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Chemisch-technischer Assistent (CTA) – Ausbildung & Beruf

Du hattest schon als Kind dein eigenes kleines Chemielabor zu Hause und hast mit deinem Chemiebaukasten die verrücktesten Experimente durchgeführt? In dieser Ausbildung kannst du deiner Leidenschaft freien Lauf lassen!

Was macht ein Chemisch-technischer Assistent?

In der Ausbildung Chemisch-technischer Assistent, kurz CTA, dreht sich alles rund um die Chemie: Proben analysieren, chemische Substanzen herstellen, Untersuchungsergebnisse dokumentieren und diese auswerten sind die Hauptaufgaben in diesem Beruf.
 
Im Berufsalltag beschäftigen sich Chemisch-technische Assistenten vor allem mit Untersuchungen und Versuchsreihen. Zuerst bereiten sie die benötigten Chemikalien und Geräte, wie wie zum Beispiel Mikroskope, Reagenzgläser und Bunsenbrenner, vor. Anschließend können sie mit der jeweiligen Untersuchung beginnen.

Beispielsweise untersuchen Chemisch-technische Assistenten verschiedene Substanzen auf ihre Zusammensetzung oder führen Kontrolluntersuchungen durch, um eine gleichbleibende Produktqualität, zum Beispiel bei der Herstellung von Lebensmitteln, sicherzustellen. Die einzelnen Abläufe und Ergebnisse halten sie dabei auf dem Computer fest. Daneben gehört auch die Wartung und Instandhaltung von Laborgeräten und Apparaturen zum Berufsalltag eines Chemisch-technischen Assistenten.

Die Arbeit mit Chemikalien erfordert ein hohes Maß an Vorsicht aber auch Hygiene. Zum Schutz tragen Chemisch-technische Assistenten spezielle Labormäntel, Schutzbrillen und Handschuhe. Teilweise müssen Chemisch-technische Assistenten auch in so genannten Reinräumen arbeiten, damit die chemischen Proben nicht durch Schmutzpartikel in der Luft verfälscht werden.

Als Chemisch-technische Assistentin bzw. Chemisch-technischer Assistent kannst du in verschiedenen Bereichen tätig werden, z.B. in der chemischen, pharmazeutischen oder der Kunststoffindustrie sowie in medizinischen und naturwissenschaftlichen Untersuchungslabors und bei Forschungseinrichtungen.

Art der Ausbildung

schulisch (Berufsfachschule und Betriebspraktika)

Dauer der Ausbildung

2 Jahre, mit Erwerb der Fachhochschulreife oder der allgemeinen Hochschulreife 3-4 Jahre

Zuständige Stelle

jeweilige Berufsfachschule oder Berufskolleg

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Chemisch-technischer Assistent? Deine Ausbildung zum Chemisch-technischen Assistenten findet an einer Berufsfachschule statt und wird durch Praktika in Labors ergänzt. In der Fachschule erlernst du das theoretische Hintergrundwissen, in den Praxisphasen wendest du das erlernte Wissen direkt bei der der Durchführung von Untersuchungen an.

Am Ende deiner Ausbildung wartet eine Abschlussprüfung auf dich, die je nach Bundesland anders aufgebaut ist. In der Regel musst du eine schriftliche, eine mündliche und eine praktische Prüfung ablegen. Nach Bestehen bist du staatlich geprüfter Chemisch-technischer Assistent, oder kurz CTA. Die Abschlussbezeichnung kann aber je nach Bundesland auch anders lauten.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in den Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen der einzelnen Bundesländer.

Das lernst du in der Ausbildung zum CTA:

  • C wie Chromatographie: Klingt schwierig, sind aber einfach Verfahren zur Trennung von Stoffgemischen. Welche chromatographischen Verfahren es gibt und wie diese funktionieren, lernst du in deiner Ausbildung zum CTA.
  • M wie Molekularbiologie: Als CTA befasst du dich in der Molekularbiologie mit der Struktur und Funktion der DNA. Die DNA ist der Träger der genetischen Information und somit die Ursache für individuelle Unterschiede.
  • S wie Spektroskopie: Hat nichts mit Speck zu tun, sondern mit Methoden, wie Strahlung zerlegt und Proben anhand des Spektrums untersucht werden. In der CTA-Ausbildung wird dir gezeigt, wie man Stoffe spektroskopisch untersucht und analysiert.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Techniker für Chemietechnik oder Synthesetechniker in der Chemie. Du könntest aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Chemie oder Chemieingenieurwesen.

CTA: Voraussetzungen für die Ausbildung

Die Ausbildung zum Chemisch-technischen Assistenten kannst du nicht mit jedem Schulabschluss machen. Du brauchst mindestens einen mittleren Abschluss oder eine gleichwertige Schulausbildung. Je nach Berufsfachschule sind weitere Zugangsvoraussetzungen vorgeschrieben, wie zum Beispiel ein Nachweis über deine gesundheitliche Eignung.

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, welche Schulfächer und Stärken besonders wichtig für die Ausbildung sind und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Hilfreich sind gute Noten in:

Chemie
Physik
Mathe

3 wichtige Stärken:

Durchhaltevermögen
Sorgfalt & Genauigkeit
Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Labor, Forschungseinrichtung
Flexible Zeiten, Gleitzeit
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Die Ausbildung zum Chemisch-technischen Assistenten kannst du nicht mit jedem Schulabschluss machen. Du brauchst mindestens einen mittleren Abschluss oder eine gleichwertige Schulausbildung. Je nach Berufsfachschule sind weitere Zugangsvoraussetzungen vorgeschrieben, wie zum Beispiel ein Nachweis über deine gesundheitliche Eignung.

Mit guten Noten in Chemie, Physik und Mathe bringst du sehr gute Voraussetzungen für diesen Beruf mit. Aber auch mit eher mäßigen Schulleistungen in den genannten Fächern, hast du gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Wichtig ist, dass deine Stärken zu dieser Ausbildung passen: Im Umgang mit Chemikalien ist es wichtig, dass du sorgfältig und genau arbeiten kannst und ein verantwortungsbewusster Mensch bist. Auch dein Durchhaltevermögen ist in diesem Beruf gefragt, z.B. wenn Versuche sehr lange dauern oder negative Ergebnisse auftreten.

Als Chemisch-technischer Assistent ist deine Arbeitsumgebung in der Regel ein Labor oder eine Forschungseinrichtung. Typisch in diesem Beruf sind flexible Zeiten bzw. Gleitzeit und Dienstreisen nur in Ausnahmefällen.

Aber Chemisch-technischer Assistent ist nicht gleich Chemisch-technischer Assistent. Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. Bei einem chemischen Industriebetrieb stellst du z.B. Seifen oder Desinfektionsmittel her, während du bei einem Nahrungsmittelhersteller beispielsweise Teigwaren produzierst. Und falls du bei einem Abfallunternehmen arbeitest, bist du für die Abfallbehandlung und -beseitigung zuständig. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Wie gut passt dieser Beruf zu dir? Jetzt Eignung testen!

Bildnachweis: „Chemische Reaktion in einem Erlenmeyerkolben" © mikeledray / Shutterstock.com