Ein Disc Jockey (DJ) wählt im Club, aber auch auf anderen Veranstaltungen wie Festivals, Hochzeiten, Firmenfeiern oder Geburtstagspartys die Musik aus. Er erstellt zum Anlass passende Playlists und sorgt für reibungslose Übergängen zwischen den Songs. Als DJ bist du in der Regel selbstständig, das heißt, du kannst frei darüber entscheiden, welche Aufträge du annimmst und wann, wo und wie du arbeitest. Du musst aber auch sehr viel Selbstdisziplin mitbringen und professionell auf deine Arbeit aufmerksam machen können. Es gibt außerdem keine Ausbildung zum DJ. Eine Möglichkeit sind aber DJ-Schulen, die Kurse anbieten, in denen du die Grundlagen des Auflegens lernen kannst.

Pädagogische Berufe mit Musik

Sprecher

Wer schon immer Lehrer werden wollte und Spaß daran hat, anderen etwas beizubringen, kann dies ebenfalls mit seiner Leidenschaft für die Musik verbinden. Als Atem-, Sprech- und Stimmlehrer behandelst du nicht nur Patienten mit Sprech-, Stimm- und Schluckbeschwerden, sondern trainierst auch Menschen, die beruflich viel mit ihrer Stimme arbeiten, wie zum Beispiel Sänger, Schauspieler und Moderatoren oder auch Dozenten und Lehrer. Dein Arbeitsumfeld ist hier sehr vielfältig. Du kannst Chöre betreuen, Rundfunk- und Fernsehanstalten aber auch Synchronsprecher beim Ausbau der rhetorischen Fertigkeiten und Ausdruckskraft der Stimme unterstützen. Und der Logopäde ist der Spezialist für die korrekte Aussprache.

Musiklehrer

Als Fachlehrer für musisch-technische Fächer unterrichtest du Schüler, je nach gewähltem Schwerpunkt, in künstlerischen und technischen Fächern wie Musik, Kunst, (technisches) Zeichnen, Technik, Wirtschaft und Werken. Als Musiklehrer bist du für den Gesamtunterricht von Klassen, aber auch den Einzelunterricht bestimmter Instrumente ausgebildet.

Tanzlehrer

Und als Lehrer für Tanz und tänzerische Gymnastik bzw. Tanzlehrer unterrichtest du Laien und Profitänzer in den verschiedensten Tanzstilen. Dazu führst du selbst Schrittabfolgen sowie Figuren und Choreografien vor und hilfst anschließend den Teilnehmern bei der Ausführung. Du wirst in verschiedenen Bereichen ausgebildet: Freier Tanz, Klassischer Tanz, Jazztanz, Tänzerische Folklore und Gemeinschaftstänze sowie Improvisation und Gestaltung etc. Nach deiner abgeschlossenen Tanzausbildung kannst du sowohl in Tanzschulen, Gymnastik- und Tanzvereinen als auch in eigenen Tanz- und Fitnessstudios arbeiten.

Weitere Infos

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