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Behälter- und Apparatebauer / Behälter- und Apparatebauerin
Ausbildung & Beruf

Ausbildungsgehalt 888 – 1.140 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 3,5 Jahre
Ausbildungsart duale Ausbildung
Empfohlener Abschluss i. d. R. Mittlere Reife

Was macht ein Behälter- und Apparatebauer (m/w/d)?

Als Behälter- und Apparatebauer stellst du unter anderem große Trinkwassertanks, Rohrleitungen, Behälter und Armaturen für Kessel her. In den Behältern und Apparaten entstehen nicht selten eine hohe Drücke, Hitze oder Kälte. Zum Einsatz kommen deine Werke in Industrieanlagen, beispielsweise in einer Brauerei. Für deine Arbeit verwendest du unterschiedliche Materialien. Insbesondere nutzt du Kupfer, Stahl und sogenannte Nichteisenmetalle. Du schneidest die Materialien und formst diese mit Umform- und Rohrbiegemaschinen in die richtige Form.

Neben der Herstellung übernimmst du in diesem Beruf die Montage einzelner Bauteile und Baugruppen. Dazu gehört die Montage direkt beim Kunden vor Ort. Sorgfältige Arbeit ist unerlässlich, damit die Behälter und Apparate den Anforderungen standhalten. Des Weiteren übernimmst du die Wartung und Reparatur. Stellst du einen Fehler oder eine Störung fest, beseitigst du diese mit geeigneten Maßnahmen.

Wo kann ich als Behälter- und Apparatebauer arbeiten?

Deine Fähigkeiten als Behälter- und Apparatebauerin setzt du vorrangig in Metall- und Maschinenbauunternehmen ein, die auf die Herstellung von Behältern und Apparaten spezialisierst sind. Auch in Gas- und Wasserinstallationsfirmen oder bei Heizungs- und Lüftungsanlagenbauern kommst du zum Einsatz. Deine Tätigkeit variiert zwischen der Arbeit in der Werkstatt und der Montage bei den Kunden vor Ort.

Arbeitszeiten als Behälter- und Apparatebauer

Als Behälter- und Apparatebauer arbeitest du meistens in Werkhallen mit geregelten Arbeitszeiten. In kleineren Betrieben hast du oft eine normale Tagesschicht, zum Beispiel von morgens bis nachmittags. In großen Industrieunternehmen kann Schichtarbeit üblich sein, also Früh-, Spät- oder teilweise Nachtschichten.

Bei Montagen auf Baustellen oder beim Kunden können deine Tage länger werden, dafür bekommst du oft Zuschläge oder Freizeitausgleich. Du bist körperlich aktiv, stehst viel und arbeitest mit schweren Bauteilen. Wichtig ist, dass du gern im Team arbeitest und zuverlässig bist.

Wie viel verdient ein Behälter- und Apparatebauer?

Als Behälter- und Apparatebauer kannst du nach der Lehre mit einem soliden Einstiegsgehalt rechnen. Die genaue Höhe hängt von Branche, Region und Tarifvertrag ab. In tarifgebundenen Metall- und Industriebetrieben verdienst du in der Regel mehr als in kleineren Firmen ohne Tarif. Bist du in der Metallindustrie tätig, sind von 3.000 bis 3.600 Euro üblich. Dagegen liegt das Einstiegsgehalt im Klempner- und Installateurhandwerk bei 2.900 bis 3.400 Euro.

Mit steigender Berufserfahrung, Zusatzqualifikationen oder Schichtarbeit kann dein Lohn deutlich wachsen. Übernimmst du später mehr Verantwortung, zum Beispiel als Meister, steigen deine Verdienstmöglichkeiten weiter. Du hast also gute Chancen, dir mit diesem Beruf ein stabiles und ausbaufähiges Einkommen aufzubauen.

Wie viel verdient ein Behälter- und Apparatebauer in der Ausbildung?

In deiner Ausbildung zum Behälter- und Apparatebauer hast du Anspruch auf eine angemessene Ausbildungsvergütung. Diese steigt mit jedem Ausbildungsjahr an und ist je nach Ausbildungsbetrieb unterschiedlich hoch. Für Unternehmen, die an einen Tarifvertrag gebunden sind, gibt es feste Vorgaben über das Ausbildungsgehalt als Behälter- und Apparatebauer.

In der Metall- und Elektroindustrie kannst im Durchschnitt mit dieser Ausbildungsvergütung rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 888 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 978 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.096 Euro
  • im 4. Ausbildungsjahr: 1.140 Euro

Du möchtest gerne noch mehr über den Lohn als Behälter- und Apparatebauer bzw. Behälter- und Apparatebauerin erfahren? Dann schau dich gerne auf unserer Gehaltsseite um.

Wie läuft die Ausbildung als Behälter- und Apparatebauer ab?

Behälter- und Apparatebauer wirst du über eine duale Ausbildung. Du lernst also im Betrieb und in der Berufsschule. Im Betrieb arbeitest du praktisch an Maschinen, schneidest und formst Bleche, schweißt Bauteile und montierst Behälter. In der Berufsschule bekommst du das passende Grundwissen in Mathe, Technik, Werkstoffkunde und Fachtheorie.

Du lernst, Zeichnungen zu lesen, Fertigungsschritte zu planen und Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Während der Ausbildung legst du eine Zwischenprüfung ab, bevor am Ende die Abschlussprüfung folgt. Danach darfst du dich offiziell Behälter- und Apparatebauer nennen.

Wie lange dauert die Ausbildung als Behälter- und Apparatebauer?

Die reguläre Dauer deiner Ausbildung zum Behälter- und Apparatebauer beträgt 3,5 Jahre. In dieser Zeit steigst du vom einfachen Umgang mit Werkzeugen Schritt für Schritt zu komplexen Aufgaben auf. Wenn du gute Noten hast und dein Betrieb zustimmt, kannst du die Ausbildungszeit oft auf 3 Jahre verkürzen.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Behälter- und Apparatebauer?

Während deiner Ausbildung im Betrieb planst du die einzelnen Arbeitsschritte und lernst die Auswertung und Anwendung der technischen Anlagen. Du fertigst Schablonen aus verschiedenen Werkstoffen, produzierst Bauteile entsprechend der Zeichnungen und nutzt dafür verschiedene Werkzeuge.

Die Berufsschule lernst du in den berufsspezifischen Fächern alles Wichtige für deinen Berufsalltag. Beispielsweise wie du einzelne Baugruppen herstellst und montierst. Zusätzlich stehen allgemeinbildende Fächer auf deinem Stundenplan. Dazu gehören die Naturwissenschaften und die Mathematik.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Behälter- und Apparatebauer

Für die Ausbildung zum Behälter- und Apparatebauer wünschen sich viele Betriebe mindestens einen Hauptschulabschluss. Gute Noten in Mathe, Physik und Technik sind ein Plus, weil du viel rechnest und mit Kräften, Drücken und Maßen arbeitest. Du solltest gern mit den Händen arbeiten und keine Angst vor Metall, Funken oder Maschinen haben.

Wichtig sind außerdem körperliche Fitness, sorgfältiges Arbeiten und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen. Wenn du zuverlässig bist, pünktlich kommst und im Team mitanpackst, hast du sehr gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz in diesem Beruf.

Weiterbildung und Karrierechancen als Behälter- und Apparatebauerin

Nach Abschluss deiner Ausbildung zum Behälter- und Apparatebauer kannst du zwischen 3 verschiedenen Formen der Weiterbildung wählen, wenn du dein Wissen erweitern und auf der Karriereleiter nach oben klettern möchtest: Anpassungsfortbildung, Aufstiegsfortbildung & Studium.

Eine Aufstiegsfortbildung verhilft dir zum Karrieresprung, zum Beispiel als Behälter- und Apparatebauermeister, Techniker - Metallbautechnik oder Technischer Fachwirt. Daneben kannst du auch ein Studium an die Ausbildung anschließen.

Typische Studiengänge für ausgebildete Behälter- und Apparatebauer sind:

Fazit: Deine Zukunft als Behälter- und Apparatebauer

Als Behälter- und Apparatebauer arbeitest du in einem technischen Beruf mit viel Praxis und Verantwortung. Du stellst wichtige Behälter und Apparate her, die in vielen Industrien gebraucht werden. Die Behälter- und Apparatebauer Ausbildung bringt dir alle Fähigkeiten bei, die du dafür brauchst – vom Umgang mit Metall bis zum Lesen von Zeichnungen.

Deine Jobchancen sind gut, weil Fachkräfte gesucht werden und Industrieunternehmen auf deine Arbeit angewiesen sind. Mit Weiterbildungen kannst du dein Wissen erweitern, dein Gehalt steigern und verantwortungsvollere Aufgaben übernehmen. So bleibt der Beruf auch langfristig spannend.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Der Arbeitsmarkt für Behälter- und Apparatebauer ist im Moment stabil und bietet dir gute Chancen auf feste Jobs. Du findest Stellenangebote vor allem in Metallbau, Maschinenbau und in der verarbeitenden Industrie. Durch Spezialisierung und Weiterbildung kannst du als Behälter- und Apparatebauer dein Gehalt steigern und deine Karrierechancen verbessern, zum Beispiel als Vorarbeiter oder in der Arbeitsvorbereitung.

Ja, als Behälter- und Apparatebauer kannst du auch als Quereinsteiger starten, wenn du technisches Interesse und handwerkliches Geschick mitbringst. Oft läuft der Einstieg über eine Umschulung oder eine verkürzte Ausbildung im Metallbereich. Hast du bereits Erfahrung im Schweißen oder in der Metallbearbeitung, fällt dir der Alltag als Behälter- und Apparatebauer deutlich leichter und du lernst schneller.

Als Behälter- und Apparatebauer solltest du vor allem sorgfältig arbeiten können und keine Angst vor Metall, Lärm und großen Bauteilen haben. Wichtig sind handwerkliches Geschick, räumliches Denken und technisches Verständnis. Du arbeitest als Behälter- und Apparatebauer oft im Team, liest Zeichnungen, misst exakt nach und solltest konzentriert bleiben können, auch wenn es stressig wird.

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Ausbildungsgehalt (brutto pro Monat)
1. Ausbildungsjahr
888 €
2. Ausbildungsjahr
978 €
3. Ausbildungsjahr
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