Heilpädagoge / Heilpädagogin
Gehalt & Verdienst
Der Heilpädagoge leistet Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen einen wertvollen Dienst. Spiegelt sich dies auch im Heilpädagogik Gehalt wider?
Wie viel verdient ein Heilpädagoge (m/w/d) in der Ausbildung?
Möchtest du Heilpädagoge werden, hast du die Wahl zwischen einer Weiterbildung und einem Studium.
Die Ausbildung bzw. Weiterbildung Heilpädagogik wird in der Regel nicht bezahlt.
Wie viel verdient ein Heilpädagoge in der Weiterbildung?
In der Regel ist die Weiterbildung Heilpädagogik an Fachakademien und staatlichen Fachschulen kostenfrei. Anfallende Arbeitsmaterialien, deine Unterbringung sowie Fahrtkosten bezahlst du aber selbst. Finanzielle Unterstützung kannst du in Form von Aufstiegs-BaföG beantragen oder mit einem Weiterbildungsstipendium zur Förderung besonders begabter junger Fachkräfte.
Die Weiterbildung Heilpädagogik läuft schulisch ab, deshalb bekommst du kein Azubi-Gehalt. Im berufspraktischen Teil deiner Weiterbildung bist du in einer Einrichtung tätig und wirst dafür unter Umständen auch vergütet.
Wie viel verdient ein Heilpädagoge im Studium?
Das Heilpädagogik Studium ist prinzipiell kostenlos. Wenn du es aber als Zweitstudium wählst oder zu den Langzeitstudierenden gehörst, werden Studiengebühren fällig. Darüber hinaus solltest du ein gewisses Budget für Studentenwerksbeiträge, Lehrmaterialien oder eine studentische Krankenversicherung einplanen.
Für dein Studium erhältst du keine Vergütung. Eine Ausnahme bilden Praxisphasen, für die eine Entlohnung vereinbart werden kann.
Ähnlich ist es bei einem Dualen Studium. Ob du etwas verdienst und wenn ja, wie viel, hängt vom einzelnen Ausbildungsmodell und dem ausbildenden Unternehmen ab.
Viele Ausbildungsberufe im sozialen, pflegerischen oder pädagogischen Bereich laufen schulisch ab und du erhältst als Auszubildender oder Auszubildende keine Vergütung. Beispiele dafür sind die Ausbildungen zum Heilerziehungspfleger, Heilerziehungspflegehelfer oder zur Sozialpädagogischen Assistentin.
Es gibt aber auch Ausbildungsberufe im sozial-pflegerischen Bereich, in denen du schon als Azubi mit einer Vergütung rechnen kannst. Dazu gehören u. a. die Ausbildungen zur Erzieherin, zum Pflegefachmann oder zum Logopäden. Je nachdem, in welchem Ausbildungsbetrieb du lernst und welcher Branche dieser zugeordnet wird, erhältst du einen Azubi-Mindestlohn oder wirst nach Tarifvertrag bezahlt, wie z. B. im öffentlichen Dienst.
Klick dich durch unseren Gehaltscheck, um verschiedene Ausbildungsvergütungen miteinander zu vergleichen.
Aufgepasst: Was bedeuten diese Zahlen? Diese Zahlen sind Durchschnittswerte. Dein tatsächliches Azubi-Gehalt kann also auch unter diesen Beträgen liegen! Tipp: Einige Unternehmen geben in ihren Stellenanzeigen die konkrete Ausbildungsvergütung an. Informiere dich also auch im Stellenmarkt über dein Einkommen in der Ausbildung:
Viele Heilpädagogen sind in sozialen Einrichtungen tätig und werden nach Tarifvertrag bezahlt. Für deine Eingruppierung in die Entgelttabellen spielen mehrere Faktoren eine Rolle: Dein Ausbildungshintergrund, deine Berufserfahrung und dein Verantwortungsbereich bzw. deine Befugnisse.
Beispielhafte tarifliche Einstiegsgehälter in verschiedenen Branchen:
Was verdient ein Heilpädagoge im öffentlichen Dienst?
Nach dem erfolgreichen Fachhochschulabschluss steigst du im einfachen Tätigkeitsbereich in den Beruf ein. Arbeitest du in einer kommunalen Einrichtungen oder bei einem städtischen Träger, bekommst du Tariflohn im öffentlichen Dienst und verdienst ein Heilpädagoge Gehalt von 2.900 bis 4.100 Euro brutto pro Monat. Dieses steigt mit weiterer Berufserfahrung in festen Intervallen an.
Was verdient ein Heilpädagoge bei der Diakonie/Caritas?
Bei kirchlichen oder freien Trägern wie der Caritas oder Diakonie gelten eigene Tarifverträge. Hier kannst du mit einem Einstiegsgehalt von 2.800 bis 4.100 Euro rechnen.
Eine abgeschlossene Hochschulbildung und die staatliche Anerkennung zum Heilpädagogen bzw. zur Heilpädagogin ermöglichen dir den Zugang zur nächst höheren Eingruppierung, bei der du mit 3.500 Euro brutto monatlich einsteigst und dich bis zu einem maximalen Heilpädagoge Gehalt von ca. 5.000 Euro steigern kannst.
Mit mehr Berufserfahrung steigt dein Gehalt als Heilpädagoge spürbar an. Am Anfang verdienst du eher im unteren Bereich der gängigen Tarifgruppen. Mit einigen Berufsjahren, Fortbildungen und wachsender Verantwortung rutschst du in höhere Entgeltstufen. Später kannst du als Gruppenleitung oder in der Organisation arbeiten und bekommst dafür spürbare Gehaltssteigerungen. So lohnt sich jede zusätzliche Erfahrung langfristig direkt auf deinem Lohnzettel.
Zusätzlich zu deinem Monatsgehalt bekommst du als Heilpädagoge oft verschiedene Extras. Dazu zählen zum Beispiel Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder eine jährliche Sonderzahlung im öffentlichen Dienst. Häufig gibt es auch Zuschläge für Schichtdienst, Bereitschaft oder Arbeit zu ungünstigen Zeiten. Manche Träger zahlen zusätzlich eine Betriebsrente oder vermögenswirksame Leistungen als Extra zum Gehalt. Frag im Bewerbungsgespräch ruhig genau nach, welche Zulagen und Sonderzahlungen angeboten werden.
Durch Spezialisierung kannst du dein Gehalt als Heilpädagoge deutlich verbessern. Wenn du zum Beispiel eine Weiterbildung in Beratung, Therapie oder Frühförderung machst, steigert das deinen Marktwert. Mit zusätzlichem Studium oder ählichen Qualifikationen hast du Chancen auf Leitungsfunktionen mit höherem Verdienst. Auch spezialisierte Einrichtungen oder ambulante Dienste zahlen für gefragte Experten oft bessere Gehälter. Fortbildungen bringen dir also nicht nur mehr Wissen, sondern auch mehr Einkommen.
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