Bootsbauer / Bootsbauerin
Ausbildung & Beruf
1 freie Stelle
Was macht ein Bootsbauer (m/w/d)?
Als Bootsbauer stellst du Boote und Schiffe her. Du arbeitest sowohl mit Metall als auch mit Holz oder Kunststoff. Wasserfahrzeuge sind abwechslungsreich: angefangen bei Paddel- und Segelbooten über Ruderboote, Motorjachten bis hin zu Fischkuttern und Transportschiffen. Der Bootsbauer kümmert sich aber nicht nur um den Neubau, er führt auch Wartungen durch und repariert Schäden.
Du hast im Beruf die Wahl aus 2 Schwerpunkten, entscheiden musst du dich aber erst im 3. Ausbildungsjahr:
- Im Bereich Neu-, Aus- und Umbau beschäftigst du dich intensiv mit der Herstellung von Rumpf und Deck, die anschließend zum Bootskörper zusammengesetzt werden. Auch die Anfertigung der Masten, des Aufbaus sowie der gesamte Innenausbau des Boots gehören dazu.
- Im Fachbereich Technik beschäftigst du dich mit der Elektronik, den Antriebsanlagen, Kühlaggregaten, Feuerlöschsystemen und sämtlichen technischen Anlagen an Bord.
Wo kann ich als Bootsbauer arbeiten?
Als Bootsbauer kannst du in verschiedenen Betrieben arbeiten. Dazu gehören vor allem Bootswerften, die sich auf den Bau und die Reparatur von Schiffen spezialisiert haben. Auch in der Yachtindustrie gibt es viele Möglichkeiten. Einige Bootsbauer arbeiten bei Boots- und Schiffbauunternehmen, die vor allem große Schiffe fertigen. Du findest auch Stellen im Bereich Wartung und Inspektion von Wasserfahrzeugen. Möglichkeiten gibt es sowohl auf dem Land als auch im Ausland, besonders in Gebieten mit maritimen Wirtschaftsschwerpunkten. Unternehmen, die Boote restaurieren oder zu Freizeitfahrzeugen umbauen, könnten ebenfalls Interesse an deiner Arbeit haben.
Als Bootsbauer hast du in der Regel geregelte Arbeitszeiten. Doch manchmal können Überstunden anfallen, vor allem, wenn ein Projekt termingerecht abgeschlossen werden muss. Meistens arbeitest du tagsüber zwischen 7 und 18 Uhr. Arbeit an Wochenenden oder Feiertagen ist die Ausnahme.
Deine Aufgaben finden oft im Freien statt, was das Arbeiten im Sommer angenehm machen kann, aber auch herausfordernd im Winter. Für einen normalen Arbeitstag als Bootsbauer musst du gut organisiert sein, um alle Aufträge rechtzeitig zu erledigen.
Wie viel verdient ein Bootsbauer?
In Deutschland beträgt das durchschnittliche Jahresgehalt eines Bootsbauers etwa 38.200 € brutto, was monatlich rund 3.183 € entspricht. Die Einstiegsgehälter beginnen bei ungefähr 2.400 € brutto im Monat. Doch mit zunehmender Erfahrung können Bootsbauerinnen monatlich bis zu 4.200 € verdienen. Diese Gehälter hängen stark von der Region, dem Arbeitgeber sowie den individuellen Qualifikationen ab.
Wie viel verdient ein Bootsbauer in der Ausbildung?
Als Bootsbauer bzw. als Bootsbauerin kannst du in der Holz verarbeitenden im Schnitt mit folgender Ausbildungsvergütung rechnen:
- im 1. Ausbildungsjahr: 979 Euro
- im 2. Ausbildungsjahr: 1.048 Euro
- im 3. Ausbildungsjahr: 1.119 Euro
- im 4. Ausbildungsjahr: 1.182 Euro
In einem tarifgebundenen Betrieb ist deine Vergütung als Bootsbauer bzw. als Bootsbauerin vertraglich festgelegt. Je nach Bundesland und Branche gelten aber ganz unterschiedliche Tarifverträge.
Du möchtest gerne mehr über das Bootsbauer Gehalt erfahren? Hier geht es zur Gehaltsseite.
Wie läuft die Ausbildung als Bootsbauer ab?
Die Ausbildung zum Bootsbauer verläuft dual. Im Rahmen der dualen Ausbildung verbringst du Zeit im Betrieb und in der Berufsschule. Praktische Fertigkeiten lernst du direkt vor Ort in einer Werft. Das theoretische Wissen, beispielsweise über Materialien und Technik, erwirbst du in der Schule. Auch das Bedienen von Maschinen und Werkzeugen gehört dazu.
Zusätzliche Lehrgänge können Einblicke in Spezialbereiche geben, wie etwa die Elektrik oder Hydraulik von Booten. Nach der Ausbildung kennst du den gesamten Prozess vom Bau bis zur Reparatur. Du wirst auf eine verantwortungsvolle Tätigkeit im Bootsbau vorbereitet.
Wie lange dauert die Ausbildung als Bootsbauer?
Die Ausbildung zum Bootsbauer dauert in der Regel 3 Jahre. In dieser Zeit lernst du in der Berufsschule theoretische Grundlagen und arbeitest in einem Unternehmen. Bei guten Leistungen besteht die Möglichkeit, die Ausbildung zu verkürzen.
Zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres legst du den ersten Teil deiner Gesellenprüfung ab. Dabei fertigst du ein Prüfungsstück an, führst ein Fachgespräch und bearbeitest schriftliche Aufgaben. Am Ende deiner Ausbildung folgt der zweite Teil der Gesellenprüfung, der sich ähnlich wie der erste zusammensetzt. Anstelle des schriftlichen Teils erfolgt eine mündliche Prüfung.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Bootsbauer?
Während der Ausbildung zum Bootsbauer lernst du viele wichtige Inhalte. Du befasst dich mit der Verarbeitung von Materialien wie Holz, Kunststoff und Metall. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Montage von Bauteilen. Dies erfolgt oft anhand von technischen Zeichnungen. Du lernst, Spezialwerkzeuge und Maschinen zu benutzen.
Auch das Thema Wartung und Reparatur spielt eine Rolle. Zudem bekommst du Kenntnisse in der Teamarbeit vermittelt, da der Bootsbau ein Gemeinschaftsprojekt ist. Die Ausbildung ist sehr vielseitig und bietet dir ein breites Spektrum an Fähigkeiten.
Für die Ausbildung zum Bootsbauer benötigst du einige wichtige Voraussetzungen. Technisches Verständnis und handwerkliches Geschick sind zentral. Du solltest Spaß am Umgang mit Werkzeugen haben und sorgfältig arbeiten. Auch die Arbeit im Team ist essentiell, da Projekte meist gemeinsam abgeschlossen werden.
Des Weiteren ist ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen von Vorteil, um Pläne richtig umsetzen zu können. Körperliche Fitness kann hilfreich sein, da die Arbeit manchmal anstrengend ist. Besonders wichtig ist jedoch eine hohe Motivation.
- Mathe
- Physik
- Werken/ Technik
- Handwerklich-technisches Geschick
- Sorgfalt & Genauigkeit
- Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein
- Umfeld: Werkstatt, Fertigungshalle, Handwerksbetrieb
- Sonn- und Feiertagsarbeit
- Körperliche Beanspruchung
Eine Tätigkeit im handwerklichen Bereich kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:
Hast du deine Ausbildung als Bootsbauerin erfolgreich abgeschlossen, gibt es vielfache Möglichkeiten zur Weiterbildung, z. B. als Boots- und Schiffbauermeister. Eine große Auswahl gibt es auch im kaufmännischen oder technischen Bereich, z.B. als Techniker für Schiffbautechnik. Oder besitzt du die (Fach-)Hochschulreife und möchtest die Segel lieber Richtung Studium setzen? Dann kannst du z.B. Schiffbau studieren.
Bei Weiterbildungen unterscheiden wir zwischen 3 verschiedenen Wegen:
- Anpassungsfortbildung
- Aufstiegsfortbildung
- Studium
Zusammenfassend bietet die 3,5-jährige Ausbildung zum Bootsbauer viele Möglichkeiten. Du arbeitest in einem spannenden Umfeld und kannst handwerkliche Fähigkeiten täglich anwenden. Die Aufgaben sind abwechslungsreich und reichen vom Bau neuer Boote bis zur Reparatur bestehender.
Nach der Ausbildung eröffnen sich dir zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten und Karriereschritte. Du kannst verantwortungsvolle Positionen übernehmen oder sogar dein eigenes Unternehmen gründen. Somit steht einer erfolgreichen Zukunft als Bootsbauer nichts im Wege. Dieser Beruf bietet dir viel Abwechslung und spannende Perspektiven.
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Weitere Infos
Bildnachweis: „Schiff im Hafen“ © Rudmer Zwerver / Fotolia; „Bootsbauer fertigt neues Bootsdeck" ©Phovoir - stock.adobe.com; „Bootsbauer arbeitet am Glasfaserrumpf" ©Seventyfour - stock.adobe.com; „Bootsbauer beim Polieren eines Bootes" ©Gilles ARROYO - stock.adobe.com; „Beplanken eines Holzbootes" ©pressmaster - stock.adobe.com; „Modernisierung eines alten Bootes" ©Gilles ARROYO - stock.adobe.com; „Bootsbauer lackiert Schiffsrumpf" ©Amnatdpp - stock.adobe.com