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Mit Baukästen spielend lernen

Seit Jahrzehnten gehören Lego und Fischertechnik zum Inventar in vielen Kinderzimmern. Da ist es nicht verwunderlich, wenn der Großvater beim Besuch seines Enkels in kindliche Nostalgie verfällt, sobald er einen Baukasten erblickt.

Und es ist sicherlich auch nicht verwunderlich, wenn der Vater diese Baukästen mit in sein Ingenieurbüro nimmt, um sie dort aufbauen zu lassen. Oder?

Baukastensysteme

Speilend lernen mit Baukastensystemen. Diese vermitteln auf spielerische Art und Weise technisches Wissen. Besonders die Fischertechnik ist dafür prädestiniert spielend Themengebiete wie Statik, Elektronik, Pneumatik oder Elektromechanik näher zu bringen. Dabei hantieren Kinder und Erwachsene mit Grundbausteinen, Verbindungsteilen und Bauelementen wie Räder, Getrieben, Sensoren und Motoren. Durch die Fülle unterschiedlichster Baukästen mit kompatiblem Zubehör entstehen schier grenzenlose Baumöglichkeiten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und nebenbei wird ein technisches Verständnis vermittelt und geschult.

Verwendung in der Praxis

Deswegen ist es nachvollziehbar, dass diese technischen Baukästen den Sprung aus den heimischen Kinderzimmern in die Büros und Schulen geschafft haben. Manager, Ingenieure und Professoren haben erkannt, dass sie mit den Konstruktions-Baukastensystemen ihre Azubis unbefangen auf den Beruf vorbereiten können.

Diese technischen Baukästen ermöglichen es, große Maschinerien und Anlagen sehr detailliert nachzubauen – alle notwendigen Komponenten sind dafür vorhanden. Zum Beispiel nutzt ein großer deutscher Automobilhersteller die Baukästen, damit die Mechatroniker-Azubis vor allem Programmierungsaufgaben lernen und bewältigen können. Unterlaufen den Azubis dabei Fehler, bringt das beispielsweise keine finanziellen Schäden mit sich. Die gewonnenen Fertigkeiten  können sie dann an den großen Industrieanlagen anwenden. Diesem Vorbild folgen nunmehr viele andere Firmen, speziell im technischen Ausbildungsbereich.

Die Spieleentwickler von Baukastensystemen reagierten bereits auf diese betrieblichen Verwendungsmöglichkeiten ihrer Waren. Im direkten Kontakt mit den Unternehmen werden stetig neueste technische Innovationen (z.B. Brennstoffzellen, Solarmodelle) für die Modellbaukästen konzipiert.

Der dänische Spielehersteller Lego passte gar seine Werbung auf eine ältere Zielgruppe an. Und das mit Erfolg – 20% des Gesamtumsatzes von der „Lego-Technik“-Serie wurde von einer erwachsenen Käuferschaft abgesetzt.

Einsatz in den Schulen

In den Schulen bzw. Hochschulen werden die Lernbaukästen speziell für technische Unterrichtsfächer (Werken, Elektrotechnik etc.) entworfen. Dadurch können die theoretischen Lerninhalte den Schülern auf praktische Art vermittelt werden. Schüler können so faktisch erfahren was passiert, wenn in eine Reihenschaltung ein Widerstand eingebaut wird oder welche Eigenschaften eine Brücke haben muss, damit sie nicht zusammenfällt.

Das Baukastensystem unterhält nicht nur spielerisch, es transportiert auch technisches Wissen weiter. Diese Art der Wissensvermittlung ist in Büros, Universitäten und Schulen, vor allem in den technischen Ausbildungsberufen, sehr sinnvoll. Daher greifen immer mehr Betriebe und Institutionen darauf zurück. Also wundere dich nicht, wenn du einmal am Büro deines Chefs vorbeiläufst und dieser gerade einen Kran zusammenbaut. Er spielt nicht, er arbeitet…

Bildnachweis: Werkzeug bestehend aus Säge, Hammer, Nägeln und Maßstab © Les Cunliffe  / Fotolia