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Biologisch-technischer Assistent – Ausbildung & Beruf

Ist eine bestimmte Gemüsesorte genverändert? Von wem stammt die DNA-Probe am Tatort? Wie reagiert die Umwelt auf Schadstoffe? Bei der Klärung dieser Fragen hilft der Biologisch-technische Assistent.

Was macht ein Biologisch-technischer Assistent?

Biologisch-technische Assistenten (BTA) führen in Zusammenarbeit mit Naturwissenschaftlern Versuche mit und an Pflanzen, Tieren, Mikroorganismen und Zellen durch und analysieren die Untersuchungsergebnisse. So helfen sie bei der Klärung unterschiedlichster biologischer Fragen, zum Beispiel nach den Einflüssen bestimmter Organismen auf die Umwelt, und ermöglichen damit beispielsweise die Entwicklung von Pflanzenschutzmitteln oder neuen medizinischen Verfahren.

Für ihre Experimente benötigen sie zunächst Proben, zum Beispiel Pflanzenzellen oder Bakterien. Diese werden dann mit Hilfe spezieller Messverfahren und Arbeitsgeräte, wie dem Mikroskop, untersucht. Mit dem Computer werden die Untersuchungsergebnisse dokumentiert und ausgewertet.

In der Ausbildung lernst du auch, wie man Proben entnimmt und aufbereitet, wie Tiere seziert werden und was gravimetrische und volumetrische Analysen sind.

Nach der Ausbildung arbeitest du vor allem im Labor, wo die verschiedenen Untersuchungen durchgeführt werden, aber auch im Freien, beispielsweise bei Forschungen zur Pflanzenzucht. Ein weiterer Arbeitsplatz ist das Büro, wo die gewonnenen Daten ausgewertet werden.

Art der Ausbildung

schulisch (Berufsfachschule und Betriebspraktika)

Dauer der Ausbildung

2 Jahre. Bei Erwerb der Fachhochschulreife oder des Abiturs auch 3-4 Jahre.

Zuständige Stelle

Deine Prüfungen finden vor einem Prüfungsausschuss an deiner Schule statt.

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich BTA? Deine Ausbildung zum BTA findet an einer Berufsfachschule statt und wird durch Praxisphasen in Labors ergänzt. In der Fachschule erlernst du das theoretische Hintergrundwissen, in den Praxisphasen wendest du das erlernte Wissen direkt bei Versuchen und Untersuchungen an.

Am Ende deiner Ausbildung wartet eine Abschlussprüfung auf dich, die je nach Bundesland anders aufgebaut ist. In der Regel musst du eine schriftliche, eine mündliche und eine praktische Prüfung ablegen. Nach Bestehen bist du staatlich geprüfter Biologisch-technischer Assistent. Die Abschlussbezeichnung kann aber je nach Bundesland auch anders lauten.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in den Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen der einzelnen Bundesländer.

Das lernst du in der Ausbildung zum Biologisch-technischen Assistenten:

  • H wie Histologie: Ist die Wissenschaft von den biologischen Geweben: Wie du Gewebe mikroskopisch untersuchst, auf was du dabei achten musst und welche Hilfsmittel du benötigst, lernst du in deiner Ausbildung zum BTA.
  • M wie Mikroorganismen: Bakterien, Pilze, Algen: Hierbei handelt es sich um Kleinstlebewesen, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind. In deiner Ausbildung lernst du, wie mit Mikroorganismen gearbeitet wird und wie Versuche durchgeführt werden.
  • P wie Präparieren: Willst du wissen, wie man ein Tier auf Dauer haltbar macht? Als Biologisch-technischer Assistent kennst du verschiedene Präparationstechniken und weißt, wie eine Präparation durchgeführt wird.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Industriemeister für Chemie oder Techniker für Biotechnik. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Biotechnologie oder Pharmatechnik.

Biologisch-technischer Assistent: Voraussetzungen für die Ausbildung

Die Ausbildung zum BTA kannst du nicht mit jedem Schulabschluss machen. Du brauchst mindestens einen mittleren Schulabschluss oder eine gleichwertige Schulausbildung. Je nach Berufsfachschule sind weitere Zugangsvoraussetzungen vorgeschrieben, wie zum Beispiel ein bestimmtes Höchstalter, ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung oder der Nachweis über eine Praktikumsstelle.

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, welche Schulfächer und Stärken besonders wichtig für die Ausbildung sind und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Hilfreich sind gute Noten in:

Biologie
Chemie
Physik

3 wichtige Stärken:

Sorgfalt & Genauigkeit
Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein
Analytische Fähigkeiten

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Labor, Forschungseinrichtung
flexible Zeiten, Gleitzeit
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Mit guten Noten in Biologie, Chemie und Physik bringst du sehr gute Voraussetzungen für diesen Beruf mit. Aber auch mit schlechteren Noten hast du gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz als BTA. Am wichtigsten ist dein Interesse an der Ausbildung und dass du über die passenden Stärken verfügst: Bei der Durchführung von Untersuchungen ist es wichtig, dass du sorgfältig arbeiten kannst und analytische Fähigkeiten besitzt, also systematisch und strukturiert vorzugehen und logische Schlussfolgerungen aus deinen Analysen zu ziehen. Außerdem solltest du im Umgang mit chemischen Substanzen und Versuchstieren und -organismen Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein zeigen.

Als BTA ist deine Arbeitsumgebung in der Regel ein Labor oder eine Forschungseinrichtung. Typisch in diesem Beruf sind flexible Zeiten bzw. Gleitzeit und Dienstreisen nur in Ausnahmefällen.

Aber Biologisch-technischer Assistent ist nicht gleich Biologisch-technischer Assistent. Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Wie gut passt dieser Beruf zu dir? Jetzt Eignung testen!

Bildnachweis: „Biologisches Material in Petrischale" © Tatiana Epifanova / Fotolia