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Radiomoderator / Radiomoderatorin
Ausbildung & Beruf

Du hast eine angenehme Stimme und redest gern? Du möchtest interessante Leute treffen und deine Zuhörer informieren und gleichzeitig unterhalten? Wenn Radiomoderator dein absoluter Traumjob ist, findest du hier mehr über den Beruf heraus.

Berufsbild Radiomoderator / Radiomoderatorin

Was macht ein Radiomoderator (m/w/d)?

Als Radiomoderator oder Radiomoderatorin führst du die Zuhörer durch die Sendungen. Dazu gehören eine gewisse Portion Humor und eine gute Ausstrahlung, die du allein über deine Stimme transportieren musst –schließlich können die Hörer den Radiomoderator nicht sehen.

Radiomoderatoren müssen auch die Technik im Studio bedienen, wenn sie „on air“, also auf Sendung, sind. Das läuft über ein Selbstfahrerstudio mit Musik-und Telefonanlage sowie Mischpult. Und nicht zuletzt musst du auch mit dem Rest des Teams – mit den Musikredakteuren, dem Senderedakteur oder dem Chef vom Dienst –Absprachen treffen.

Auch außerhalb der Sendung bist du im Studio: Zur Arbeit eines Radiomoderators gehört nämlich mehr, als „nur“ zu erzählen. Du musst deine Sendungen auch vorbereiten, dafür recherchieren und eine Struktur überlegen. Radiomoderatoren sind nicht immer allein im Studio: mal gibt es einen anderen Moderator, auf den sie eingehen müssen, mal einen Interviewpartner. In einigen Formaten nehmen Radiomoderatoren auch Anrufe von Hörern entgegen.

Radiobeiträge schneiden Sendungsabläufe im Team besprechen Hintergrundinformationen recherchieren

Wo arbeitet ein Radiomoderator?

Als Radiomoderator oder Radiomoderatorin arbeitest du vorrangig bei Rundfunk- und Fernsehanstalten, Fernsehproduktionsgesellschaften oder auch freiberuflich.

Tätig bist du dabei oft in Büro- und Besprechungsräumen oder auch in Bibliotheks-, Archiv- und Magazinräumen.

Ausbildung zum Radiomoderator / zur Radiomoderatorin

Wie wird man Radiomoderator?

Willst du Radiomoderator bzw. Radiomoderatorin werden, kann ein langer Weg vor dir liegen. Es gibt keine klassische Radiomoderator-Ausbildung. Stattdessen musst du für die Arbeit am Mikrofon oft Praktika oder ein Volontariat vorweisen. Es gibt aber auch schulische Ausbildungen als Moderator. Hier kannst du dich auf Funk oder Fernsehen spezialisieren.

Volontariat: Das Volontariat – auch „Volo“ genannt“ – ist eine spezielle Art der Ausbildung. Es ist besonders in Medienberufen etabliert und bereitet in meist 12 bis 24 Monaten auf die Berufstätigkeit vor. Du durchläufst als bezahlter Volontär unterschiedliche Stationen und wirst dabei von erfahrenen Redakteuren begleitet. Eine Abschlussprüfung gibt es nicht, oft aber ein eigenes Projekt.

Je nachdem, welche Art von Sendung du im Radio moderieren möchtest, kommen dafür unterschiedliche Ausbildungsoptionen in Betracht. Bei einer Musiksendung sind andere Fähigkeiten gefragt, als bei Nachrichtenmoderatoren im Radio.

Die Zugangsvoraussetzungen für ein Volontariat oder für Moderatorenausbildungen unterscheiden sich je nach Bildungsanbieter und Rundfunkanstalt. Da die Plätze rar und begehrt sind, können neben einem bestimmten Bildungsabschluss (Abitur oder abgeschlossenes Studium) auch weitere Kriterien gefordert werden. Üblich sind ein Motivationsschreiben oder die Abgabe eines eigenen Projekts.

Viele Radiomoderatoren haben vor ihrer Tätigkeit ein Studium absolviert, beispielsweise des Journalismus. Andere haben sich vor allem durch Praktika und freie Tätigkeit für eine eigene Sendung qualifiziert.

Praktika sind ohnehin beim Radio immens wichtig. Falls möglich, engagiere dich während des Studiums auch beim Uni-Radio oder arbeite bei freien Radiosendern oder seriösen Internetradios.

Kleine Einsätze: Die meisten Karrieren als Radiomoderator bzw. Radiomoderatorin beginnen nicht sofort mit einer Livesendung. Stattdessen solltest du dich als Redakteur, Reporter oder Producer einbringen und zunächst kleinere Beiträge liefern, die dann abgespielt werden. So lernen die Verantwortlichen und die Hörer deine Stimme kennen (und hoffentlich lieben). Du siehst: Viele Wege führen ins Radio. Welcher zu dir passt, musst du selbst herausfinden. Dabei sind vor allem Herzblut und Engagement gefragt.

Beim Radio arbeiten nicht nur Moderatoren. Auch im Hintergrund gibt es wichtige Jobs, die genauso zum Gelingen einer Sendung beitragen. Du könntest dich für eine duale Ausbildung als Mediengestalter/in für Bild und Ton bewerben oder eine Weiterbildung zum/zur Sprecher/in machen.

Welche Fähigkeiten braucht man als Radiomoderator?

Wenn du jetzt denkst: „Reden kann ich“, reicht das für die Arbeit als Radiomoderator bzw. Radiomoderatorin noch nicht aus. Du musst nicht nur wissen, dass du nach dem nächsten Song redest, sondern auch, was du erzählst. Dabei sind Radiomoderatoren stets unter Zeitdruck, schließlich sind die Sendungen live und die Nachrichten sollten nicht zu spät anfangen.

Eine gute Stimme ist zwar wichtig für den Job als Radiomoderator, aber viel wichtiger sind Witz und Redegewandtheit. Du musst gut improvisieren können und dafür sorgen, dass Leute dir gerne zuhören.

Schulfächer
  • Deutsch
  • Englisch
  • Politik
Stärken
  • Redegewandtheit
  • Stressresistenz
  • Durchhaltevermögen
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: Büro
  • Arbeit am Wochenende / Schichtarbeit
  • Gelegentliche Dienstreisen

Wie viel verdient man als Radiomoderator in der Ausbildung?

Entscheidest du dich für eine schulische Ausbildung zum Moderator, erhältst du in der Regel keine Vergütung. Auch während eines Hochschulstudium wirst du nicht vergütet.

Absolvierst du ein Praktikum oder Volontariat kannst du dagegen mit einer Vergütung rechnen.

Du möchtest gerne mehr über das Radiomoderatoren Gehalt erfahren? Hier geht es zur Gehaltsseite.

Blick hinter die Kulissen: Erfahrungsberichte von Azubis

Milena - Azubi bei der Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG
Milena Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG

Ein kreativer, abwechslungsreicher Beruf war schon immer mein Traum. 2019 habe ich mein Hobby dann zu meinem Beruf gemacht und meine Ausbildung zur Mediengestalterin für Bild und Ton bei der Märkischen Medienhaus Service GmbH begonnen. Schon beim Vorstellungsgespräch hat mich die Vielfalt der Arbeit beeindruckt. Von Imagefilmen, Liveveranstaltungen und Drohnenflügen bis hin zu Podcast-Produktionen und 360° Videos. Durch diesen bunten Mix an Einsätzen konnte ich gezielt meine Stärken entdecken und meine Fähigkeiten ausbauen. Das hat mir geholfen zu entscheiden, in welchem Bereich ich nach der Ausbildung gerne einsteigen möchte. So habe ich für mich persönlich herausgefunden, dass ich gerne kreativ in der Produktion arbeite, um selbst etwas zu erschaffen. Während der Ausbildungszeit hat jede:r die Möglichkeit, je nach Interessengebiet Praktika und Hospitationen durchzuführen, um weitere Eindrücke des Berufes zu bekommen und sein Wissen zu erweitern. Aufgrund der Pandemie konnte ich nicht so viele Erfahrungen sammeln, wie ich es mir gewünscht hätte. Trotzdem habe ich in dieser Zeit gelernt, mich auch selbst zu fördern und mit ungewissen Situationen umzugehen. Neben der Arbeitszeit im Unternehmen von 2 Wochen haben die Auszubildenden meist 1 Woche Berufsschule pro Monat, das variiert aber immer etwas individuell. Hier wird das Hauptaugenmerk auf die Theorie hinter der betrieblichen Praxis gelegt. Es ist außerdem sinnvoll, um die Breite des Berufes allgemein zusammenzufassen und einen Überblick darüber zu geben, was möglich ist.

K
Katharina Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.

2020 habe ich direkt nach dem Abitur mein Duales Studium Grafikdesign und visuelle Kommunikation begonnen, im September 2022 startete meine Ausbildungsphase. Schon während des Studiums wurde mir klar: Genau das will ich machen! Die Arbeit beim IW bestätigt dieses Gefühl täglich etwas mehr. Die Möglichkeit, in verschiedene Abteilungen reinzuschnuppern, bietet eine Bandbreite an Erfahrungen, die sonst wohl kaum gegeben ist. Täglich kann ich mich mit interessanten und vielfältigen Aufgaben auseinandersetzen, die mich persönlich und beruflich weiterbringen. Langweile ist ein Fremdwort. Eine besonders spannende Erfahrung ist für mich das Azubiprojekt Beroobi, an dem alle Auszubildenden gemeinsam arbeiten. Wir planen, drehen und schneiden unsere eigenen Videos zu verschiedensten ausbildungsrelevanten Themen. Insgesamt bin ich sehr dankbar für die Möglichkeit, meine Ausbildung hier im IW absolvieren zu können und freue mich auf die Zukunft.

T
Tamara media GmbH

„Bisher konnte ich vieles in der Theorie wie auch in der Praxis lernen. Mit den abwechslungsreichen Themen wird es auch fast nie langweilig und mit den vielen Projekten gibt es immer etwas zu schaffen. Durch die Internetrecherche und einen der vielen Infotage kam ich schnell zum Entschluss, dass die Ausbildung das Richtige für mich ist. Von den Dozenten werden die Kontakte vermutlich auch nach der Ausbildung nicht ganz verschwinden. Dasselbe gilt auch für die Mitschüler/Kollegen, die nach einer kurzen Zeit schon größtenteils zu einer kleinen Familie zusammengewachsen sind.“

I
Isabel media GmbH

„Bisher gesammelte Erfahrungen sind Kamera und Tontechnik, Bildgestaltung, Lichtgestaltung, Schnitt, Grundlagen Animation und Organisation. Der Anlass meiner Berufswahl war das weitflächige Arbeitsumfeld und die vielen Bereiche, in denen man später arbeiten kann.“

13 freie Stellen finden

Passt die Ausbildung zum Radiomoderator / zur Radiomoderatorin zu mir?

Der Beruf Radiomoderator bzw. Radiomoderatorin passt super zu dir, wenn

  • du gerne und verständlich sprichst
  • du kein Problem mit unregelmäßigen Arbeitszeiten hast
  • dir die Bildschirmarbeit gefällt
  • du kreativ und organisiert bist

Ein anderer Beruf eignet sich eher, wenn

  • du dir geregelte Arbeitszeiten wünschst
  • du Angst davor hast, vor vielen Menschen zu präsentieren
  • du mit Zeitdruck und Stresssituationen nicht umgehen kannst
  • du dich mündlich nicht gut ausdrücken kannst

Alles im grünen Bereich? Dann mach den Berufswahltest und finde heraus, zu wie viel Prozent verschiedene Ausbildungen tatsächlich zu dir passen. → Jetzt Eignung testen! Du bist dir schon sicher, dass dein Traumberuf innerhalb der Medienbranche ist? Dann findest du hier freie Ausbildungsplätze ↓

Weiterbildung & Zukunftsaussichten

Hast du dein Studium oder deine Ausbildung zum Radiomoderator bzw. zur Radiomoderatorin abgeschlossen, hast du zahlreiche Weiterbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten. Bei Weiterbildungen unterscheiden wir zwischen 3 verschiedenen Wegen:

  • Anpassungsfortbildung,
  • Aufstiegsfortbildung &
  • Studium.

Weiterbildung nach der Ausbildung zum Radiomoderator / zur Radiomoderatorin

Bei Anpassungsfortbildungen geht es darum, dein Wissen aktuell zu halten, um Entwicklungen in den Bereichen Moderation und Präsentation, Hörfunk- und Fernsehjournalismus oder Gesprächsführung kennenzulernen.

Mit einer Aufstiegsfortbildung willst du Karriere machen, zum Beispiel durch ein passendes Studium.

Passende Studiengänge sind:

  • Journalistik
  • Kommunikationswissenschaft
  • Medienwissenschaft

Nachhaltigkeit & Zukunftsaussichten als Radiomoderator

Liegt dir das Thema Nachhaltigkeit am Herzen, kannst du das auch in deinen Arbeitsalltag als Radiomoderator bzw. Radiomoderatorin integrieren. Eine gute Möglichkeit ist dabei die Spezialisierung auf das Thema Nachhaltigkeit, Umwelt oder Ökologie. Dabei kannst du das Ziel verfolgen, die öffentliche Wahrnehmung von Themen wie Klimawandel, Artensterben oder auch Konsum zu verändern. Im Trend liegen momentan unter anderem Podcasts in diesen Bereichen. Darüber hinaus kannst du dich auch bei Events zum Thema Klimawandel und Umweltschutz engagieren.

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Weitere Infos

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Bildnachweis: „Radiomoderatoren bei der Arbeit" © Antonio Diaz - adobe.stock.com; „Sendungen vorbereiten" ©contrastwerkstatt- stock.adobe.com; „Interviews führen" ©Drobot Dean - stock.adobe.com; „Radiobeiträge schneiden" ©Sutipond Stock - stock.adobe.com; „Sendungsabläufe im Team besprechen" ©opolja - stock.adobe.com; „Hintergrundinformationen recherchieren" ©sodawhiskey - stock.adobe.com