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15 Fragen und Antworten im Vorstellungsgespräch

Du bist zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen? Herzlichen Glückwunsch! Damit du auch diese Hürde auf dem Weg zur Ausbildungsstelle gut meisterst, haben wir 15 Fragen und Antworten zusammengestellt, mit denen du dich auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten kannst.

3 Fragen über die Firma

Der Personaler möchte im Vorstellungsgespräch wissen, ob du dich über die Firma bzw. die Ausbildung informiert hast. Ihn interessiert dabei eher nicht, ob du alle Zahlen und Daten der Firma auswendig gelernt hast, sondern ob du dich auf das Gespräch vorbereitet hast und wirklich Interesse an einer Ausbildung in dieser Firma hast.

  • Was wissen Sie schon über unsere Firma?
  • Wie und wo haben Sie sich über uns informiert?
  • Warum möchten Sie diesen Beruf lernen?

Hier findest du die Antworten auf diese Fragen:

In den Unternehmenspräsentationen der Ausbildungsbetriebe bei AZUBIYO siehst du auf einen Blick, was die Firma auszeichnet, welche Berufe sie ausbildet, wie viele Mitarbeiter sie hat und wer dein Ansprechpartner ist. Oft ist auch ein Link direkt zur Firmenhomepage angegeben. Auf der Firmenhomepage schaust du am besten bei „Über uns“, „Firmenportrait“ oder „Über [Firmenname]“.

Nutze die Erfahrungen von anderen Azubis! Lies dir Erfahrungsberichte durch oder schau dir Videos von Azubis an, die entweder den Beruf lernen, der dich interessiert, oder in der Firma arbeiten, bei der du dein Vorstellungsgespräch hast.

Als letztes solltest du einfach mal nach der Firma googlen oder Berichte in der Tages- oder Fachzeitung lesen. Nichts ist peinlicher, als wenn du die letzte Auszeichnung der Firma nicht mitbekommen hast und im Vorstellungsgespräch danach gefragt wirst.

3 Fragen zu dir

Wenn du dich als Abiturient oder Fachabiturient für eine Ausbildung bewirbst, dann könnten diese Fragen auf dich zukommen:

  • Warum wollen Sie nicht studieren?
  • Was sind Ihre Lieblingsfächer in der Schule und warum?
  • Sie haben bereits Praktika gemacht, was hat Ihnen besonders gefallen?

Hinweis: Die 2 letzten Fragen können dir auch gestellt werden, wenn du kein Fachabitur bzw. Abitur anstrebst.

Regel Nr. 1 im Vorstellungsgespräch: Sei ehrlich und authentisch! Es bringt nichts, sich zu verstellen oder gar zu lügen. Wenn nunmal Sport und Musik deine Lieblingsfächer waren, dann sag das auch. Auch wenn Wirtschaft und Englisch toll klingen, unter Umständen fragt dich der Personaler im Vorstellungsgespräch etwas in englisch. Wenn Englisch dann doch nicht deine Stärke ist, könnte das Gespräch dann in eine eher unangenehme Richtung laufen. Antworte also wahrheitsgemäß.

3 Fragen, die dir nicht gestellt werden dürfen

Diese Fragen dürfen dir nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) nicht gestellt werden, du musst also darauf nicht antworten:

  • Sind Sie schwanger oder planen Sie in der nächsten Zeit eine Familie zu gründen?
  • Welcher Partei gehören Sie an?
  • Wie sind Ihre finanziellen Verhältnisse?

Wenn du dich gezwungen fühlst, doch eine Antwort geben zu wollen, dann hast du sogar das „Recht zur Lüge“. Solltest du eingestellt werden, dann hat das keine rechtlichen Konsequenzen auf dein Ausbildungsverhältnis und kann dir nicht als Täuschung ausgelegt werden. Die beste Antwort ist eine Gegenfrage, wie: Ist diese Information wichtig für diese Ausbildung?

3 Fragen, die du im Vorstellungsgespräch stellen kannst

Bei (fast) jedem Bewerbungsgespräch fragt der Chef: „Haben Sie noch Fragen?“ Hier bitte nicht mit „Nein“ antworten, weil du froh bist es endlich zum Ende geschafft zu haben. Am Schluss kannst du noch einmal ehrliches Interesse signalisieren. Wenn dir gar nichts einfallen sollte, frag, wie viele Azubis das Unternehmen in diesem Jahr einstellen möchte.

Noch geschickter wäre eine „kluge“ Frage, direkt bezogen auf das Unternehmen. Evtl. sind dir während der Vorbereitung schon Fragen zum Unternehmen oder zur Ausbildung gekommen. Ein Beispiel ist „Ich habe gelesen, dass Sie eine neue Filiale in der Mustermanngasse eröffnet haben. Wird das Unternehmen dieses Jahr noch weitere Standorte ausbauen?“

Ansonsten könntest du folgende Fragen stellen:

  • Wie sehen die Übernahmechancen nach der Ausbildung aus?
  • Mit wem würde ich zusammenarbeiten?
  • Wann darf ich mit einer Entscheidung rechnen?

Tipp: Notiere dir die Antworten, damit du sie nicht vergisst. Dies macht auch einen guten Eindruck. Es sieht dann nämlich nicht so aus, als ob du dir krampfhaft eine Frage überlegt hast, nur um etwas zu fragen, sondern dass du tatsächlich an der Antwort interessiert bist.

3 Fragen, die du nicht stellen solltest

Auch wenn es dich brennend interessiert, diese Fragen solltest du dir eher verkneifen:

roter Haken

Wie viele Fehltage darf ich in der Berufsschule haben?

roter Haken

Bekomme ich in der Probezeit Urlaub?

roter Haken

Wie viel Urlaubsgeld gibt es? Und wie viel Weihnachtsgeld?

Bildnachweis: „Junge mit Glühbirnen vor grünem Hintergrund" © lassedesignen - Fotolia