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E-Sportler / E-Sportlerin
Ausbildung & Beruf

E-Sportler / E-Sportlerin
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Ausbildung & Beruf

Was ist E-Sport?

Unter E-Sport versteht man einen digital stattfindenden sportlichen Wettkampf. Es geht darum, einen oder mehrere Gegner nach den offiziellen Regeln eines Computerspiels zu schlagen. Das Leistungsniveau, auf welches sich die Profis dabei begeben, ist für Zuschauer ebenso faszinierend anzusehen wie der Profifußball für den Fußballfan. Angelehnt an den klassischen Sport, finden so auch im E-Sport Wettkämpfe in großen Stadien statt und werden online übertragen. Es gibt Kommentatoren, Analysen, Interviews, Autogrammstunden und Pressekonferenzen. Die Infrastruktur der Teams ähnelt mit mehreren Trainern und Managern immer mehr dem Leistungssport, wie wir ihn kennen. Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich E-Sportler? Und gibt es die Ausbildung zum E-Sportler überhaupt?

Gibt es eine Ausbildung zum E-Sportler (m/w/d)?

Nein, eine Ausbildung zum E-Sportler gibt es nicht. Möchtest du E-Sportler werden, musst du hart trainieren. Profi-E-Sportler trainieren bis zu 12 Stunden am Tag, um ihre Gaming-Skills zu verbessern. Unter Training versteht man zum einen das Spielen auf einer Konsole, wie der PlayStation oder der XBOX oder am PC, zum anderen zählt man auch Strategie- und Teambesprechungen dazu. Das Training richtet sich jeweils nach den Anforderungen des Spiels. Man trainiert sowohl offline als auch online.

Du solltest dich auf ein Spiel begrenzen, in dem du besonders talentiert bist. Es ist hilfreich, mit Freunden zu trainieren. Beobachte Profi-Spieler und lerne von ihnen.

Man unterscheidet 4 verschiedene Disziplinen:

  • Echtzeit-Strategiespiele wie Dota, League of Legends
  • Ego-Shooter wie Counter-Strike, Fortnite
  • Sportsimulationen wie FIFA oder Gran Turismo
  • Beat ’em up Actionspiele

Wichtig ist, dass du regelmäßig spielst und nicht aufgibst, wenn du verlierst. Nur wenn du am Ball bleibst, kannst du Erfolg haben. Zudem spielt deine Social-Media-Präsenz im E-Sport eine große Rolle. Über soziale Netzwerke kannst du deine Bekanntheit steigern und Sponsoren an Land ziehen.

3 Fakten über E-Sport

  • Der bekannteste deutsche Spieler ist Kuro Takhasomi.
  • Sein gewonnenes Preisgeld wird auf 5.128.788 Dollar geschätzt.
  • 2024 könnte E-Sport erstmals Olympische Disziplin werden.

E-Sportler werden: Voraussetzungen

Welche 3 Eigenschaften sind wichtig?
  • Psychische Belastbarkeit
  • Kommunikationsstärke
  • Ehrgeiz
Welche 3 Stärken sind wichtig?
  • hohe analytische Fähigkeiten
  • sehr gute Augen-Hand-Koordination
  • enormes taktisches und strategisches Verständnis
Welche Arbeitsbedingungen kommen auf dich zu?
  • Du bist dein eigener Chef
  • Keine geregelten Arbeitszeiten
  • Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Der Traum vom E-Sportler erfordert einerseits jahrelange Gaming-Erfahrung und Talent, andererseits auch das richtige Equipment. So benutzen E-Sportler besondere Computermäuse und zusätzliche Hilfsmittel wie Mouse Skatez, leistungsstarke Computer und spezielle Gamepads, Tastaturen oder Headsets, um noch schneller und genauer zu agieren.

Hast du das Gefühl, du bist unschlagbar und bereit für eine neue Herausforderung? Dann melde dich in Ranglisten an und tritt in Rangspielen gegen andere Gamer an. Gewinnst du, kannst du in der Rangliste aufsteigen und durch auffällig gute Leistungen einen Talentscout begeistern.

Berufsaussichten als E-Sportler

Nur wenige schaffen den Sprung vom Amateur zum Profi und können davon leben. Als E-Sportler hast du außerdem eine kurze Karrierezeit, da E-Sport innerhalb einer schnelllebigen Branche stattfindet und deine Reaktionszeit mit dem Alter langsamer wird. 

Zudem sammelst du in dieser Tätigkeit keine berufsqualifizierenden Erfahrungen. Daher solltest du stets auch auf eine zusätzliche Berufsausbildung setzen. Die Academy of eSports bietet verschiedene Aus- und Weiterbildungen sowie Studiengänge an.

Verdienstmöglichkeiten 

Dein Gehalt hängt maßgeblich davon ab, wie erfolgreich du bist. Hast du es in ein E-Sport-Team geschafft, so erwartet dich ein festes monatliches Gehalt, das je nach Spielklasse variiert. Dein Gehalt kannst du durch Siegprämien aufbessern. Sponsoren können dich unterstützen, indem sie dein Equipment übernehmen und dich als Werbeträger bezahlen. 

E-Sport als Breitensport

Im Amateur- und Hobbybereich ist der E-Sport ebenfalls vertreten. Seit Mitte der 2010er-Jahre gründen sich Vereine und Verbände und organisieren eigene Turniere, Events oder LAN-Partys. Im Spiel integrierte virtuelle Ranglisten dienen u.a. als Plattformen, um sich in einem sportlich fairen Wettkampf mit anderen Spielern zu messen. Damit ist der E-Sport nicht nur wenigen professionellen Spielern vorbehalten, sondern ein wahres Massenphänomen.

Auch traditionelle Vereine wie Fußballmannschaften haben inzwischen eigene E-Sport-Teams. In Deutschland sind das zum Beispiel Borussia Mönchengladbach oder der FC Schalke 04, international engagieren sich unter anderem Manchester City oder Sporting Lissabon. 

Ausbildungsberufe oder Studiengänge, die dafür passend wären, sind beispielsweise:

Weitere Infos

Bildnachweis: "Mädchen vor Kamera" ©paulaphoto - stock.adobe.com