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Industriekeramiker für Verfahrenstechnik – Ausbildung & Beruf

Wer sich wie ein Elefant im Porzellanladen benimmt, sollte diesen Beruf besser nicht ausüben! Denn als Industriekeramiker für Verfahrenstechnik dreht sich alles rund um zerbrechliche Erzeugnisse, wie Tassen, Teller, Fliesen, Waschbecken und Fliesen.

Was macht ein Industriekeramiker für Verfahrenstechnik?

Das Berufsbild Industriekeramiker Verfahrenstechnik ist sehr spannend. Die Hauptaufgabe ist die Herstellung von keramischen Erzeugnissen, welche zudem geformt und verziert werden.

In ihrem Arbeitsalltag stellen Industriekeramiker aus verschiedenen Rohstoffen, wie Ton und Kaolin, die Arbeitsmasse her, die sie anschließend auf verschiedene Arten bearbeiten. Zunächst werden daraus die sogenannten Rohlinge geformt. Diesen Prozess erledigen die Industriekeramiker Verfahrenstechnik entweder manuell auf einer Drehscheibe oder mit Hilfe von Formgebungsmaschinen, die für jeden individuellen Auftrag umgerüstet und neu eingerichtet werden müssen. Anschließend produzieren sie Arbeitsformen aus Gips und Kunststoffen, in denen die Rohlinge später gebrannt werden. Bei diesem Arbeitsschritt ist absolute Präzision gefragt, da die bisher nur vorgeformten Rohlinge noch weich sind und sich während des Brennens an die Arbeitsform anpassen.

Die Industriekeramiker Verfahrenstechnik beobachten währenddessen die Vorgänge im Brennofen und prüfen die gebrannten Erzeugnisse. Oft handelt es sich hierbei um Hightech-Produkte wie Hochspannungsisolatoren, für die sich Keramik besonders eignet, da sie sehr bruchfest und hitzebeständig ist. Nun sind die Rohlinge so hart, dass sie glasiert und dekoriert werden können. Also stellen die Industriekeramiker eine passende Glasur her und tragen diese auf den Rohling auf. Falls der Kunde den Wunsch äußert, wird das Produkt noch mit Mustern, Initialen oder Symbolen verziert.

Im Berufsbild Industriekeramiker Verfahrenstechnik können aber ganz unterschiedliche Aufgabenbereiche  im Vordergrund stehen – je nach Betrieb, Branche und beruflicher Position. Welche Aufgaben du in deiner Ausbildung erlernst, regelt die Ausbildungsverordnung für die keramische Industrie.

Industriekeramiker Verfahrenstechnik arbeiten hauptsächlich in der Keramikindustrie. Hier sind sie zum Beispiel in Porzellanfabriken oder Ziegeleien tätig.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

Schulische Voraussetzungen

Rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf Industriekeramiker Verfahrenstechnik. In der Regel hat etwa die Hälfte der Ausbildungsanfänger einen Hauptschulabschluss. Die zweitgrößte Gruppe sind Azubis mit Realschulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. 

Quelle: Datensystem Auszubildende (http://www.bibb.de/dazubi)

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Bildnachweis: „Schale wird auf einer Töpferscheibe geformt" © CREATISTA / Shutterstock.com