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Servicefahrer / Servicefahrerin
Ausbildung & Beruf

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Ausbildung Servicefahrer

Perfekt, die Routen sind geplant. Dann kann es also schon an die Beladung deines Transporters gehen. Als Servicefahrer ist es nun deine Aufgabe, die Waren aus dem Lager entgegenzunehmen und diese dann im Auto sachgemäß und optimal zu verstauen. Und los gehts!

Berufsbild Servicefahrer / Servicefahrerin

Was macht ein Servicefahrer (m/w/d)?

Als Servicefahrer ist es deine Hauptaufgabe, Waren auszuliefern. Dazu planst du zunächst deine Routen. Im Anschluss daran nimmst du die Waren entgegen, beispielsweise aus dem Lager. Danach belädst du dein Fahrzeug passend zur Anfahrfolge. Mithilfe von Lieferscheinen kontrollierst du außerdem, ob die Waren vollständig sind.

Bevor es dann mit der Fahrt losgeht, prüfst du die Fahrtüchtigkeit deines Fahrzeugs. Während deinen Fahrten achtest du dann auf sicheres Fahren und Lenk- und Ruhezeiten.

Je nach Aufgabenbereich und Branche fallen auch weitere Leistungen in deinen Tätigkeitsbereich. Deine Aufgabe als Servicefahrerin kann es daher sein,

  • Möbel aufzustellen,
  • Wartungsarbeiten durchzuführen,
  • Kunden die Geräte zu erklären,
  • Waren ins Lager zu bringen oder
  • Pakete abzugeben und anzunehmen.

Servicefahrer fungieren auch als direkte Ansprechpartner für die Kunden. Du kümmerst dich um Beschwerden und Reklamationen, nimmst Aufträge entgegen und berätst Kunden über die verschiedenen Leistungen deines Unternehmens.

Wie sieht der Berufsalltag als Servicefahrer aus?

Servicefahrer verbringen einen Großteil ihres Arbeitstags in Fahrzeugen und sitzen dabei hinter dem Steuer. In der Regel tragen sie dabei Uniformen, teilweise sogar Schutzkleidung. Je nach Aufgabe können Handschuhe, Signalwesten oder Sicherheitsschuhe nötig sein. Da die Beladung der Fahrzeuge oftmals im Freien stattfindet, kommt auf dich auf die Arbeit bei Kälte, Nässe, Feuchtigkeit oder Hitze zu.

Auch körperliche Anstrengung gehört zum Job. Schließlich ist es auch deine Aufgabe, schwere Waren und Pakete zu transportieren. Zum Glück stehen dir hier oftmals Lade- und Transporthilfen bereit.

Als Servicefahrer solltest du dich auch auf unregelmäßige Arbeitszeiten einstellen. Nicht unüblich sind Auslieferungen am Abend, am Wochenenden oder in der Früh.

Servicefahrer nehmen Waren aus dem Lager entgegen

Wo arbeiten Servicefahrer?

Jobs als Servicefahrer findest du bei Unternehmen, die Liefer- oder Fahraufträge vermitteln, oder bei Unternehmen, die Kunden Serviceleistungen zur Verfügung stellen.

Deinen Arbeitstag verbringst du vor allem am Steuer von Fahrzeugen, beispielsweise von Pkws, Lkws oder Kleintransportern. Darüber hinaus befindest du dich beim Kunden oder auch im Lager.

Ausbildung zum Servicefahrer / zur Servicefahrerin

Wie läuft die Ausbildung zum Servicefahrer ab?

Servicefahrer bzw. Servicefahrerin wirst du über eine 2-jährige duale Ausbildung. Die Ausbildungszeit verbringst du abwechselnd in Betrieb und Berufsschule. Während im Betrieb vor allem die praktische Seite des Berufs beleuchtet wird, steht in der Berufsschule hauptsächlich die Theorie auf dem Stundenplan.

Am Anfang des 2. Ausbildungsjahres steht zunächst die Zwischenprüfung an. Die Abschlussprüfung folgt dann am Ende der Ausbildung.

Zu deinen Pflichten als Azubi gehört es, ein Berichtsheft zu führen. In diesem notierst du regelmäßig deine Aufgaben und Tätigkeiten. Kontrolliert wird es von deinem Ausbilder.

Art der Ausbildung:
duale Ausbildung
Art der Ausbildung: duale Ausbildung
Dauer der Ausbildung:
2 Jahre
Dauer der Ausbildung: 2 Jahre
Ausbildungsvergütung:
z. B. 800 Euro im 1. Ausbildungsjahr
Ausbildungsvergütung: z. B. 800 Euro im 1. Ausbildungsjahr

Was lernt man in der Ausbildung zum Servicefahrer (m/w/d)?

Während der dualen Ausbildung eignest du dir sowohl theoretisches Wissen als auch praktisches Knowhow an. Im Betrieb wird dir unter anderem gezeigt, wie man Touren richtig plant, wie man Waren prüft oder wie man Zahlungen entgegennimmt. Darüber hinaus lernst du mehr über die Verkehrs- und Betriebssicherheit von Fahrzeugen oder die den Kontakt mit Kunden.

In der Berufsschule wird dir unter anderem beigebracht, wie man Fahrten und Transporte vorbereitet oder wie Kundenaufträge annimmt. Darüber hinaus eignest du dir an, wie man Zahlungsvorgänge durchführt oder wie man Kundenkontakte ausbaut. Und auch um klassische Fächer wie Sozialkunde, Deutsch oder Wirtschaft kommst du nicht herum.

Servicefahrer: Voraussetzungen für die Ausbildung

So viel erstmal zu der Ausbildung. Aber wie sichert man sich einen Ausbildungsplatz? Welche persönlichen und schulischen Voraussetzungen sollte man erfüllen? Das zeigen wir dir im Folgenden.

Schulfächer
  • Mathematik
  • Deutsch/Englisch
  • Werken/Technik
Stärken
  • Technisches Verständnis und Handgeschick
  • Konzentration und hohe Aufmerksamkeit
  • Organisationstalent
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: am Steuer von Fahrzeugen
  • Wechselnde Arbeitsorte
  • Unregelmäßige Arbeitszeiten

Für die Ausbildung brauchst du keinen bestimmten Schulabschluss. Die meisten Azubis haben einen Hauptschulabschluss. Neben der Schulbildung solltest du auch das Mindestalter von 18 Jahren erfüllen und einen Führerschein besitzen.

Punkten kannst du auch mit guten Noten in Fächern wie Mathematik, Deutsch und Englisch sowie Werken/Technik. Um die Dauer deiner Fahrten zu berechnen, brauchst du gute Rechenfertigkeiten. Deutsch und Englisch dagegen solltest du gut beherrschen, um mit Kunden zu kommunizieren. Da du manchmal auch einfache Reparaturen vornimmst, schaden gute Leistungen im Bereich Werken und Technik ebenfalls nicht.

Auch persönliche Anforderungen solltest du erfüllen. Wichtig ist es unter anderem, dass du über längere Zeit aufmerksam und konzentriert bleiben kannst, damit du auch bei längeren Fahrten stets sicher unterwegs bist. Darüber solltest du als Servicefahrerin auch technisches Verständnis und Handgeschick mitbringen. Schließlich fallen auch kleinere Reparaturen oder Fahrzeugkontrollen in deinen Aufgabenbereich. Nicht zu vergessen: Organisieren und Planen sollte dir leichtfallen. Diese Stärke brauchst du unter anderem, um deine Fahrtrouten sinnvoll zu gestalten. Für die Arbeit mit Kunden solltest du Kommunikationsstärke vorweisen.

Wie viel verdient ein Servicefahrer in der Ausbildung?

Wie hoch dein Gehalt in der Ausbildung ausfällt, variiert aufgrund verschiedener Faktoren. Zum Beispiel wirken sich Tarifverträge oder auch dein Standort auf die Ausbildungsvergütung aus.

Wirst du nach dem Tarifvertrag für die Textilreinigung bezahlt, erhältst du zum Beispiel folgendes Gehalt:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 800 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 870 Euro

Blick hinter die Kulissen: Erfahrungsberichte von Azubis

Passt die Ausbildung zum Servicefahrer zu mir?

Die Ausbildung zum Servicefahrer könnte genau dein Ding sein, wenn

  • du körperlich fit bist und schwer tragen kannst
  • du gerne am Steuer von Fahrzeugen sitzt
  • du dich lange konzentrieren kannst
  • du gerne Verantwortung übernimmst

Ein anderer Beruf ist vermutlich die bessere Wahl, wenn

  • du ungern Auto fährst
  • du lieber im Büro arbeiten möchtest
  • dir der Kontakt mit Kunden eher schwerfällt
  • du nicht am Wochenende, am Abend oder in frühen Stunden arbeiten möchtest

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Weiterbildung & Zukunftsaussichten

Nachdem du die Ausbildung zum Servicefahrer abgeschlossen hast, öffnen sich weitere Türen für dich. Dir stehen folgende 3 Formen der Weiterbildung offen:

  • Anpassungsweiterbildung
  • Aufstiegsweiterbildung
  • Studium

Weiterbildung nach der Ausbildung zum Servicefahrer / zur Servicefahrerin

Mithilfe einer Anpassungsweiterbildung bleibst du auf dem neuesten Stand in deinem Berufsfeld. Als Servicefahrer kannst du dich beispielsweise in Bereichen wie Ladungssicherung, Verkehrs- und Speditionswesen oder Güter- und Personenverkehr weiterbilden.

Eine Aufstiegsweiterbildung dagegen hilft dir dabei, deine Karriere anzukurbeln. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Weiterbildung zum Fachwirt – Logistiksysteme oder zum Fahrlehrer?

Aber auch ein Studium eignet sich als Servicefahrer. Folgende Studiengänge eignen sich:

Nachhaltigkeit & Zukunftsaussichten als Servicefahrer

Als Servicefahrer steht dir eine sichere Zukunft bevor. Denn die meisten deiner Tätigkeiten können nicht automatisiert – sprich nicht ohne dich – ablaufen. Dennoch hast du die Möglichkeit, neue Technologien und Verfahren in deinem Arbeitstag zu integrieren. Nutzen kannst du beispielsweise Materialflussroboter oder Kommissioniersysteme. Diese helfen dir dabei, deine Lieferungen effizienter zusammenzustellen und Fehler zu vermeiden.

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Bildnachweis:
„Servicefahrer verbringen viel Zeit am Steuer“ ©littlewolf1989 - stock.adobe.com
„Servicefahrer nehmen Waren aus dem Lager entgegen“ ©industrieblick - Fotolia
„Servicefahrer fahren Lkws, Pkws oder Transporter“ ©New Africa - stock.adobe.com
„Servicefahrer planen ihre Routen“ ©Tryfonov - stock.adobe.com
„Servicefahrer übergibt Waren an Kunden“ ©Ilan Amith - Fotolia