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Politiker / Politikerin
Ausbildung & Beruf

Demonstration
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Du möchtest die Zukunft unseres Landes aktiv mitgestalten, in Ausschüssen arbeiten und dabei spannende Leute kennenlernen? Als Politiker oder Politikerin ist genau das möglich. Wie du Politiker wirst, zeigen wir dir in diesem Beitrag.

Was macht ein Politiker (m/w/d)?

Politiker kennen wir häufig von ihren Reden im Bundestag. Doch neben den Abgeordneten dort gibt es zahlreiche weitere Posten in der Politik: Mitglieder des Stadt- oder Gemeinderats, den örtlichen Bürgermeister, Kreis- und Landtagsabgeordnete, Mitglieder des Senats oder des Abgeordnetenhauses. Und auch im Europäischen Parlament sitzen Abgeordnete aus Deutschland.

Welche Aufgaben Politiker haben, hängt somit stark davon ab, welche Position sie einnehmen und wo sie sich engagieren. Es gibt nicht nur die gewählten Volksvertreter, sondern auch Politiker, die in ihrer Partei bestimmte Aufgaben übernehmen, beispielsweise als Schatzmeister, Generalsekretär oder Pressesprecher.

Politik als Beruf: Neben hauptamtlichen Politikern, also Leuten, die von der Politik leben können, gibt es viele Ehrenamtliche, die sich neben ihrem eigentlichen Beruf politisch engagieren.

Politiker möchten Einfluss auf die Entwicklungen unseres Landes nehmen und gesellschaftliche Probleme lösen. Zum Arbeitsalltag gehören Telefonate, Konferenzen und Sitzungen. Auf all das müssen sie sich gründlich vorbereiten – in einigen Positionen haben Politiker und Politikerinnen auch Mitarbeiter, die sie bei der Arbeit unterstützen.

Als Politiker bist du aber auch für die Bürger da, besuchst Veranstaltungen oder hältst Sprechstunden ab. So merkst du, was deine (potenziellen) Wähler bewegt und kannst das in deine Tätigkeit einfließen lassen.

Politiker werden: So geht’s!

Abhängig von den persönlichen Interessen wählen angehende Politiker oft schon in jungen Jahren eine passende Partei und engagieren sich dort. Grundsätzlich gibt es aber keinen bestimmten Weg, den man als Politiker wählen muss oder sollte, um Politik zum Hauptberuf zu machen. Es gibt keine Politiker-Ausbildung und auch ein Studium der Politikwissenschaft führt nicht zwangsweise zum Politikerdasein.

Viele Politiker, die aktuell Mitglied des deutschen Bundestags sind, haben sich bereits früh in den Jugendorganisationen ihrer Partei engagiert. So lernen sie, wie politische Entscheidungen getroffen werden, wie Wahlkampf funktioniert und können Erfahrungen sammeln. Durch Praktika bei Abgeordneten lernst du auch deren Arbeit kennen und wenn du selbst Verantwortung in der Partei, beispielsweise im Kreisverband, übernimmst, hast du gute Chancen auf weitere Aufgaben.

Quereinstieg: Als Politiker ist es verhältnismäßig einfach, auch als Quereinsteiger durchzustarten. Wenn dich erst später im Leben etwas Konkretes stört, kannst du dich auch erst dann politisch engagieren. Auf lokaler Ebene kannst du meist schneller etwas bewegen und hast auch die Möglichkeit auf (bezahlte) Posten.

Oft ist es hilfreich, wenn du dich auf einen bestimmten Bereich spezialisierst. Das geht natürlich auch über eine Ausbildung oder ein Studium. So kannst du deine fachliche Expertise auch in die Politik einbringen – oft sehr hilfreich und gern gesehen. Diese Fachgebiete sind beispielsweise möglich:

  • Außen- und Sicherheitspolitik
  • Bildungspolitik
  • Gesundheitspolitik
  • Familienpolitik
  • Kulturpolitik
  • Sozialpolitik
  • Verkehrspolitik und Infrastruktur

Diese Fähigkeiten brauchen Politiker

Möchtest du hauptamtlicher Politiker werden, erfordert das Biss und Durchhaltevermögen. Du musst dich schon früh klar positionieren – und tatsächlich auch Glück haben. Die richtigen Kontakte zur richtigen Zeit, gut geplante Praktika und viel Engagement sind der Grundstein für eine Karriere in der Politik.

Du musst stressresistent und flexibel sein, denn häufig kommen Termine kurzfristig rein. Je nachdem, worauf du den Fokus deiner Arbeit legst, können Sitzungen auch abends stattfinden – Parteitage sind oft am Wochenende. 

Weitere wichtige Voraussetzungen für die Arbeit als Politiker sind Loyalität und eine klare Linie: Du musst zeigen, für was du stehst. Das werden deine Wähler und auch die anderen Parteimitglieder zu schätzen wissen. 

Ein gewisser Charme schadet auch nicht, denn du wirst oft vor Leuten sprechen und musst dich dabei gut präsentieren. Fachwissen ist immer das eine – wie du es rüberbringst, das andere.

Alternativen zum Beruf Politiker

Politiker werden eigentlich immer gesucht, trotzdem sind die bezahlten Posten rar. Je nachdem, was dich am Berufsfeld Politik interessiert, kannst du aber auch in anderen Jobs durchstarten.

Interessiert dich das Feld der kommunalen Verwaltung, ist eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte/r aussichtsreich. Du kannst hier auch auf Bundes- oder Länderebene arbeiten und so ebenfalls spannende Persönlichkeiten kennenlernen.

Stehst du gern in der Öffentlichkeit, können auch Medienberufe zu dir passen.

Weitere Infos

Bildnachweis: „Schild bei Klimademonstration" © Halfpoint - stock.adobe.com; „Junge Frau am PC" © goodluz / Fotolia; „Journalistin bei der Arbeit" © fizkes - stock.adobe.com; „Junger Mann in Bibliothek" © Tyler Olson Simplefoto - stock.adobe.com; „Medienkauffrauen bei Besprechung am Schreibtisch" © Liana Dudnik - stock.adobe.com