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Konstruktionsmechaniker – Ausbildung & Beruf

Dass die Titanic 1912 sank – daran war ein Eisberg schuld. Grundsätzlich jedoch sorgen die stabilen Stahlkonstruktionen dafür, dass Schiffe sicher über die Meere und Ozeane kommen. Diese anzufertigen ist die Aufgabe von Konstruktionsmechanikern.

Was macht ein Konstruktionsmechaniker?

Diese stellen Metallbaukonstruktionen jeglicher Art her. Zunächst bereiten sie im Betrieb Einzelteile für Aufzüge, Kräne, Schiffe oder ähnliches vor, um sie dann auf der Baustelle zu montieren. Abschließend übergeben sie die Konstruktionen und Systeme an die Kunden und weisen diese in die Bedienung ein. Zudem gehören die Wartung und Instandsetzung der Produkte zu ihrem Aufgabengebiet.

Da die einzelnen Bauteile nicht nur manuell, sondern auch mithilfe maschineller Verfahren angefertigt werden, wird dir in der Ausbildung beigebracht, wie man die Maschinen auswählt und einrichtet. Zudem lernst du Schablonen herzustellen und Bleche, Rohre oder Profile umzuformen. Die Ausbildung sieht außerdem vor, dass du deine Kenntnisse und Fertigkeiten in einem bestimmten Einsatzgebiet (z.B. Schiffbau, Schweißtechnik oder Feinblechbau) vertiefst.

Ganz allgemein – wie in allen industriellen Metallberufen – wirst du in deiner Ausbildung auch darin unterrichtet werden, wie man Arbeitsabläufe plant und steuerungstechnische Unterlagen auswertet.

Konstruktionsmechaniker sind hauptsächlich bei Unternehmen des Metall-, Maschinen- oder Fahrzeugbaus angestellt. Aber auch im Schiffs- und Stahlbau sowie im Baugewerbe werden sie gebraucht.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3,5 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

So läuft die Ausbildung ab

Du findest diesen Beruf spannend und interessant? Dann fragst du dich bestimmt: Wie kann ich Konstruktionsmechaniker werden? In deiner Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Die praktische Seite des Berufsbildes lernst du im Betrieb kennen, indem du konkrete Aufgaben übernimmst. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Darin hältst du fest, welche Aufgaben und Inhalte du in deiner Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker lernst. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig. 

Deine Abschlussprüfung besteht aus 2 Teilen. Teil I der Abschlussprüfung wird vor Ende des 2. Ausbildungsjahres abgelegt. Teil II der Abschlussprüfung folgt am Ende deiner Ausbildung und besteht aus mehreren Prüfungsbereichen. Nach Bestehen deiner Abschlussprüfung darfst du dich staatlich anerkannter Konstruktionsmechaniker nennen.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Industriemeister für Metall oder zum Techniker für Metallbautechnik oder Maschinentechnik. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Konstruktionstechnik, Maschinenbau oder Bauingenieurwesen.

Konstruktionsmechaniker: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
11%
Mittlere Reife
56%
Hauptschulabschluss
30%
Kein Abschluss
3%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Werken / Technik
Mathe
Physik

3 wichtige Stärken:

Selbstorganisation
Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein
Sorgfalt & Genauigkeit

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Werkstatt, Fertigungshalle, Handwerksbetrieb
Schichtarbeit
Mehrwöchige Dienstreisen

Konstruktionsmechaniker kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die Mehrheit der Azubis startet mit einem Realschulabschluss in die Ausbildung, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Danach folgen Azubis mit Hauptschulabschluss und ein kleinerer Teil beginnt die Ausbildung mit (Fach-)Abitur oder ohne Abschluss.

Gute Noten und Kenntnisse in Werken/Technik zahlen sich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus, denn sie helfen dir beim Umgang mit Fräs-, Bohr- und Schneidemaschinen. Auch gute Kenntnisse in Mathe und Physik können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein, beispielsweise bei der Berechnung von Flächen und Winkeln an Metallkonstruktionen. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du ein großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker mitbringst. Neben einer guten Selbstorganisation ist in diesem Beruf vor allem eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise von Vorteil, zum Beispiel beim Präzisionsschneiden von Blechen. Zudem solltest du über Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein verfügen, z.B. beim Einfügen von großen und schweren Bauteilen aus Metall.

Konstruktionsmechaniker ist ein handwerklicher Beruf. Überwiegend arbeiten Konstruktionsmechaniker in Werkstätten und zum Teil auch im Schichtbetrieb. Bei längeren Montageeinsätzen fallen mehrwöchige Dienstreisen an.

Dein Arbeitsumfeld kann unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In einem kleinen Unternehmen hast du in der Regel feste Arbeitszeiten und kannst auch auf Baustellen unterwegs sein und arbeitest im Freien. Bei der Arbeit in Werk- und Produktionshallen ist das Tragen von Schutzkleidung Pflicht. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

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Bildnachweis: „Mechaniker mit Schweißerhelm" © maxhalanski / Fotolia