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Verfahrensmechaniker / Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik
Ausbildung & Beruf

Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik (KuK)

Auf Kunststoffe und Kautschuk treffen wir täglich. Egal ob Autoreifen, Legosteine oder Verpackungen – die Materialien findest du überall, weshalb sie aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken sind. Damit beispielsweise neue Legosteine überall zur Verfügung stehen und das neue Starwars-Set vorrätig ist, kommst du als Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik zum Einsatz. Mithilfe verschiedener Verfahren stellst du die kleinen Teile her, sodass am Ende zu Hause daraus Großes entstehen kann.

Berufsbild Verfahrensmechaniker / Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik (KuK)

Was macht ein Verfahrensmechaniker Kunststoff- und Kautschuktechnik (m/w/d)?

Im Berufsbild Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik bedienst du Maschinen, überwachst diese und bereitest die Werkstoffmischung nach Vorgaben vor. Dafür verwendet du hauptsächlich die 2 Materialien Kunststoff und Kautschuk. Vermutlich kennst du die beiden Materialien eher unter den Bezeichnungen Plastik und Gummi. Was du herstellst, ist vielfältig und hängt von deiner Fachrichtung ab. Für den Beruf kannst du dich auf eine von 7 Fachrichtungen spezialisieren:

  • Formteile
  • Halbzeuge
  • Mehrschichtkautschukteile
  • Compound- und Masterbatchherstellung
  • Bauteile
  • Faserverbundtechnologie
  • Kunststofffenste

Die duale Ausbildung wurde 2023 modernisiert und der Beruf umbenannt. Willst du Verfahrensmechniker für Kunstoff- und Kautschuktechnik werden, dann musst du die Ausbildung als Kunststoff- und Kautschuktechnologe absolvieren.

In der Fachrichtung Bauteile stellst du Rohrleistungsteile und -systeme, Bauteile und Baugruppen her. Aber du stellst diese Bauteile nicht nur her, sondern setzt diese auch instand. Diese Bauteile setzen anschließend Unternehmen ein. Beispielsweise benötigt die Ver- und Entsorgung Rohrleitungen aus Kunststoff. Daher müssen die Leitungen unterschiedliche Anforderungen erfüllen, da nicht nur Wasser durchfließt. Auch umweltgefährdende Stoffe und Säuren werden in Unternehmen durch diese Rohre transportiert. Sollte ein Rohr in diesem Fall nicht standhalten, kann das große Auswirkungen mit sich bringen.

Wie sieht der Berufsalltag als Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik aus?

Bevor du als Verfahrensmechaniker oder Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik mit der Herstellung startest, mischst du entsprechend der Vorgaben und Rezepte die richtige Mischung für das Bauteil an. Bei der Mischung nutzt du auch Hilfsstoffe, wie Färbemittel oder Weichmacher. Aufgrund der unterschiedlichen Kundenwünsche benötigst du immer eine andere Mischung. Anschließend wählst du das richtige Verfahren für die Herstellung aus. Bei der Planung der Arbeitsschritte hilft dir die technische Zeichnung. Für die Bearbeitung stehen dir verschiedene Werkzeuge und Maschinen zur Verfügung. Nutzt du eine Maschine, dann stellst du diese entsprechend ein und überwachst den gesamten Prozess. Dazu gehört neben dem Schmelzen und Mischen auch Pressen der Bauteile. In der manuellen Bearbeitung schneidest, bohrst oder fräst du die Teile.

Nach der Produktion nimmst du Feinkorrekturen vor und überprüfst die Qualität. Anschließend verpackst du die Bauteile für den Transport und bringst diese ins Lager. Außerdem nimmst du Aufträge an und erstellst die Skizzen für diesen Auftrag.

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Wo arbeitet man als Verfahrensmechaniker KuK ?

Mit deiner Ausbildung als Verfahrensmechaniker bzw. Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik arbeitest du in Betrieben, die Kunststoff und Kautschuk verarbeiten. Je nach Fachrichtung warten verschiedene Betriebe auf dich, die deine Fähigkeiten benötigen.

Ausbildung zur Verfahrensmechanikerin / zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik

Wie werde ich Verfahrensmechaniker Kunststoff- und Kautschuktechnik?

Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik wirst du durch die duale Ausbildung als Kunstoff- und Kautschuktechnologe. Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für diese Ausbildung. In der Vergangenheit hatte etwa die Hälfte der Azubis den Realschulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Etwa ein Drittel der Ausbildungsanfänger wurde mit Hauptschulabschluss, ein geringer Prozentsatz ohne Schulabschluss eingestellt. Neben dem Abschluss solltest du auch technisches Verständnis, Fingergeschick und eine sorgfältige Arbeitsweise mitbringen.

Was lernt man in der Ausbildung als Verfahrensmechaniker KuK?

Da es sich um eine duale Ausbildung handelt, wirst du sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule ausgebildet. Während deiner Ausbildung im Betrieb steht die Herstellung mit Werkzeugen und Maschinen ganz oben. Du lernst die verschiedenen Verfahren kennen, wie du Qualitätskontrollen durchführst und fertigst technische Zeichnungen an.

In der Berufsschule erhältst du eine Kombination aus berufsspezifischen und allgemeinbildenden Fächern. Die berufsspezifischen Fächer bereiten dich auf deinen Berufsalltag vor und du lernst beispielsweise die Voraussetzungen für die Fertigung der Bauteile.

Die genauen Inhalte der Ausbildung variieren je nach Fachrichtung, auf die du dich spezialisierst.

Art der Ausbildung:
dual (Berufsschule und Betrieb)
Art der Ausbildung: dual (Berufsschule und Betrieb)
Dauer der Ausbildung:
3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich
Dauer der Ausbildung: 3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich
Ausbildungs­vergütung:
Ausbildungs­vergütung:

Wie viel verdient eine Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik in der Ausbildung?

Dein Verdienst kann je nach Betrieb und Bundesland unterschiedlich ausfallen.

  • Im ersten Ausbildungsjahr verdienst du 963 Euro brutto im Monat.
  • Im zweiten Ausbildungsjahr kannst du mit einem Gehalt von 1.025 Euro brutto rechnen.
  • Im dritten Ausbildungsjahr umfasst dein Verdienst 1.098 Euro brutto im Monat.

Du möchtest gerne noch mehr über den Lohn als Verfahrensmechaniker bzw. Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik erfahren? Dann schau dich gerne auf der Seite Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuktechnik Gehalt um.

Blick hinter die Kulissen: Erfahrungsberichte von Azubis

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Ilja - Azubi bei der RAUMEDIC AG
Ilja RAUMEDIC AG

Hey Ilja, kannst du allgemein etwas über die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuk erzählen? Es gibt sieben verschiedene Fachrichtungen für die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, nämich Formteile, Halbzeuge, Mehrschichtkautschukteile, Compound- und Masterbatchherstellung, Bauteile, Faserverbundtechnologie und Kunststofffenster. Ich mache meine Ausbildung in der Fachrichtung Halbzeuge und dort stellt man, wie es der Name schon sagt, Kunststoff- und Kautschuk-Halbzeuge her. Halbzeuge sind einzelne Werkstücke, die zur Weiterverarbeitung oder zum Zusammenbau hergestellt werden. Bei RAUMEDIC sind das zum Beispiel einzelne Schläuche, die später zu einem fertigen Schlauchset montiert werden. Erst dann ergibt das Schlauchset ein fertiges Produkt. Wie sieht deine Aufgabe in der Produktion dieser Halbzeuge aus? Meine Hauptaufgabe als Verfahrensmechaniker besteht in der Abwicklung von Produktionsaufträgen. Je nachdem, welches Produkt produziert werden soll, kümmere ich mich um das sogenannte Einrichten der Maschinen. Das Einrichten bedeutet, die Produktionslinien für die gewünschte Produktion umzubauen, also mit dem passenden Werkzeug auszustatten. Danach kann man die Produktion anfahren: Die Maschine wird aus dem Ruhezustand in die funktionsgerechte Dauerproduktion gebracht und von uns bedient. Wenn die gewünschte Menge an Halbzeugen fertig produziert ist, kümmern wir uns dann erneut um die Umrüstung der Maschine für neue Aufträge. Die Pflege und Säuberung der Betriebsmittel gehört auch zu meinem Aufgabenbereich. Ich werde jeden Tag von einem erfahrenen Mitarbeiter begleitet und bei Bedarf unterstützt. Wie läuft die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik im Betrieb ab? Die duale Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik dauert drei Jahre. Die Mindestanforderung für diese Ausbildung ist ein Hauptschulabschluss. Meine wöchentliche Arbeitszeit beträgt 40 Stunden und da ich bereits über 18 Jahre alt bin, arbeite ich im 3-Schicht-System. Das bedeutet, ich habe einen wöchentlichen Wechsel zwischen Früh-, Spät- und Nachtschicht. Teilweise arbeite ich auch einmal im Monat einen Tag am Wochenende, dieser wird mir dann aber ausbezahlt oder als Urlaubstag auf meinem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben. Ich habe jährlich 30 Tage Urlaub. In der Ausbildung wechsle ich zwischen dem Betrieb, unserer Lehrwerkstatt in Rehau und der Berufsschule. In der Lehrwerkstatt werde ich in enger Verbindung mit den Arbeitsabläufen ausgebildet. Zunächst werden dort sogenannte Grundkurse, wie zum Beispiel der Grundkurs „Metall“ belegt. Später kommen spezifischere Module in Bezug auf das eigene Berufsfeld hinzu. Vor Beginn der Ausbildung werden sogenannte Abteilungswechsel terminiert. Meine Hauptabteilung ist die Thermoplast Extrusion, in der wir medizinische Schläuche produzieren. Allerdings durchlaufe ich in der Ausbildung die gesamte Produktion von RAUMEDIC. Ich werde auch für einige Wochen in der Logistik, in der Werkstatt und im Qualitätsmanagement in der Produktion eingesetzt. Meine täglichen Aufgaben unterscheiden sich je nachdem welche Produkte produziert werden müssen. Und wie läuft die Ausbildung in der Berufsschule ab? Ich besuche die Berufsschule insgesamt 12 Wochen pro Ausbildungsjahr. Der Berufsschulunterricht erfolgt immer zwei Wochen am Stück in Blockbeschulung. Dort werden sowohl theoretische als auch praktische Ausbildungsinhalte vertieft. Während des Schuljahres schreiben wir Stegreif- und Schulaufgaben in den verschiedenen Fächern. Meine Schulfächer sind zum Beispiel Bauelemente, Werkstoffe und Aufbereitung, Steuerungstechnik, Produkt- und Prozessqualität und Beschichten. Es gibt aber auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, Religion und Sport. Das Fach Bauelemente beschäftigt sich mit der Herstellung von Baugruppen und Bauelementen aus berufsbezogenen Werkstoffen. Im Unterrichtsfach Werkstoffe und Aufbereitung lerne ich, wie sich Werkstoffe beispielsweise bei Wärme oder Kälte verhalten und an welchen Eigenschaften ich Werkstoffe erkenne. Im Schulfach Steuerungstechnik wird uns vermittelt, wie wir steuerungstechnische Systeme zur Verarbeitung von Kunststoffen anwenden und prüfen. Ich lerne im Fach Produkt- und Prozessqualität, wie ich die Maschinen und Werkzeuge instand halte und somit die Qualität überwache und optimiere. Im Lernfeld Extrudieren, Kalandrieren, Beschichten und Schäumen stellen wir mithilfe des jeweiligen Verfahrens Halbzeuge her. Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres erfolgt die Abschlussprüfung Teil 1, welche zu 25% in das Gesamtergebnis der Ausbildung zählt. Dabei wird ein Prüfungsprodukt erstellt und darauf bezogene Fragen schriftlich beantwortet. Die Abschlussprüfung Teil 2 beinhaltet erneut einen theoretischen und praktischen Teil. Der praktische Teil umfasst eine Arbeitsaufgabe, worüber dann ein situatives Fachgespräch geführt wird. Der theoretische Teil wird durch die Themen verfahrenstechnische Systeme, Produktionsplanung und -analyse sowie durch Wirtschafts- und Sozialkunde abgefragt. Welche Interessen oder Talente sollte man deiner Meinung nach für die Ausbildung als Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuk mitbringen? Aus meiner Sicht sollte man auf jeden Fall ein handwerkliches Geschick und Interesse an der Herstellung eines Produktes aus Kunststoff haben. Zusätzlich ist ein gewisses Zahlenverständnis wichtig, da man beispielsweise die Wandstärke eines Schlauches berechnen muss. Hast du einen Tipp für Interessierte? Mache auf jeden Fall ein Praktikum! Ich habe vor meiner Ausbildung auch ein Praktikum gemacht. Natürlich habe ich eine gründliche Einweisung in meine Aufgaben bekommen, durfte dann aber gleich selbst mitarbeiten. Das fand ich echt super! So habe ich gemerkt, dass mir dieser Beruf Spaß macht und zu mir passt. Warum hast du dich für RAUMEDIC als Ausbildungsbetrieb entschieden? RAUMEDIC ist ein sehr großer und bekannter Arbeitgeber in der Umgebung. Viele meiner Freunde machen gerade auch die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker bei RAUMEDIC und haben mir nur Positives erzählt. Nachdem mir das Praktikum bei RAUMEDIC sehr viel Spaß gemacht hat, war mir klar, dass ich zu RAUMEDIC möchte. Was macht dir besonders Spaß an deiner Arbeit? Am meisten Spaß macht es mir, einen komplett neuen Auftrag anzufahren. Ich rüste zuerst die Maschine für den neuen Produktionsauftrag um. Dann spanne ich das passende Werkzeug auf den Extruder und gebe dem Material-Beschicker Bescheid, welches Material ich für den Auftrag benötige. Ich schalte die Heizungen an und kontrolliere alle notwendigen Parameter. Dann zentriere ich den Schlauch, damit er eine gleichmäßige Wandstärke hat bzw. wirklich rund wird und ziehe den extrudierten Schlauch durch das Abkühlbecken hindurch, bis er auf dem Wickler angekommen ist. So entsteht ein Medizinschlauch. Was ist deiner Meinung nach besonders an der Ausbildung bei RAUMEDIC? Das Besondere an der Ausbildung bei RAUMEDIC ist der gute Umgang der Firma mit den Auszubildenden. Als Azubi wird man nie allein an einer Maschine gelassen und darf trotzdem selbstständig arbeiten. Bei Fragen wird mir sofort geholfen. Bei RAUMEDIC wird sehr viel Wert auf die richtige Ausbildung gelegt und wir werden als die Zukunft des Unternehmens angesehen.

Brian - Azubi bei der Sanitärtechnik Eisenberg GmbH
Brian Sanitärtechnik Eisenberg GmbH

Am 1. September 2021 habe ich meine Ausbildung bei der Sanitärtechnik Eisenberg GmbH begonnen. Ich wurde vom ersten Tag an mit offenen Armen empfangen und von den Mitarbeitern sehr schnell integriert. So war es mir möglich, mich sehr schnell an die Arbeit zu gewöhnen. Die wichtigsten Aufgabenbereiche wurden mir immer sehr gut erklärt und auch wenn mal etwas nicht auf Anhieb funktioniert hat, standen mir meine Kollegen immer mit Rat und Tat zur Seite. Meine Vorgesetzten sind sehr gewillt, ihre Erfahrungen an mich weiterzugeben, wovon ich schon in vielen Situationen profitieren konnte.

Ilja - Azubi bei der RAUMEDIC AG
Ilja RAUMEDIC AG

Hey Ilja, kannst du allgemein etwas über die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuk erzählen? Es gibt sieben verschiedene Fachrichtungen für die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, nämich Formteile, Halbzeuge, Mehrschichtkautschukteile, Compound- und Masterbatchherstellung, Bauteile, Faserverbundtechnologie und Kunststofffenster. Ich mache meine Ausbildung in der Fachrichtung Halbzeuge und dort stellt man, wie es der Name schon sagt, Kunststoff- und Kautschuk-Halbzeuge her. Halbzeuge sind einzelne Werkstücke, die zur Weiterverarbeitung oder zum Zusammenbau hergestellt werden. Bei RAUMEDIC sind das zum Beispiel einzelne Schläuche, die später zu einem fertigen Schlauchset montiert werden. Erst dann ergibt das Schlauchset ein fertiges Produkt. Wie sieht deine Aufgabe in der Produktion dieser Halbzeuge aus? Meine Hauptaufgabe als Verfahrensmechaniker besteht in der Abwicklung von Produktionsaufträgen. Je nachdem, welches Produkt produziert werden soll, kümmere ich mich um das sogenannte Einrichten der Maschinen. Das Einrichten bedeutet, die Produktionslinien für die gewünschte Produktion umzubauen, also mit dem passenden Werkzeug auszustatten. Danach kann man die Produktion anfahren: Die Maschine wird aus dem Ruhezustand in die funktionsgerechte Dauerproduktion gebracht und von uns bedient. Wenn die gewünschte Menge an Halbzeugen fertig produziert ist, kümmern wir uns dann erneut um die Umrüstung der Maschine für neue Aufträge. Die Pflege und Säuberung der Betriebsmittel gehört auch zu meinem Aufgabenbereich. Ich werde jeden Tag von einem erfahrenen Mitarbeiter begleitet und bei Bedarf unterstützt. Wie läuft die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik im Betrieb ab? Die duale Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik dauert drei Jahre. Die Mindestanforderung für diese Ausbildung ist ein Hauptschulabschluss. Meine wöchentliche Arbeitszeit beträgt 40 Stunden und da ich bereits über 18 Jahre alt bin, arbeite ich im 3-Schicht-System. Das bedeutet, ich habe einen wöchentlichen Wechsel zwischen Früh-, Spät- und Nachtschicht. Teilweise arbeite ich auch einmal im Monat einen Tag am Wochenende, dieser wird mir dann aber ausbezahlt oder als Urlaubstag auf meinem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben. Ich habe jährlich 30 Tage Urlaub. In der Ausbildung wechsle ich zwischen dem Betrieb, unserer Lehrwerkstatt in Rehau und der Berufsschule. In der Lehrwerkstatt werde ich in enger Verbindung mit den Arbeitsabläufen ausgebildet. Zunächst werden dort sogenannte Grundkurse, wie zum Beispiel der Grundkurs „Metall“ belegt. Später kommen spezifischere Module in Bezug auf das eigene Berufsfeld hinzu. Vor Beginn der Ausbildung werden sogenannte Abteilungswechsel terminiert. Meine Hauptabteilung ist die Thermoplast Extrusion, in der wir medizinische Schläuche produzieren. Allerdings durchlaufe ich in der Ausbildung die gesamte Produktion von RAUMEDIC. Ich werde auch für einige Wochen in der Logistik, in der Werkstatt und im Qualitätsmanagement in der Produktion eingesetzt. Meine täglichen Aufgaben unterscheiden sich je nachdem welche Produkte produziert werden müssen. Und wie läuft die Ausbildung in der Berufsschule ab? Ich besuche die Berufsschule insgesamt 12 Wochen pro Ausbildungsjahr. Der Berufsschulunterricht erfolgt immer zwei Wochen am Stück in Blockbeschulung. Dort werden sowohl theoretische als auch praktische Ausbildungsinhalte vertieft. Während des Schuljahres schreiben wir Stegreif- und Schulaufgaben in den verschiedenen Fächern. Meine Schulfächer sind zum Beispiel Bauelemente, Werkstoffe und Aufbereitung, Steuerungstechnik, Produkt- und Prozessqualität und Beschichten. Es gibt aber auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, Religion und Sport. Das Fach Bauelemente beschäftigt sich mit der Herstellung von Baugruppen und Bauelementen aus berufsbezogenen Werkstoffen. Im Unterrichtsfach Werkstoffe und Aufbereitung lerne ich, wie sich Werkstoffe beispielsweise bei Wärme oder Kälte verhalten und an welchen Eigenschaften ich Werkstoffe erkenne. Im Schulfach Steuerungstechnik wird uns vermittelt, wie wir steuerungstechnische Systeme zur Verarbeitung von Kunststoffen anwenden und prüfen. Ich lerne im Fach Produkt- und Prozessqualität, wie ich die Maschinen und Werkzeuge instand halte und somit die Qualität überwache und optimiere. Im Lernfeld Extrudieren, Kalandrieren, Beschichten und Schäumen stellen wir mithilfe des jeweiligen Verfahrens Halbzeuge her. Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres erfolgt die Abschlussprüfung Teil 1, welche zu 25% in das Gesamtergebnis der Ausbildung zählt. Dabei wird ein Prüfungsprodukt erstellt und darauf bezogene Fragen schriftlich beantwortet. Die Abschlussprüfung Teil 2 beinhaltet erneut einen theoretischen und praktischen Teil. Der praktische Teil umfasst eine Arbeitsaufgabe, worüber dann ein situatives Fachgespräch geführt wird. Der theoretische Teil wird durch die Themen verfahrenstechnische Systeme, Produktionsplanung und -analyse sowie durch Wirtschafts- und Sozialkunde abgefragt. Welche Interessen oder Talente sollte man deiner Meinung nach für die Ausbildung als Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuk mitbringen? Aus meiner Sicht sollte man auf jeden Fall ein handwerkliches Geschick und Interesse an der Herstellung eines Produktes aus Kunststoff haben. Zusätzlich ist ein gewisses Zahlenverständnis wichtig, da man beispielsweise die Wandstärke eines Schlauches berechnen muss. Hast du einen Tipp für Interessierte? Mache auf jeden Fall ein Praktikum! Ich habe vor meiner Ausbildung auch ein Praktikum gemacht. Natürlich habe ich eine gründliche Einweisung in meine Aufgaben bekommen, durfte dann aber gleich selbst mitarbeiten. Das fand ich echt super! So habe ich gemerkt, dass mir dieser Beruf Spaß macht und zu mir passt. Warum hast du dich für RAUMEDIC als Ausbildungsbetrieb entschieden? RAUMEDIC ist ein sehr großer und bekannter Arbeitgeber in der Umgebung. Viele meiner Freunde machen gerade auch die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker bei RAUMEDIC und haben mir nur Positives erzählt. Nachdem mir das Praktikum bei RAUMEDIC sehr viel Spaß gemacht hat, war mir klar, dass ich zu RAUMEDIC möchte. Was macht dir besonders Spaß an deiner Arbeit? Am meisten Spaß macht es mir, einen komplett neuen Auftrag anzufahren. Ich rüste zuerst die Maschine für den neuen Produktionsauftrag um. Dann spanne ich das passende Werkzeug auf den Extruder und gebe dem Material-Beschicker Bescheid, welches Material ich für den Auftrag benötige. Ich schalte die Heizungen an und kontrolliere alle notwendigen Parameter. Dann zentriere ich den Schlauch, damit er eine gleichmäßige Wandstärke hat bzw. wirklich rund wird und ziehe den extrudierten Schlauch durch das Abkühlbecken hindurch, bis er auf dem Wickler angekommen ist. So entsteht ein Medizinschlauch. Was ist deiner Meinung nach besonders an der Ausbildung bei RAUMEDIC? Das Besondere an der Ausbildung bei RAUMEDIC ist der gute Umgang der Firma mit den Auszubildenden. Als Azubi wird man nie allein an einer Maschine gelassen und darf trotzdem selbstständig arbeiten. Bei Fragen wird mir sofort geholfen. Bei RAUMEDIC wird sehr viel Wert auf die richtige Ausbildung gelegt und wir werden als die Zukunft des Unternehmens angesehen.

Brian - Azubi bei der Sanitärtechnik Eisenberg GmbH
Brian Sanitärtechnik Eisenberg GmbH

Am 1. September 2021 habe ich meine Ausbildung bei der Sanitärtechnik Eisenberg GmbH begonnen. Ich wurde vom ersten Tag an mit offenen Armen empfangen und von den Mitarbeitern sehr schnell integriert. So war es mir möglich, mich sehr schnell an die Arbeit zu gewöhnen. Die wichtigsten Aufgabenbereiche wurden mir immer sehr gut erklärt und auch wenn mal etwas nicht auf Anhieb funktioniert hat, standen mir meine Kollegen immer mit Rat und Tat zur Seite. Meine Vorgesetzten sind sehr gewillt, ihre Erfahrungen an mich weiterzugeben, wovon ich schon in vielen Situationen profitieren konnte.

127 freie Stellen finden

Passt die Ausbildung zur Verfahrensmechanikerin / zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik zu mir?

Nach deiner Ausbildung Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik arbeitest du in Industriebetrieben, die Kunststoff und Kautschuk verarbeiten, z. B. in der Reifenherstellung, in der Verpackungsherstellung oder in der Herstellung von Baubedarf, wie z. B. Türen, Fenster und Rollläden. Im Folgenden kannst du checken, ob die Ausbildung zum Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik zu dir passt oder eher nicht.

Du bist gut geeignet für den Beruf, wenn du

  • gerne mit Maschinen arbeiten möchtest
  • sorgfältig und genau arbeitest
  • dich für die Werkstoffe interessierst

Du bist eher weniger geeignet, wenn du

  • ein Problem mit Lärm und Hitze hast
  • Schichtarbeit scheust
  • dich selten an Rezeptangaben hältst

Alles im grünen Bereich? Dann mach den Berufswahltest und finde heraus, zu wie viel Prozent diese Ausbildung tatsächlich zu dir passt. → Jetzt Eignung testen! Du bist dir schon sicher, dass es dein Traumberuf ist? Dann findest du hier freie Ausbildungsplätze ↓

Eine Tätigkeit im Bereich Technik, Metall & Maschinenbau kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Weiterbildung & Zukunftsaussichten

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken.

Bei Weiterbildungen unterscheiden wir zwischen 3 verschiedenen Wegen: Anpassungsfortbildung, Aufstiegsfortbildung & Studium.

Weiterbildung nach der Ausbildung zum Verfahrensmechaniker / zur Verfahrensmechanikerin KuK

Die Anpassungsfortbildung dient dazu, theoretisches Wissen zu vertiefen und zu erweitern. Das ist unter anderem in den Bereichen Kunststoffkunde, Kunststoffverarbeitung oder im Bereich Qualitätsprüfung und Qualitätstechnik möglich.

Die Aufstiegsfortbildung eignet sich für alle die Karriere machen wollen. Hierfür musst du die Prüfung als Industriemeister im Bereich Kunststoff und Kautschuk oder eine Weiterbildung als Techniker der Fachrichtung Kunststoff- und Kautschuktechnik ablegen.

Zuletzt bietet sich auch ein Studium an. Typische Studiengänge für ausgebildete Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik sind:

Nachhaltigkeit & Zukunftsaussichten als Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik

Wie passen die Themen Kunststoff, Kautschuk und Nachhaltigkeit zusammen? Auf den ersten Blick wahrscheinlich gar nicht. Doch als Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik kannst auch du die Nachhaltigkeit unterstützen. Das ist möglich, indem zu einer optimalen Verwendung der Ressourcen beiträgst und diese bestmöglich nutzt. Auch alternative Kunststoffe, beispielsweise aus Mais oder Zuckerrüben, ermöglichen Nachhaltigkeit in diesem Beruf. Eine Neuordnung in diesem Beruf, unter anderem auf erneuerbare Ressourcen, ist durchaus möglich.

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Bildnachweis: „Verfahrensmechaniker - Kunststoff- und Kautschuktechnik“ ©guruXOX - stock.adobe.com, „Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik vearbeiten Plastik" ©XXLPHOTO, „Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik bedient Maschine" ©Chuck Rausin - shutterstock.com, „Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik fräst Kunststoff" ©Kadmy - stock.adobe.com