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Modedesigner – Ausbildung & Beruf

Schnittmuster entwerfen, nähen, anpassen, verändern, neu entwerfen... Auch in dir steckt ein Karl Lagerfeld oder eine Donna Karan? Dann nichts wie ran an eine Ausbildung zum Modedesigner!

Was macht ein Modedesigner?

Modedesigner planen und gestalten Modelinien und Kollektionen. Sie entwerfen sowohl für Damen- und Herrenmode als auch für Kinder- oder Freizeitbekleidung Modelle. Dabei begleiten sie den gesamten Prozess von der ersten Entwurfszeichnung über diverse Modellschnitte bis hin zum produktionsreifen Schnitt.

Das nötige Handwerkszeug für diesen Beruf lernst du in deiner Ausbildung. Dir wird beigebracht, wie man eine detaillierte Skizze anfertigt, wie man eine Schnittschablone erstellt und welche Fertigungstechniken es gibt. Außerdem erfährst du einiges über die Farbenlehre und wie man mit Computer-Design-Software arbeitet. Da für die Entwürfe aktuelle Modetrends berücksichtigt werden müssen, ist es zudem wichtig, dass du lernst, wie man aktuelle Markttrends erfasst und umsetzt.

Ausgelernte Modedesignerinnen arbeiten überwiegend in Modeateliers, Kostümabteilungen von Film- und Fernsehanstalten oder im Kostümentwurf an Theatern. Manche sind allerdings auch bei Herausgebern von Modezeitschriften und Modemagazinen beschäftigt.

Art der Ausbildung

schulisch (Berufsfachschule und Praktikumsbetrieb)

Dauer der Ausbildung

2-3 Jahre, Verkürzung möglich

Zuständige Stelle

Prüfungen legst du vor einem staatlichen Prüfungsausschuss oder dem Lehrgangsträger ab.

So läuft die Ausbildung ab

Du wolltest schon immer Modedesigner werden? Die Ausbildung zum Modedesigner ist eine schulische Ausbildung, d.h. sie findet an Berufsfachschulen und Berufskollegs statt. An der Berufsfachschule erfolgt der theoretische und praktische Unterricht. In sogenannten Betriebspraktika z.B. in Modeateliers wird dein theoretisches Wissen umgesetzt und angewandt.

Am Ende deiner Ausbildung erfolgt die Abschlussprüfung, die aus einem schriftlichen, einem praktischen und einem mündlichen Teil bestehen kann. Nach bestandener Prüfung bist du staatlich geprüfter Modedesigner. Je nach Bundesland sind auch andere Abschlussbezeichnungen möglich.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in den Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen der einzelnen Bundesländer. 

Das lernst du in der Ausbildung zum Modedesigner: 

  • G wie Gradieren: Damit Kleidungsstücke in jeder Größe exakt passen und der Kunde sich darin wohlfühlt, lernst du in deiner Ausbildung, wie man Erstschnitte z.B. eines T-Shirts für verschiedene Konfektionsgrößen vergrößert und verkleinert: Das Gradieren.
  • K wie Konfektion: Heutzutage werden Kleidungsstücke größtenteils in Serienproduktion gefertigt, oder anders gesagt „in Konfektion“. Damit die Qualität nicht zu kurz kommt, achtest du als Designer darauf, dass die Stoffqualität und die Schnitte stimmen.
  • M wie Musterschnitt: Bevor ein von dir entworfenes Kleidungsstück in Produktion geht, erstellst du zuerst einen Entwurf und anschließend einen Prototypen. Wenn vom Stoff bis hin zur Verarbeitung alles geplant wurde, wird das fertige Mustermodell anprobiert und dein Entwurf geht in Produktion.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Techniker für Bekleidungstechnik oder zum Fachwirt für Bekleidung. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Modedesign oder Textil- und Bekleidungstechnik.

Modedesigner: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Hilfreich sind gute Noten in:

Kunst
Mathe
Deutsch

3 wichtige Stärken:

Gestalterische Fähigkeiten
Handwerklich-technisches Geschick
Neugierde und Lernbereitschaft

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Atelier, Künstlerwerkstatt
Flexible Zeiten
Gelegentliche Dienstreisen

Schulische Voraussetzung für die Ausbildung zum Modedesigner ist in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss.

Mit guten Noten in Kunst hast du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle, da du in der Ausbildung und später im Beruf gute zeichnerische Kenntnisse benötigst. Außerdem kannst du mit guten Leistungen in Mathe und Deutsch auf alle Fälle punkten, da du z.B. Schnittmuster und Stoffmengen berechnen musst. Aber auch wenn du in diesen Fächern nicht die besten Voraussetzungen mitbringst, kannst du dich natürlich trotzdem auf einen Ausbildungsplatz bewerben. Eine wichtige Stärke bei diesem Beruf ist, dass du über gestalterische Fähigkeiten verfügst, z.B. beim Entwerfen und Gestalten von Kollektionen. Weiterhin solltest du Neugierde und Lernbereitschaft sowie ein handwerklich-technisches Geschick für die Ausbildung mitbringen.

Als Modedesigner ist dein Arbeitsumfeld meist ein Atelier. In der Regel hast du flexible Zeiten und Dienstreisen fallen nur gelegentlich an.

Dein Arbeitsumfeld und deine Tätigkeiten können unterschiedlich aussehen, je nachdem wo du gerade eingesetzt bist. Bei der Arbeit bist du auch ab und zu in Werkstätten unterwegs und daher auch mal auf Dienstreisen. In Ateliers hast du zudem auch Kundenkontakt, da du Aufträge mit den Kunden besprichst. Daher solltest du dir genau überlegen, welches spätere Arbeitsumfeld am besten zu dir passt.

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Bildnachweis: „Arbeitsplatz Modedesigner" © StockRocket / Fotolia