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Schauspieler – Ausbildung & Beruf

Matthias Schweighöfer, Nora Tschirner, Elyas M'Barek und Tom Beck haben es geschafft! Träumst auch du davon, in einem Kinofilm mitzuspielen oder die Theater-Bühne zu erobern?

Was macht ein Schauspieler?

Als Schauspieler benutzt du deinen ganzen Körper, deine Stimme und Körpersprache, um verschie­dens­te Charaktere zu verkörpern. Im Selbststudium eignest du dir den Text an und machst dich mit der Rolle vertraut. In diversen Proben zusammen mit dem Regisseur und dem Ensemble feilst du an deiner Darstellung. Ein Bühnenstück am Theater wird ausgehend von einzelnen Szenen ent­wickelt. Bei Film und Fernsehen wird meist nicht chro­no­logisch und jede Szene mehrfach ge­dreht.

Häufig ar­beiten Schauspieler auch als Synchron­sprecher oder als Sprecher für Hörspiele und Doku­men­­­tationen. Eine Lehrtätigkeit an der Schauspielschule oder die Theater­pä­da­gogik sind weitere Ein­satz­gebiete.

Mehr Informationen zu Inhalten und Ablauf der Schauspielausbildung findest du in den Aus­bildungs- und Prüfungs­verord­nun­gen der Bun­des­länder bzw. in den internen Richtlinien der priva­ten Schulen. Das AZUBIYO-Ausbildungslexikon zeigt dir, welche Themen und Inhalte dich u.a. er­war­ten.

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Das lernst du in der Schauspielausbildung:

  • I wie Improvisation: Sie ist ein wichtiger Teil der schauspielerischen Grundausbildung. Es geht darum, spontan und aus dem Stegreif zu agieren.
  • R wie Rollenstudium: In diesem Fach lernst du, wie eine Szene unter Berücksichtigung dramaturgischer und emotionaler Faktoren entwickelt wird. Dabei werden der Charakter, die Stimme und Sprache deiner Rolle im Detail herausgearbeitet.
  • S wie Stimmbildung: Die Stimme ist ein wichtiges Instrument für den Schauspieler. Wie man sie pflegt, trainiert und effektiv nutzt, lernst du in diesem Ausbildungsfach.

Schauspielausbildung: Vergütung & Steckbrief

Bei der Schauspielausbildung handelt es sich um eine schulische Ausbildung, die an einer Berufsfachschule oder an einer privaten Schauspielschule absolviert wird. Sie dauert in der Regel 3 Jahre. Du legst deine Prüfungen vor einem staatlichen Prüfungsausschuss ab. Das ist die für dich zuständige Stelle.

Art der Ausbildung

schulische Ausbildung

Dauer der Ausbildung

3 Jahre

Ausbildungsvergütung

keine Ausbildungsvergütung

Da es sich um eine schulische Ausbildung handelt, erhältst du in der Regel keine Ausbildungsvergütung. Bei vielen Schulen handelt es sich um eine kostenpflichtige Ausbildung, d.h. du zahlst eine Gebühr (z.B. Prüfungsgebühr, Aufnahmegebühr) oder sogar regelmäßiges Schulgeld.

Schauspieler: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, welche persönlichen Stärken und Schul­fächer dir bei der Schauspielausbildung nützlich sind und welche Arbeits­bedingungen dich erwarten:

Hilfreich sind gute Noten in:

Musik
Deutsch
Englisch

3 wichtige Stärken:

Gestalterische Fähigkeiten
Sorgfalt & Genauigkeit
Selbstorganisation

Für die Schauspielausbildung wird in der Regel ein mittlerer Schulabschluss vorausgesetzt. Die Berufsfachschulen und privaten Schauspielschulen geben jedoch zusätzlich eigene Auswahlkriterien heraus.

Musik und Tanz gehören zum Schauspielen. Eine gute Note in Musik macht deshalb Eindruck. Auch über Sprachgefühl, eine deutliche Aussprache und Grammatik solltest du verfügen, worauf deine gute Note in Deutsch hinweist. Gute Englisch-Kenntnisse sind für die Kommunikation mit fremdsprachigen Kollegen und Regisseuren notwendig.

Durch deine Mimik, Ausdrucks­weise und Bewegungen stellst du einen Charakter authentisch dar. Da­für sind ausgeprägte gestalte­ri­sche Fähigkeiten nötig. Besondere Sorgfalt & Genauigkeit ist z.B. beim Einstudieren deiner Texte gefragt. Eine weitere wichtige Stärke ist die Selbst­organisation, sodass du dich eigenständig auf Rollen vorbereiten kannst.

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: In der Natur / Im Freien
Sonn- und Feiertagsarbeit
Mehrwöchige Dienstreisen

Das typische Arbeitsumfeld eines Schauspielers gibt es nicht. Am Theater finden Leseproben in Besprechungsräumen statt, andere Proben auf der Bühne. Bei Film und Fernsehen drehst du häufig in Studios, aber auch im Freien. Für Spre­chertätigkeiten begibst du dich ins Aufnahmestudio und Unterricht gibst du in den Räumen der jeweiligen Schule. 

Gleiches gilt für die Arbeitszeiten. Am Theater wird meist unter der Woche tagsüber geprobt. An den Wochenenden und abends finden die Vorführungen statt. Für Film- und Fernsehproduktionen wird prin­zipiell zu jeder Tages- und Nachtzeit unabhängig von Wochentagen gedreht. Mit Sonn- und Feier­tags­arbeit musst du als Schau­­spie­ler rechnen. Auch längere Aufenthalte weg von zu Hause sind keine Aus­­nahme.

Zu den besonderen Arbeitsbedingungen gehört in diesem Job die körperliche, aber auch mögliche psychische Belas­tung bei der Darstellung schwieriger Charaktere und emotional belastender Situ­a­tio­nen. Hier musst du die Balance zwischen der Identifizierung mit und einer inneren Distanz zu dei­ner Rolle finden. Mit Kritik solltest du gut umgehen können. Durch­halte­ver­mögen brauchst du, um dich gegen die starke Konkurrenz in der Branche durch­zu­set­zen. Deine Selbstvermarktung nimmt viel Zeit und Energie in Anspruch.

So läuft die Schauspielausbildung ab

An Berufs­fach­schulen oder privaten Schauspielschulen kannst du dich als Schauspieler ausbil­den lassen. Aufbau, Ablauf und Lehrpläne können sich dabei stark un­ter­schei­den, abhängig von Bundesland und Fachschule. Eine fundierte Ausbildung beinhaltet in der Regel Unterricht in den Bereichen Atem, Stimme und Spre­chen, Körper und Bewegung sowie Spiel und Darstellung. Daneben stehen auch Fächer wie  Theater- und Literaturgeschichte, Dramaturgie oder Drehbuchanalyse auf dem Stundenplan.

Am Ende deiner Schauspielausbildung legst du eine Abschlussprüfung ab. Sie unterscheidet sich ebenfalls je nach Bundesland und Schule, besteht aber meist aus einem theoretischen und einem praktischen Teil, in dem du ein­studierte Rollen und Szenen vorführst. An manchen Schulen gehören die Aufführung eines Theater­stücks oder sogar ein Vorspre­chen zur Ab­schluss­prüfung. Bestehst du sie, erhältst du die Büh­nen­­reife.

Du möchtest deine schauspielerischen Fähigkeiten noch weiter ausbauen und deine Kenntnisse ver­tiefen? Mit der (Fach-)Hochschulreife hast du die Möglichkeit ein Schauspielstudium an einer staatlichen oder privaten Hoch­schule zu beginnen.

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Bildnachweis: „Mann mit Filmklappe" © nicoletaionescu / Fotolia