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Personenschutz
Ausbildung & Beruf

Personenschutz
Personenschutz

Besonders für Personen in der Öffentlichkeit besteht ein großer Bedarf an Schutz und Sicherheit. Hierfür beanspruchen beispielsweise Politiker, Firmenchefs und Stars einen eigenen Personenschutz. Alles über die Personenschutz Ausbildung und den Beruf erfährst du jetzt hier.

Was macht ein Personenschützer (m/w/d)?

Als Personenschützer beschützt du, wie die Berufsbezeichnung schon sagt, eine Person. Mit deiner Anwesenheit stellst du beispielsweise die sichere Bewegungsfreiheit der Schutzperson sicher. 

Durch zunehmende Bekanntheit kann eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit möglich sein. Dabei stehst du jederzeit an der Seite von deiner Schutzperson oder bist in unmittelbarer Nähe. Du behältst die Umgebung im Blick und schreitest bei Gefahren ein. Das bedeutet, dass du die Schutzperson in Sicherheit bringst und für weiteren Schutz sorgst. Neben dem aktiven Schutz der Person erstellst du Schutzkonzepte und Analysen. 

Auch wenn Kinofilme häufig einen sehr actionreichen Alltag vermitteln, trifft das in der Realität selten zu. In einer Sache unterscheiden sich Film und Realität nicht: Deine Bereitschaft, dein Leben zu lassen. Wenn du dich für diesen Beruf entscheidest, solltest du dies bedenken.

Die Voraussetzungen für die Ausbildung

Für die Personenschutz Ausbildung sind neben körperlichen Eigenschaften auch mentale Fähigkeiten entscheidend. 

  • Natürlich solltest du für diesen Beruf über eine gute körperliche Fitness verfügen. Dadurch stellst du sicher, dass du in gefährlichen Situationen über die nötige Ausdauer verfügst.
  • Zusätzlich benötigst du geistige Fähigkeiten, die dir das Einschätzen von Situationen erlauben.
  • Schnelle Reaktionsfähigkeit sowie eine gute Auffassungsgabe dürfen bei einem guten Personenschützer ebenfalls nicht fehlen.
  • Durch den Umgang mit Menschen solltest du über gute Umgangsformen verfügen. Auch wenn du kaum richtigen Kontakt mit deiner Schutzperson hast, solltest du mit ihr umzugehen wissen.
  • Hierfür ist darüber hinaus ein gepflegtes Äußeres wichtig.
  • Diskretion ist dein zweiter Vorname.
  • Für die Security Ausbildung besteht bei den meisten Anbietern ein Mindestalter von 18 Jahren.
  • Unerlässlich ist ein gutes Führungszeugnis. Das bedeutet, dass du keine Einträge in deiner Polizeiakte hast. Die genauen Anforderungen unterscheiden sich bei den Anbietern.

Wo arbeitet ein Personenschützer?

Als Personenschützer/in bist du die meiste Zeit bei der Arbeit unterwegs. Denn eine Schutzperson benötigt deine Arbeit, wenn diese unterwegs ist. Das kann beispielsweise bei Events, zu Terminen oder bei Freizeitaktivitäten sein. Wie häufig sich dein Arbeitsplatz ändert, ist von deinem Auftrag und deinem Arbeitsverhältnis abhängig. 

Als selbstständiger Personenschützer ist ein häufiger Wechsel der Schutzpersonen möglich. Bei einem festen Arbeitsverhältnis über eine Firma können dir feste Schutzpersonen zugeteilt werden. Durchaus möglich ist der durchgängige Schutz einer einzigen Person oder ganzen Familie.

Personenschutz-Ausbildung

Eine klar geregelte Personenschutz-Ausbildung gibt es nicht, sodass keine einheitlichen Vorgaben existieren. Viele Unternehmen und Auftraggeber setzen jedoch eine Ausbildung voraus.

Für die Personenschutz-Ausbildung kannst du aus verschiedenen Akademien auswählen. Zusätzlich stehen dir verschiedene Abschlussprüfungen zur Verfügung. Einen anerkannten Abschluss bietet beispielsweise die Industrie- und Handelskammer (IHK) an. In einem zertifizierten Lehrgang wirst du intensiv auf die Prüfung vorbereitet.

Für den Beruf ist besonders wichtig, dass du einen anerkannten Lehrgang absolvierst, der viele Themen intensiv behandelt. Neben der Theorie gehört zu deiner Security Ausbildung ein praktischer Teil, indem du das Gelernte anwendest. Die Dauer variiert in Abhängigkeit von der Akademie, beläuft sich in den meisten Fällen aber auf 6 bis 12 Monate.

Die begehrten Plätze an den Akademien erfordern eine gute Bewerbung. Gute Chancen bei einer Bewerbung hast du, wenn du bereits über eine Ausbildung bei der Polizei oder Bundeswehr verfügst. Diese Vorkenntnisse sind auch für spätere Jobs vorteilhaft.

Möchtest du beispielsweise als Personenschützerin beim Bundeskriminalamt (BKA) tätig werden, brauchst du das Studium zum Kriminalkommissar (Polizeiausbildung). Hierfür benötigst du das Abitur, damit du in den gehobenen Dienst aufgenommen wirst.

Die Spezialausbildung als Personenschützer findet als Fortbildung statt, dauert etwa 12 Wochen und umfasst ein intensives Training in verschiedenen Bereichen. Hierzu gehören beispielsweise die Selbstverteidigung, Teamübungen und das Schießtraining. Mit erfolgreichem Abschließen des Lehrgangs kannst du dich als „Personenschützer im BKA“ bezeichnen.

Die Kosten der Ausbildung

Für die Personenschutz Ausbildung an einer Akademie fallen Kosten an, die von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich sind. Für eine gute Vollzeitausbildung kannst du mit Kosten in Höhe von 10.000 Euro rechnen. In einigen Fällen kannst du diese Kosten von einem Leistungsträger übernehmen lassen. Zu diesen Leistungsträgern zählt beispielsweise die Agentur für Arbeit. Ob die Kostenübernahme und die Umschulung für dich infrage kommt, kannst du in einem persönlichen Gespräch erfragen.

Weitere Infos

Bildnachweis: „Personenschützer bei der Arbeit" © Igor Stevanovic - stock.adobe.com