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Hebamme
Gehalt & Verdienst

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Dein zukünftiges Gehalt spielt bei deiner Berufswahl eine wichtige Rolle. Pauschale Aussagen zum Verdienst als Hebamme sind aber leider nicht möglich. Warum das so ist und welches Gehalt eine Hebamme in Ausbildung und Beruf zum Beispiel verdienen kann, erfährst du im Gehaltscheck. 

Gehalt in der Ausbildung

Dein Azubi-Gehalt als Hebamme richtet sich danach, ob du den praktischen Teil deines Dualen Studiums in einer öffentlichen, kirchlichen oder privaten Einrichtung absolvierst, und ob der Träger deiner praktischen Ausbildung an einen Tarifvertrag gebunden ist und in welchem Bundesland du beschäftigt bist.

In einer tarifgebundenen Einrichtung ist deine Vergütung als Hebamme vertraglich geregelt. Allerdings gelten je nach Träger und Region unterschiedliche Tarifverträge. In staatlichen Einrichtungen, die sich an den Regelungen des öffentlichen Dienstes orientieren, sowie bei kirchlichen Verbänden und Einrichtungen (z.B. Caritas oder Diakonie) erhalten Duale Studenten Vergütungen in dieser Größenordnung:

  • im 1. Ausbildungsjahr 950 bis 1.140 Euro brutto
  • im 2. Ausbildungsjahr 1.000 bis 1.200 Euro brutto
  • im 3. Ausbildungsjahr 1.100 bis 1.300 Euro brutto

In Einrichtungen privater Träger können eigene Gehälter für Hebammen in der Ausbildung gelten.

Gehalts-Barometer Hebamme

Die Vergütung von Hebammen während der Ausbildung ist vergleichbar mit der Ausbildungsvergütung in anderen vergüteten Pflegeberufen, wie zum Beispiel dem Pflegefachmann. Das liegt daran, dass für viele Azubis in diesem Bereich dieselben tariflichen Bestimmungen gelten. Daneben gibt es aber auch schulische Ausbildungen im Pflegebereich, bei denen keine Ausbildungsvergütung vorgesehen ist oder nur in bestimmten Bundesländern, wie etwa beim Erzieher oder Kinderpfleger.

Aufgepasst: Was bedeuten diese Zahlen?

Bei diesen Zahlen handelt es sich um gerundete Beträge in einigen Ausbildungsbereichen. Somit kann dein individuelles Gehalt während dem Dualen Studium zur Hebamme auch niedriger ausfallen! Tipp: Einige Unternehmen nennen in ihren Stellenanzeigen die konkrete Ausbildungsvergütung. Informiere dich deshalb auch im Stellenmarkt über dein Gehalt in der Ausbildung.

Beispiel aus der Praxis

Vanessa absolviert ein Duales Studium zur Hebamme in einem staatlichen Klinikum, in dem der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst von Bund und Gemeinden (Pflege) gilt. Nach diesem Vertrag stehen Vanessa seit März 2019 folgende Vergütungen zu: Im 1. Lehrjahr 1.141 Euro, im 2. Jahr 1.202 Euro und im 3. Jahr der Ausbildung 1.303 Euro.

Gehalt im Beruf

Die Höhe deines Gehalts als Hebamme wird durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst, wie Berufserfahrung, Arbeitsort und Branche. Wenn dein Arbeitgeber an einen Tarifvertrag gebunden ist, dann gelten für dein Einkommen als Hebamme feste Bestimmungen. Abhängig vom Träger der Einrichtung und deiner Region gilt von Fall zu Fall ein anderer Tarifvertrag.

Das Gehalt einer Hebamme unterscheidet sich nach vielen Kriterien. Beispielsweise verdient eine Hebamme im öffentlichen Dienst anders als eine Hebamme, die freiberuflich oder in einer Praxis tätig ist. Insgesamt kann man aber sagen, dass sich das Monatsgehalt zwischen 1.900 Euro und 2.600 Euro brutto befindet.

Sollte es dein Ziel sein, irgendwann einmal leitende Hebamme zu werden, dann könnte dein Gehalt bis zu 3.500 EUR brutto ansteigen. Je nachdem eignen sich viele Hebammen auch noch Zusatzqualifikationen an (beispielsweise das Leiten von Yogakursen), welche das Gehalt ebenfalls positiv beeinflussen können.

Gehalt nach Träger der Einrichtung

  • staatliche Einrichtungen (TVöD - Krankenhäuser oder - Pflege): 2.000 bis 2.300 Euro
  • kirchliche Einrichtungen (Arbeitsvertragsrichtlinien, AVR): 2.000 bis 2.200 Euro
  • private Einrichtungen (z.B. Privatkliniken, private Pflegeheime): legen eigene Gehälter fest

Aufgepasst: Was bedeuten diese Zahlen?

Dies sind Beispielverdienste für Hebammen in einigen Bereichen. Je nach Arbeitsbereich und Einrichtung können aber ganz unterschiedliche Tarifverordnungen gelten, so dass dein tatsächliches Gehalt auch über oder unter den angegebenen Beträgen liegen kann. Darüber hinaus könntest du mit der entsprechenden persönlichen Qualifikation in eine andere Tarifgruppe eingeordnet werden. Und mit den Berufsjahren steigen in der Regel auch die Gehälter.

Stand: 05/2020

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