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Grafikdesigner – Ausbildung & Beruf

Ein gutes Design zeichnet sich dadurch aus, dass es unverwechselbar ist, einfach aber dennoch pfiffig ist und die Funktion des Produkts bzw den Markenkern unterstreicht. „Das Design sollte das Produkt sozusagen zum Sprechen bringen." – Dieter Rams (Industriedesigner) 

Was macht ein Grafikdesigner?

Das Berufsbild Grafikdesigner ist sehr vielseitig. Du entwirfst in diesem Beruf unterschiedliche grafische Kommunikationsmittel wie Firmenlogos, Flyer, Anzeigen oder Internetauftritte.

Vor Beginn eines Projekts klären Grafikdesigner mit den Auftraggebern die Rahmenbedingungen. Welche Zielgruppe soll angesprochen werden? Wie viel Geld möchte der Kunde investieren? Sind alle grundlegenden Punkte geklärt, können die Grafikdesigner beginnen ein Konzept zu entwickeln, wobei auch technische und redaktionelle Vorgaben berücksichtigt werden müssen. Nun wird ein Prototyp fertiggestellt und dem Kunden vorgelegt.

Erst wenn der Auftraggeber diesen absegnet, beginnen die Grafikdesigner mit ihrer genauen und intensiven Arbeit. Jetzt können Bilder, Grafiken und Texte gestaltet und anschließend digitalisiert werden. Sind die Grafiken fertig entwickelt, werden sie beim Kunden in der Vertriebs- oder Marketingabteilung präsentiert. Hier kann der Kunde noch letzte Verbesserungsvorschläge und Wünsche äußern. Die Grafikdesigner übernehmen die Anregungen und gelangen so zu ihrem fertigen Produkt, welches sie nun beispielsweise zur Druckerei schicken können oder in digitaler Form an den Kunden überreichen.

Art der Ausbildung

schulisch (Berufsfachschule und Betriebspraktika)

Dauer der Ausbildung

2 - 3 Jahre

Zuständige Stelle

jeweilige Berufsfachschule oder Berufskolleg

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Grafikdesigner? Deine Ausbildung zum Grafikdesigner findet an einer Berufsfachschule statt und wird durch Praktika, z.B. in Werbe- und Medienagenturen oder anderen Büros, ergänzt. In der Fachschule erlernst du das theoretische Hintergrundwissen, in den Praxisphasen wendest du das erlernte Wissen direkt bei der Gestaltung an. Achtung: In dieser Ausbildung erhältst du in der Regel keine Ausbildungsvergütung, bei einigen Fachschulen ist die Ausbildung sogar kostenpflichtig. Hier erfährst du alles über Gehalt in der Ausbildung und Finanzierung der Grafikdesigner-Ausbildung.

Am Ende deiner Ausbildung wartet eine Abschlussprüfung auf dich, die je nach Bundesland anders aufgebaut ist. In der Regel musst du eine schriftliche, eine mündliche und eine praktische Prüfung ablegen. Nach Bestehen bist du Grafikdesigner bzw. Grafikdesignerin.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in den Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen der einzelnen Bundesländer.

Das lernst du in der Ausbildung zum Grafikdesigner:

  • F wie Fotodesign: Auge fürs Detail gefragt: Als Grafikdesigner weißt du, was du bei einer Bildaufnahme beachten musst, wie Belichtungstechnik und Farbfotografie funktioniert und wie Bilder bearbeitet werden.
  • T wie Typografie: Die Kunst der Gestaltung: In der Ausbildung lernst du, wie du Broschüren, Webseiten, Werbeplakate und Verpackungen durch die richtige Kombination von Schrift, Bildern und anderen Grafikelementen gekonnt in Szene setzt.
  • W wie Werbelehre und Werbetext: Wie Werbetexte entwickelt und auf ihre Wirksamkeit analysiert werden und welche Auswirkungen die Kombination von Bild und Text hat, lernst du in der Ausbildung zum Grafikdesigner.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Medienfachwirt Digital oder Medienfachwirt Print. Du könntest aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Mediendesign, -kunst oder Kommunikationsdesign.

Grafikdesigner: Voraussetzungen für die Ausbildung

Die Ausbildung zum Grafikdesigner kannst du nicht mit jedem Schulabschluss machen. Du brauchst mindestens einen mittleren Abschluss. Außerdem musst du eine Mappe mit Arbeitsproben, also selbstständig erstellten Grafikarbeiten einreichen. Da jede Berufsfachschule eigene Zulassungsvoraussetzungen festlegt, kann es sein, dass du eine Aufnahmeprüfung ablegen musst.

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Hilfreich sind gute Noten in:

Kunst
Informatik
Deutsch

3 wichtige Stärken:

Gestalterische Fähigkeiten
Eigeninitiative und Entscheidungsfreude
Sorgfalt & Genauigkeit

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Büro
flexible Zeiten, Gleitzeit
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Mit guten Noten in Kunst hast du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle zum Grafikdesigner. Da du in diesem Beruf überwiegend mit Grafikprogrammen am PC arbeitest, begrüßen viele Ausbildungsbetriebe Informatikkenntnisse. Und mit einem guten Schnitt in Deutsch kannst du hier ebenfalls punkten. Wenn du in diesen Fächern nicht ganz so gut abschneidest, solltest du es trotzdem mit einer Bewerbung versuchen, vor allem, wenn du die passenden Stärken mitbringst. Angehende Grafikdesigner sollten kreativ sein und gestalterische Fähigkeiten haben sowie über eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise verfügen. Daneben solltest du Eigeninitiative und Entscheidungsfreude aufzeigen, also eigenständig arbeiten und deine Aufgaben zielstrebig umsetzen.

Als Grafikdesigner ist deine Arbeitsumgebung typischerweise das Büro, z.B. in Werbe- und Medienagenturen oder Verlagen. Typisch in diesem Beruf sind außerdem flexible Arbeitszeiten, Dienstreisen kommen nur in Ausnahmefällen vor.

Aber Grafikdesigner ist nicht gleich Grafikdesigner. Dein Arbeitsumfeld kann auch anders aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du angestellt bist. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

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Bildnachweis: „Grafikdesigner arbeitet mit Tablet" © otnaydur / Shutterstock.com