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Mediendesigner / Mediendesignerin
Ausbildung & Beruf

Ausbildung Mediendesigner

Heute steht die Abgabe deines Projekts an den Kunden an. An diesem Projekt hast du als Mediendesigner die letzten Wochen fleißig gearbeitet. Deine gesamte Kreativität und Fähigkeiten stecken in diesem Projekt und du bist wirklich stolz auf das Ergebnis. Das Gespräch mit dem Kunden kannst du kaum erwarten, doch heute schickst du dein Ergebnis lediglich zu. In den nächsten Tagen steht das Treffen an, in dem der Kunde dir sein Feedback gibt. Trotz der Aufregung widmest du dich voller Elan dem nächsten Projekt, in das du wieder deine kreativen Ideen steckst.

Berufsbild Mediendesigner / Mediendesignerin

Was macht ein Mediendesigner (m/w/d)?

Als Mediendesigner bzw. Mediendesignerin gestaltest und bearbeitest du mediale Produkte für Print, TV oder Internet. Dafür beschäftigst du dich mit den verschiedenen Elementen, wie Text, Bild, Grafik, Ton und Bewegtbild. Du konzipierst beispielsweise Storyboards für einen neuen Werbespot. Dabei berücksichtigst du die einzelnen Formate, da der Werbespot im Fernsehen andere Anforderungen erfüllt als der Werbespot für die sozialen Medien. Außerdem entwirfst du interessante und passende Anzeigen für Zeitungen, Magazine und Kataloge. In diesem Beruf kümmerst du dich nicht selten um einen Internetauftritt eines Unternehmens. Das heißt, dass du dich beispielsweise um die Gestaltung einer Homepage kümmerst und das neue Konzept eigenständig umsetzt.

Für deinen Job benötigst du immer die neuesten Markt- und Trendinformationen. Nur so stellst du sicher, dass du mit deiner Arbeit die Zielgruppe erreichst und für deinen Auftraggeber das beste Ergebnis ermöglichst. Bei deiner Arbeit beachtest du stets die Vorgaben für die Werbe-Botschaften, sodass diese auch beim Verbraucher ankommen und ihre Wirkung nicht verfehlen.

Wie sieht der Berufsalltag als Mediendesigner aus?

Dein Berufsalltag als Mediendesigner bzw. Mediendesignerin ist kreativ und abwechslungsreich. Für deine Arbeit sitzt du viel am Computer und setzt die Wünsche der Kunden mit verschiedenen Programmen um. Erhältst du beispielsweise einen neuen Auftrag, besprichst du gemeinsam mit dem Kunden die Wünsche und Bedingungen. Im Anschluss erstellst du einen groben Entwurf, den du wieder mit dem Kunden besprichst. Alles passt? Dann konkretisierst du deinen groben Entwurf und fertigst Skizzen, Grafiken und andere Elemente für den Auftrag an. Zu einem vorher geplanten Zeitpunkt präsentierst du deine Arbeit und hoffst auf die Abnahme durch den Kunden. Natürlich passt du eventuelle Änderungswünsche an, sodass der Kunde zufrieden ist.

Durch die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Kunden erwartet dich ein abwechslungsreicher Arbeitsalltag. Deine Kreativität kannst du in den zahlreichen Projekten ausleben und nicht selten siehst du deine Arbeit in der Zeitung oder im Internet. Aufgrund der Arbeit und der Abgabefristen befindest du dich häufig unter Zeitdruck. Diesen Zeitdruck darfst du dir natürlich nicht anmerken lassen, schon gar nicht in deinen medialen Produkten.

Wo arbeitet man als Mediendesigner?

Mit deiner Ausbildung als Mediendesigner bzw. Mediendesignerin arbeitest du in Werbe-, Grafik- oder Mediaagenturen, in Verlagen, beim Fernsehen, in IT-Unternehmen oder Werbeabteilungen größerer Firmen.

Ausbildung zum Mediendesigner / zur Mediendesignerin

Wie läuft die Ausbildung zum Mediendesigner ab?

Deine Ausbildung zum Mediendesigner bzw. zur Mediendesignerin findet an einer Berufsfachschule statt und wird durch Betriebspraktika in Betrieben, zum Beispiel bei Softwarefirmen, Werbeagenturen oder Verlagen, ergänzt. In der Fachschule erlernst du das theoretische Hintergrundwissen, in den Praktikumsbetrieben wendest du das erlernte Wissen an.

Am Ende deiner Ausbildung wartet eine Abschlussprüfung auf dich, die sich aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil zusammensetzt. Nach Bestehen bist du staatlich anerkannter Mediendesigner bzw. staatlich anerkannte Mediendesignerin.

Art der Ausbildung

schulisch (Berufsfachschule und Betriebspraktikum)

Dauer der Ausbildung

2-3 Jahre

Zuständige Stelle

jeweilige Berufsfachschule oder Berufskolleg

Was lernt man in der Ausbildung als Mediendesigner?

Die Mediendesigner Ausbildung ist eine schulische Ausbildung, in der du eine Kombination aus theoretischem Unterricht und praktischen Einheiten erhältst. Die genauen Inhalte variieren je nach Bildungsanbieter. Generell lernst du im Unterricht den Umgang mit den Grafikprogrammen oder wie du Fotos für unterschiedliche Anforderungen erstellst.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon:

  • A wie Animation: Neben Texten, Bildern und Grafiken erstellt der Mediendesigner auch bewegte Bilder, also Animationen, zum Beispiel für Werbevideos. In der Ausbildung lernst du daher, wie du gekonnt mit Kamera und Schnittprogrammen umgehst.
  • F wie Fotografie: Fotos sind das A und O deiner Arbeit als Mediendesigner. Sie transportieren Botschaften, wecken Aufmerksamkeit und erzeugen Stimmungen. Als Mediendesigner weißt du, wie du Fotos machst, bearbeitest und gezielt einsetzt.
  • P wie Programmieren: Nicht nur deine Kreativität ist bei diesem Beruf gefragt, sondern auch dein technisches Geschick, z. B. in der Webproduktion. CSS, HTML und Weblayout-Programme sind deine Werkzeuge, mit denen du beispielsweise Webseiten programmierst.

Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der jeweiligen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Designer – Medien.

Mediendesigner: Voraussetzungen für die Ausbildung

Hier zeigen wir dir, mit welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle als Mediendesignerin hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind.

Schulfächer

  • Kunst
  • Englisch
  • Informatik

Stärken

  • Gestalterische Fähigkeiten
  • Neugierde & Lernbereitschaft
  • Selbstorganisation

Arbeitsbedingungen

  • Umfeld: Büro
  • Flexible Zeiten, Gleitzeit
  • Gelegentliche Dienstreisen

Je nach Berufsfachschule gibt es unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung zum Mediendesigner. Du brauchst mindestens den Hauptschulabschluss, teilweise auch einen mittleren Abschluss oder sogar (Fach-)Abitur. Möglicherweise musst du auch eine Mappe mit Arbeitsproben einreichen oder einen Einstellungstest durchlaufen. Genauere Infos findest du bei den jeweiligen Berufsfachschulen.

Mit guten Noten in Informatik hast du schon mal sehr gute Karten, die sich bei der Bewerbung um eine Ausbildungsstelle auszahlen können. Schließlich arbeitest du im Beruf mit verschiedensten Softwareprogrammen. Deine künstlerischen Fähigkeiten stellst du mit einer guten Note in Kunst unter Beweis. Und gute Englischkenntnisse sind bei der Arbeit mit Designprogrammen unverzichtbar. Aber gute Noten in diesen Fächern sind nicht alles. Wenn du die passenden Stärken für diesen Beruf mitbringst, hast du auch mit weniger guten Noten Chancen auf eine Ausbildungsstelle. Du solltest bereit sein, dein Wissen ständig zu erweitern und Neues zu lernen. Auch solltest du in diesem gestalterischen Beruf über Kreativität und gestalterische Fähigkeiten verfügen, zum Beispiel bei der Erstellung von Grafiken oder Logos, Bild- und Tonmaterial. Daneben sind gute Selbstorganisation und eine eigenverantwortliche Arbeitsweise von Vorteil.

Mediendesigner ist ein kreativer Beruf, daher arbeitest du in den meisten Fällen in Büros, also zum Beispiel in Werbe- und Medienagenturen. Da du vorwiegend mit deinen Kunden zusammenarbeitest, kann es schon mal vorkommen, dass du dich mit Kunden triffst, um dich mit ihnen zu besprechen. In der Regel hast du flexible Zeiten.

Dein Tätigkeitsumfeld kann aber auch anders aussehen, je nachdem in welcher Branche und bei welchem Unternehmen du tätig bist. In einem Verlag hast beispielsweise mit Zeitschriften, Zeitungen und Büchern zu tun hast, bei der Arbeit in der Filmwirtschaft stehen audiovisuelle Medienprodukte auf der Tagesordnung. Im Verlag kommt Wochenendarbeit eher selten vor, bei einem Fernsehveranstalter musst du vielleicht auch mal abends oder am Wochenende arbeiten. Daher solltest du dir genau überlegen, welche Berufsfachschule und welcher spätere Arbeitgeber am besten zu dir passen.

Wie viel verdient man als Mediendesigner in der Ausbildung?

In der schulischen Ausbildung zum Mediendesigner bzw. zur Mediendesignerin erhältst du in der Regel keine Ausbildungsvergütung, bei einigen Fachschulen ist die Ausbildung sogar kostenpflichtig.

Du möchtest noch mehr erfahren? Hier geht es zur Mediendesigner Gehaltsseite.

Blick hinter die Kulissen: Erfahrungsberichte von Azubis

Passt die Ausbildung zum Mediendesigner / zur Mediendesignerin mir?

Du bist gut geeignet für den Beruf Mediendesigner bzw. Mediendesignerin, wenn

  • du dich ständig weiterentwickeln möchtest
  • du ein kreativer Kopf bist
  • du Interesse an Grafikprogrammen hast
  • du gerne am Computer arbeitest

Du bist eher weniger geeignet als Mediendesignerin, wenn

  • du keinen Kundenkontakt möchtest
  • du kein Auge für Ästhetik hast
  • du lieber alleine arbeitest
  • du nicht gut mit Stress umgehen kannst

Alles im grünen Bereich? Dann mach den Berufswahltest und finde heraus, zu wie viel Prozent diese Ausbildung tatsächlich zu dir passt. → Jetzt Eignung testen! Du bist dir schon sicher, dass es dein Traumberuf ist? Dann findest du hier freie Ausbildungsplätze ↓

Eine Tätigkeit im Bereich Design & Kunst kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an: 

Weiterbildung & Zukunftsaussichten

Wenn du deine Ausbildung erfolgreich beendet hast, gibt es für dich viele Möglichkeiten zur Weiterbildung, z. B. zum Fachwirt für Medien Digital oder Print. Wenn du die Hochschulreife hast, könntest du auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Mediendesign, Kommunikationsdesign oder Medienwissenschaft. Bei Weiterbildungen unterscheiden wir zwischen 3 verschiedenen Wegen:

  • Anpassungsfortbildung,
  • Aufstiegsfortbildung &
  • Studium.

Weiterbildung nach der Ausbildung zum Mediendesigner / zur Mediendesignerin

Bei Anpassungsfortbildungen geht es darum, dein Wissen aktuell zu halten, um Entwicklungen in den Bereichen Mediengestaltung, Videoproduktion, Webprogrammierung oder Desktop-Publishing kennenzulernen. 

Mit einer Aufstiegsfortbildung willst du Karriere machen, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Fachwirt - Medien, zum Gestalter - Werbe- und Mediengestaltung oder zum Webdesigner. Aber auch ein Studium kannst du anschließen.

Passende Studiengänge sind:

  • Mediendesign, -kunst
  • Kommunikationsdesign, visuelle Kommunikation
  • Gamedesign, Interactiondesign
  • Medienproduktion

Nachhaltigkeit & Zukunftsaussichten als Mediendesigner

In deinem Beruf als Mediendesigner bzw. Mediendesignerin kannst du durch einen ressourcenschonenden Umgang einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Beispielsweise verzichtest du auf unnötigen Einsatz von Papier, indem du deine Skizzen vorrangig am Computer erstellst. Außerdem kannst du deine Kunden beim Thema Nachhaltigkeit unterstützen, indem du auf umweltfreundliche Flyer, Prospekte und Kataloge hinweist. 

Und die Zukunftsaussichten in der Medienwelt? Mit deinem Abschluss öffnest du dir viele Bereiche in der Medienwelt. Die Nachfrage nach kreativen Köpfen besteht ununterbrochen. Für deine erfolgreiche Zukunft ist eine Anpassung an neue Technologien unerlässlich, sodass du dich stetig weiterentwickelst.

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