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Mediengestalter Bild und Ton – Ausbildung & Beruf

Dass Mickey und Homer Simpson eine Stimme haben, dass man „Die Drei ???“ in zahlreichen Kinder- und Wohnzimmern hören kann… dafür sorgen neben den Synchronsprechern auch die Mediengestalter – Bild und Ton.

Was macht ein Mediengestalter Bild und Ton?

Mediengestalter für Bild und Ton stellen Aufnahmen her, bearbeiten und prüfen sie. Auch die vorhergehende Planung der Bild- und Tonmedien und die Informationsrecherche fallen in ihren Aufgabenbereich. Konkret bedeutet das, dass sie an der Entstehung von Hörspielen, Talkshows oder Werbespots beteiligt sind.

In der Mediengestalter-Ausbildung wird dir vermittelt, wie die jeweiligen Geräte und ihre entsprechende Software genutzt werden, wie man Bild- und Tonaufnahmen ordnet und archiviert und wie eine Nachbearbeitung des Materials funktioniert.

Nach deiner Ausbildung findest du Beschäftigungsmöglichkeiten bei Funk und Fernsehen, aber auch bei Werbeagenturen oder in Film- und Tonstudios.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb), auch schulisch möglich

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

So läuft die Mediengestalter-Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann möchtest du bestimmt wissen, wie die Ausbildung zum Mediengestalter für Bild und Ton abläuft. Du befindest dich dabei in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Darin hältst du fest, welche Aufgaben und Inhalte du in deiner Ausbildung zum Mediengestalter für Bild und Ton erlernst. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig.

Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres absolvierst du eine Zwischenprüfung. Am Ende der Ausbildung wartet die Abschlussprüfung auf dich. Sie wird sowohl praktisch in Form einer Arbeitsprobe als auch schriftlich durchgeführt. Wenn du die Prüfung bestehst, darfst du dich staatlich anerkannter Mediengestalter – Bild und Ton nennen.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Mediengestalter-Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Mediengestalter – Bild und Ton.

Das lernst du in der Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton:

  • A wie Akustik: Für den perfekten Sound ist unter anderem der Mediengestalter verantwortlich, denn er steuert sozusagen den Ton, damit dieser optimal an die Aufnahme angepasst ist und störende Geräusche nicht entstehen. Wie genau du das machst, erfährst du in deiner Ausbildung.
  • O wie Optik: Damit alles gut im Blick ist, sucht der Mediengestalter den geeigneten Drehort und sorgt für das passende Licht. Das Bearbeiten hinterher zählt allerdings auch zu deinen Aufgaben, d.h. du schneidest Bildmaterial zu einem harmonischen und sendefertigen Beitrag zusammen.
  • U wie Urheberrecht: Werden Rechte bei einer Medienproduktion verletzt, kann das teuer werden. Deshalb kennst du dich als Mediengestalter für Bild und Ton bezüglich des Medien- und Lizenzrechts sowie dem Urheberrecht bestens aus und berücksichtigst dies bei deiner Arbeit.

Wenn du deine Ausbildung erfolgreich beendet hast, gibt es für dich viele Möglichkeiten zur Weiterbildung, z.B. zum Meister für Medienproduktion Bild und Ton. Wenn du die (Fach-)Hochschulreife hast, könntest du auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Mediendesign, Medienwissenschaft oder Ton- und Bildtechnik.

Mediengestalter Bild und Ton: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
80%
Mittlere Reife
17%
Hauptschulabschluss
2%
Kein Abschluss
1%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Physik
Mathe
Deutsch

3 wichtige Stärken:

Handwerklich-technisches Geschick
Gestalterische Fähigkeiten
Sorgfalt & Genauigkeit

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Atelier, Künstlerwerkstatt
Flexible Zeiten
Gelegentliche Dienstreisen

Mediengestalter für Bild und Ton kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die meisten Azubis haben das (Fach-)Abitur wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Ein kleinerer Teil startet mit Realschulabschluss in die Mediengestalter-Ausbildung. Nur wenige Azubis beginnen die Ausbildung mit Hauptschulabschluss und ohne Schulabschluss.

Gute Noten und Kenntnisse in Physik und Mathe zahlen sich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus, denn sie helfen dir später im Beruf z.B. bei der Durchführung von Licht- und Objektmessungen. Für wirtschaftliche Planungen und das Erstellen von Kalkulationen sind gute Mathe-Kenntnisse von Vorteil. Weiterhin können gute Noten in Deutsch bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zum Mediengestalter für Bild und Ton mitbringst. In diesem Beruf ist vor allem handwerklich-technisches Geschick gefragt zum Beispiel beim Zusammenschalten und Bedienen von technischen Geräten. Zudem solltest du eine sorgfältige Arbeitsweise und gestalterische Fähigkeiten haben, welche du z.B. bei der Herstellung von Bild- und Tonaufnahmen brauchst.

Mediengestalter für Bild und Ton ist ein technischer und kreativer Beruf. Das Arbeitsumfeld sind meist Medien- und Werbeagenturen oder Rundfunkveranstalter. Bei deiner Arbeit arbeitest du vorwiegend im Team zusammen und es können auch Dienstreisen anfallen z.B. bei länger dauernden Filmaufnahmen.

Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. Bei Rundfunkanstalten arbeitest du vorwiegend in Produktions- und Studioräumen. In der Regel hast du hier feste Zeiten. In Unternehmen, die für Film und Fernsehen tätig sind, kann es vorkommen, dass du des Öfteren unterwegs bist und auch im Freien arbeitest z.B. bei Film Drehs. Deshalb arbeitest du auch mal samstags oder abends. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

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Bildnachweis: „Mischpult" © Eyematrix / Fotolia

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