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Bauzeichner – Ausbildung & Beruf

Der Eiffelturm in Paris, die Semperoper in Dresden, die Golden-Gate-Bridge in San Francisco oder das Opernhaus in Sydney – diese Bauwerke sind auf der ganzen Welt bekannt… und entstanden sind sie auf dem Papier.

Was macht ein Bauzeichner?

Im Berufsbild Bauzeichner steht das Erstellen von Plänen und Zeichnungen für Bauvorhaben im Mittelpunkt. Den Auftrag und die genauen Vorgaben dazu erhalten Bauzeichner von Architektur- oder Bauingenieurbüros. Die Ausbildung zum Bauzeichner wird mit den Schwerpunkten Architektur, Ingenieurbau oder Tief-, Straßen- und Landschaftsbau angeboten.

In der Ausbildung zum Bauzeichner lernst du, wie man maßstabsgerechte Zeichnungen erstellt, entweder mit oder ohne spezielle Software, welche einzelnen Schritte es bei einem Bauprozess gibt und wie man die unterschiedlichen Vermessungsgeräte anwendet.

Nach deiner Ausbildung kannst du in Ingenieur-, Architekturbüros oder auch in der öffentlichen Verwaltung, z.B. in Bauämtern, arbeiten.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK oder HWK

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Bauzeichner? In deiner Ausbildung zum Bauzeichner bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Bauzeichner und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig. 

Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres absolvierst du eine Zwischenprüfung, am Ende der Ausbildung wartet eine Abschlussprüfung auf dich, die aus zwei Prüfungsteilen besteht – praktisch und schriftlich. Nach Bestehen bist du staatlich anerkannter Bauzeichner.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Bauzeichner.

Ausbildungslexikon Bauzeichner

Das lernst Du in der Ausbildung zum Bauzeichner:

  • A wie Architektur: Für perfekte Funktionalität: Architektur umfasst alle Gebäudekonstruktionen vom Baum- bis Traumhaus und kann in der Ausbildung zum Bauzeichner als Schwerpunkt gewählt werden.
  • B wie Bauplanung: Von Ingenieurbau bis Hoch- und Tiefbau: Als Bauzeichner lernst du die verschiedensten Bauplanungen anzufertigen.
  • L wie Landschaftsbau: Alles am richtigen Platz! Landschaftsbau gehört zum Schwerpunkt Tief-, Straßen- und Landschaftsbau, in dem du Pläne für Kanäle, Straßenuntergründe und Böschungen erstellst sowie deren Bepflanzung planst.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung als Techniker der Fachrichtung Bautechnik. Du könntest aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Studiengängen Architektur oder Bauingenieurwesen. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass du nach Abschluss deiner Ausbildung die Prüfung als CAD-Fachkraft Bau ablegst.

Bauzeichner: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
49%
Mittlere Reife
43%
Hauptschulabschluss
6%
Kein Abschluss
2%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Mathe
Physik
Werken / Technik

3 wichtige Stärken:

Sorgfalt & Genauigkeit
Selbstorganisation
Gestalterische Fähigkeiten

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Büro
Flexible Zeiten, Gleitzeit
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Bauzeichnerin bzw. Bauzeichner kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Ungefähr die Hälfte der Azubis hat aber Abitur, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Die andere Hälfte der Azubis startet mit Mittlerer Reife in die Lehre, wohingegen nur ein kleiner Teil die Ausbildung mit Hauptschulabschluss oder ohne Schulabschluss beginnt.

Mit guten Noten in Mathe kannst du in dieser Ausbildung auf jeden Fall punkten. Auch gute Physikkenntnisse können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein. Solltest du eine Stärke in Werken haben, ist das ebenfalls von Vorteil – allerdings sind gute Noten in diesen Fächern kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du ein großes Interesse und Neugierde für die Ausbildung zum Bauzeichner mitbringst. Weitere Stärken, die du besitzen solltest, sind Spaß am Zeichnen und Gestalten sowie eine genaue, sorgfältige Arbeitsweise.

Dein Arbeitsumfeld als Bauzeichner ist in der Regel das Büro, allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass du auf der Baustelle tätig bist. Dienstreisen kommen in der Regel nicht vor, der Kontakt mit Menschen steht vor allem bei Präsentationen auf dem Programm.

Wie gut passt dieser Beruf zu dir? Jetzt Eignung testen!

Bildnachweis: „Architektonische Baupläne" © S.Palazov / Shutterstock.com