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Florist – Ausbildung & Beruf

Am Valentinstag, Muttertag und Frauentag herrscht Hochbetrieb bei den Floristen. Abseits dieser Tage gibt es aber noch eine Menge zu tun, denn „Blumen sind an jedem Weg zu finden, doch nicht jeder weiß, den Kranz zu winden.“ Anastasius Grün (1806-1876, österreichischer Dichter)

Was macht ein Florist?

Floristen hingegen schon: Sie fertigen für Kunden Sträuße, Kränze und Gestecke aus Blumen an. Dabei beraten sie die Kunden und geben Tipps für die richtige Pflege. Zu ihren weiteren Aufgaben gehört auch die Schaufenster-Dekoration des Blumenladens.

Das nötige „Handwerkszeug“ bekommst du in deiner Ausbildung. Du erfährst, wie man Pflanzen versorgt und arrangiert, wie der Einkauf und die Vermarktung ablaufen und wie man die eingekauften Waren richtig lagert.

Nach deiner Ausbildung arbeitest du heutzutage nicht mehr nur in Blumenfachgeschäften oder in Gärtnereien. Du bist auch für die Auslieferung der Blumen zuständig, da immer mehr Leute ihre Bestellungen im Internet tätigen.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann möchtest du bestimmt wissen, wie die Ausbildung dazu abläuft. Du befindest dich dabei in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Florist und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Darin hältst du fest, welche Aufgaben und Inhalte du in deiner Ausbildung zum Florist erlernst. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig.

Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres absolvierst du eine Zwischenprüfung, die aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil besteht. Am Ende der Ausbildung warten 3 schriftliche und eine praktische Abschlussprüfung aus mehreren Bestandteilen auf dich. Wenn du die Prüfung bestehst, darfst du dich staatlich anerkannter Florist nennen.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Floristen.

Ausbildungslexikon Floristin

Das lernst du in der Ausbildung zur Floristin:

  • B wie Botanik: Ist die Lehre von den Pflanzen. Daher lernst du nicht nur wie man Sträuße bindet, sondern auch Herkunft, Sorten und Besonderheiten von Pflanzen kennen.
  • H wie Hochzeitsschmuck: Ob Brautstrauß, Tischdeko oder Kirchenschmuck – am schönsten Tag im Leben haben Blumen großen Einfluss auf die Stimmung der Hochzeitsfeier und das Gesamtbild. Hierfür brauchst du als Florist das richtige Gespür.
  • P wie Pflanzenschutzmittel: „Rosen, Tulpen, Nelken, alle Blumen welken…“ – damit dies nicht so schnell passiert, kommen Pflanzenschutzmittel zum Einsatz, deren richtige Anwendung und Dosierung du in deiner Ausbildung lernst.

Wenn du deine Ausbildung erfolgreich beendet hast, gibt es für dich viele Möglichkeiten zur Weiterbildung, z.B. zum Floristmeister oder Techniker - Gartenbau. Wenn du die Hochschulreife hast, könntest du auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Garten- und Landschaftsbau, Landschaftsarchitektur oder Biologie.

Florist: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, welche Schulfächer und Stärken besonders wichtig für die Ausbildung sind und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
11%
Mittlere Reife
42%
Hauptschulabschluss
43%
Kein Abschluss
4%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Mathe
Biologie
Kunst

3 wichtige Stärken:

Gestalterische Fähigkeiten
Sorgfalt & Genauigkeit
Selbstorganisation

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Laden, Geschäft
Samstagsarbeit
Körperliche Beanspruchung

Florist bzw. Floristin kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die meisten Azubis haben einen Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Ein kleinerer Teil startet mit (Fach-)Abitur in die Ausbildung. Nur eine Handvoll Azubis beginnt die Ausbildung ohne Schulabschluss.

Gute Noten in Kunst und Bio zahlen sich hier bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus. Auch gute Mathekenntnisse können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein, denn sie erleichtern z.B. das Berechnen von Materialmengen. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du ein großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zum Florist mitbringst. In diesem Beruf sind vor allem gestalterische Fähigkeiten gefragt und eine sorgfältige Arbeitsweise. Zudem kommen organisatorische Tätigkeiten hinzu, welche dich im Geschäft oder Laden herausfordern können.  

Florist ist ein gestalterischer und kreativer Beruf. Das Arbeitsumfeld eines Florist sind meist Geschäfte oder Läden, zum Beispiel Blumenfachgeschäfte, Gartencenter oder Gärtnereien. Die Arbeit kann körperlich anstrengend sein, da vorwiegend mit den Händen gearbeitet wird.

Aber Florist ist nicht gleich Florist. Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In einem Blumenfachgeschäft bist du viel mit Kunden in Kontakt, da du Anfragen und Bestellungen entgegen nimmst. Auch entwirfst du Blumen- und Pflanzenschmuck für verschiedene Anlässe z.B. Advents- und Weihnachtsschmuck. In einer Gärtnerei pflegst und versorgst du hauptsächlich die Pflanzen, d.h. Gießen, Düngen, Umtopfen und Schädlingsbekämpfung gehören zu deinem Arbeitsalltag. Dazu kommen kaufmännische Aufgaben wie das Bestellen und Annehmen von neuer Ware. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

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Bildnachweis: „Pinke Rosen" © Es75 / Fotolia