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Buchhändler – Ausbildung & Beruf

So verschieden die Werke von Goethe, Hemingway, Shakespeare, Eckart von Hirschhausen oder J. K. Rowling auch sein mögen – heute stehen sie alle zusammen in den Regalen jedes gut sortierten Buchladens.

Was macht ein Buchhändler?

Buchhändler beraten Kunden beim Kauf dieser Werke. Sie handeln aber nicht nur mit Büchern, sondern auch mit Zeitschriften und elektronischen Medien, wie etwa CD-ROMs, Videos und Hörspielen. Nebenbei sind sie für die anfallenden kaufmännischen und verwaltungstechnischen Aufgaben zuständig.

Die Ausbildung zum Buchhändler wird in den Schwerpunkten Sortiment, Verlag oder Antiquariat angeboten.

Im Beruf des Buchhändlers erfährst du ganz allgemein, also unabhängig von deinem Schwerpunkt, wie neue Ware angenommen, ausgezeichnet und verkaufsfördernd präsentiert wird. Zudem lernst du, Werbemittel einzusetzen und Literatur zu beurteilen.

Im Schwerpunkt Sortiment lernst du den Umgang mit Kunden und das Pflegen des Lagerbestandes, im Schwerpunkt Verlag stehen die Bearbeitung von Manuskripten und das Entwerfen von Layouts im Vordergrund. Im Fachbereich Antiquariat wird dir unter anderem vermittelt, wie man historische Buchgattungen unterscheidet.

Buchhändler sind hauptsächlich in Buchhandlungen, Antiquariaten oder Verlagen tätig. Sie können aber auch im Zwischenbuchhandel, in Leihbüchereien und Buchauktionshäusern arbeiten.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Buchhändler? In deiner Ausbildung zum Buchhändler bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Buchhändler und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Darin hältst du fest, welche Aufgaben und Inhalte du in deiner Ausbildung zum Buchhändler lernst. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig. 

Am Anfang des 2. Ausbildungsjahres absolvierst du eine schriftliche Zwischenprüfung. Am Ende der Ausbildung warten 3 schriftliche und eine mündliche Abschlussprüfung aus mehreren Bestandteilen auf dich. Wenn du die Prüfung bestehst, darfst du dich staatlich anerkannter Buchhändler nennen.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Buchhändler.

Das lernst du in der Ausbildung zum Buchhändler: 

  • B wie Bilanz: Damit ist eine Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital eines Unternehmens gemeint. Als Buchhändler weißt du, wie eine Bilanz aufgebaut ist und wie diese erstellt wird.
  • S wie Sortiment: Ob Sachbücher, Kinder- und Jugendbücher oder Zeitschriften: In deiner Ausbildung zum Buchhändler wird dir beigebracht, wie ein Sortiment gestaltet und mit Hilfe von selbst entwickelten Konzepten optimiert wird.
  • V wie Verkaufsgespräch: Werde Verkaufsprofi! Wie du Kunden freundlich berätst und erfolgreiche Verkaufsgespräche führst, lernst du in deiner Ausbildung zum Buchhändler. Dir wird außerdem gezeigt, welche verschiedenen Kommunikationstechniken im Verkauf es gibt.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Fachwirt im Buchhandel oder zum Betriebswirt im Handel. Wenn du die (Fach-)Hochschulreife hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Buchwissenschaft, Archivwissenschaft oder BWL.

Buchhändler: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
81%
Mittlere Reife
15%
Hauptschulabschluss
3%
Kein Abschluss
1%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Deutsch
Wirtschaft
Mathe

3 wichtige Stärken:

Sorgfalt und Genauigkeit
Selbstorganisation
Neugierde und Lernbereitschaft

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Laden, Geschäft
Feste Zeiten
Überdurchschnittlich viel Kontakt mit Menschen

Buchhändler bzw. Buchhändlerin kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die meisten Azubis haben das (Fach-)Abitur wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Ein kleinerer Teil startet mit Mittlerer Reife in die Ausbildung und nur wenige Azubis habe einen Hauptschulabschluss oder keinen Abschluss.

Gute Noten und Kenntnisse in Deutsch und Wirtschaft zahlen sich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus, denn sie helfen dir z.B. beim Lesen von Manuskripten sowie beim Prüfen von Rechnungen. Auch gute Mathekenntnisse können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein, z.B. um Rabatte zu berechnen. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du ein großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zum Buchhändler mitbringst. In diesem Beruf sind vor allem Sorgfalt und Genauigkeit wichtig, z.B. beim Kassieren und Abrechnen. Zudem solltest du eine gute Selbstorganisation sowie Neugierde und Lernbereitschaft für die Ausbildung zum Buchhändler mitbringen.

Buchhändler ist ein kaufmännischer Beruf. Das Arbeitsumfeld eines Buchhändlers ist meist ein Laden oder ein Geschäft, z.B. ein Buchladen. In der Regel hast du feste Arbeitszeiten und bist viel in Kontakt mit Kunden, z.B. bei der Beratung.

Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In einem Verlag arbeitest du vorwiegend im Büro am PC und hast wahrscheinlich flexible Zeiten. Im Einzelhandel z.B. in einem Buchgladen hast du viel Kundenkontakt, da du diese auf der Verkaufsfläche berätst. Auch könntest du samstags arbeiten. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsumfeld am besten zu dir passen.

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