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Wissenschaftler / Wissenschaftlerin
Ausbildung & Beruf

Wissenschaftler

Du kannst dich gern intensiv mit einem Thema befassen und gehst voll und ganz in deiner Arbeit auf? Du möchtest Versuche machen, neue Erkenntnisse gewinnen und alles veröffentlichen? Dann passt die Arbeit als Wissenschaftler oder Wissenschaftlerin perfekt zu dir! Worauf du achten musst, wenn du Wissenschaftler werden möchtest, zeigen wir dir in diesem Beitrag.

Berufsbild Wissenschaftler / Wissenschaftlerin

Was macht ein Wissenschaftler (m/w/d)?

Wissenschaftler setzen sich systematisch mit einem bestimmten Fachgebiet auseinander. Dabei forschen sie, um neue Entdeckungen zu machen oder neue Methoden zu begründen. Je nach Arbeits- und Interessensbereich kommen bei der Arbeit als Wissenschaftler bzw. Wissenschaftlerin unterschiedliche Strategien zum Einsatz.

Grob unterscheidet die Wissenschaft in diese Bereiche:

  • Naturwissenschaften (wie Chemiker, Biologen, Physiker, Geologen, Astronomen)
  • Geisteswissenschaften (wie Philosophen, Kulturwissenschaftler, Soziologen)
  • Humanwissenschaften (wie Sportwissenschaftler, Psychologen, Humanmediziner, Archäologen)
  • Ingenieurwissenschaften
  • Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (wie Soziologen, Politikwissenschaftler, Betriebswirtschaftler, Rechtswissenschaftler)

Oft überschneiden sich die Arbeitsgebiete auch, es gibt beispielsweise auch Fachbereiche wie Humangeographie oder Physikalische Chemie. Du kannst dich auf fremde Planeten oder auf Elektroantriebe spezialisieren – oder auf das Leben von Frauen im Römischen Reich. Es gibt unzählige Nischen – wichtig sind deine Leidenschaft und Einsatzbereitschaft.

Als hauptberuflicher Wissenschaftler oder hauptberufliche Wissenschaftlerin arbeitest du oft mit anderen Forschern in Projekten zusammen. Dafür musst du Fördergelder beantragen, Geräte anschaffen oder Ergebnisse und Zwischenergebnisse veröffentlichen. Du sprichst auf Veranstaltungen zu deinem Thema und wirst so zum anerkannten Experten.

Wo arbeiten Wissenschaftler?

Wissenschaftler sind häufig an Universitäten und in Forschungsorganisationen tätig. An Unis und Hochschulen arbeiten sie als Wissenschaftliche Mitarbeiter an Projekten mit und können dabei sogar eigene Lehrveranstaltungen abhalten. Auch Hochschulprofessoren sind Wissenschaftler, die zusätzlich einen Schwerpunkt in der Lehre haben.

Andere Wissenschaftler arbeiten eher im Hintergrund. Sie sind in Laboren oder in Büros tätig und entwickeln neue Produkte, neue Abläufe oder Theorien. Auch die Feldforschung, also Arbeit im Freien, ist möglich. Es gibt theoretische und praktische Wissenschaftler und häufig sind Forschungsvorhaben mit Praxisbezug besser bezahlt. Forschungsinstitute können staatlich oder privat sein. Wo du arbeiten wirst, hängt auch hier von deinem Schwerpunkt ab.

Ausbildung zum Wissenschaftler / zur Wissenschaftlerin

Wie wird man Wissenschaftler?

Wenn du für ein Thema brennst und Wissenschaftler bzw. Wissenschaftlerin werden möchtest, gibt es leider keine typische Wissenschaftler Ausbildung, die du beginnen kannst. Je nachdem, welcher Fachbereich dich interessiert, können unterschiedliche Wege zum Ziel führen.

Viele Wissenschaftler haben studiert und anschließend promoviert, also ihren Doktor gemacht. Auch ein Duales Studium kommt als Grundlage für die Tätigkeit als Wissenschaftler infrage. 

Für die Laufbahn als Wissenschaftler solltest du aber mindestens den Masterabschluss mitbringen. Viele Unternehmen, aber auch Hochschulen, bieten die Promotion im Rahmen einer bezahlten Stelle an. Ohne Hochschulabschluss ist es deutlich schwieriger, Wissenschaftler oder Wissenschaftlerin zu werden. Bei Stellenausschreibungen wird meist explizit ein Studienabschluss verlangt.

Welche Voraussetzungen braucht man für die Arbeit als Wissenschaftler?

Um Wissenschaftler bzw. Wissenschaftlerin werden zu können, solltest du also die (Fach-)Hochschulreife mitbringen. So kannst du direkt in dein gewünschtes Studium starten. Hier kann es – je nach Disziplin – weitere Zugangsvoraussetzungen geben, beispielsweise bei Sprach- und Literaturwissenschaftlern Sprachkenntnisse oder einen bestimmten Notendurchschnitt. Für eine Sportwissenschaftler Ausbildung, also ein Sportstudium mit anschließendem Master, wird meist ein sportlicher Leistungstest verlangt.

Dein Bachelorstudium solltest du mit guten bis sehr guten Noten abschließen, um einen fachbezogenen Master anhängen zu dürfen. Auch dein Masterstudium musst du mit sehr guten Noten abschließen, denn die sind für eine Promotionsstelle wichtig.

Die Wissenschaftler Ausbildung ist mit einer Promotion oft abgeschlossen – hier folgt dann die berufliche Laufbahn. Du kannst aber auch habilitieren, um deine Lehrbefähigung nachzuweisen. Damit zeigst du, dass du dein Fachgebiet in Forschung und Lehre vertreten kannst. Damit kannst du dich auf Professorenstellen bewerben.

Welche Fähigkeiten braucht ein Wissenschaftler?

Willst du dich einem Thema voll und ganz verschreiben, sind Leidenschaft und Disziplin nötig. Du musst aber auch mutig sein, um neue Wege einzuschlagen, wenn andere noch zweifeln. Fehlschläge musst du verkraften und in Motivation umwandeln können. Da du auf bezahlte Stellen oder Forschungsgelder angewiesen bist, musst du aber auch gut präsentieren können. Schließlich willst du andere von deinem Vorhaben überzeugen.
Bist du für ein Projekt zuständig, musst du auch Mitarbeiter auswählen oder sogar ausbilden können. All das erfordert nicht nur die intensive Beschäftigung mit einem Thema, sondern auch Führungsqualitäten.

Wie viel verdient man als Wissenschaftler in der Ausbildung?

Um als Wissenschaftler bzw. Wissenschaftlerin arbeiten zu können, führt der Weg über ein abgeschlossenes Bachelor- oder Master-Studium. 

Während der Studienzeit erhältst du keine Vergütung, d.h. du wirst nicht bezahlt. 

Du möchtest gerne mehr erfahren? Hier geht es zur Wissenschaftler Gehaltsseite.

Blick hinter die Kulissen: Erfahrungsberichte von Azubis

Passt die Ausbildung zum Wissenschaftler / zur Wissenschaftlerin zu mir?

Der Beruf Wissenschaftler bzw. Wissenschaftlerin passt gut zu dir, wenn

  • du eine Leidenschaft für ein wissenschaftliches Thema mitbringst
  • du dich für die Arbeit im Labor, Büro oder auch im Freien interessierst
  • du dich mündlich und schriftlich gut ausdrücken kannst
  • du über Durchhaltevermögen und Disziplin verfügst

Ein anderer Beruf passt besser zu dir, wenn

  • du nicht studieren möchtest
  • dir wissenschaftliches Arbeiten nicht liegt
  • du eher handwerklich tätig sein möchtest 
  • du nicht gerne mit anderen Menschen kommunizierst

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Weiterbildung & Zukunftsaussichten

Hast du dein Studium zum Wissenschaftler bzw. zur Wissenschaftlerin absolviert, hast du vielfältige Weiterbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten. Bei Weiterbildungen unterscheiden wir zwischen 3 verschiedenen Wegen:

  • Anpassungsfortbildung,
  • Aufstiegsfortbildung &
  • Studium.

Weiterbildung nach der Ausbildung zum Wissenschaftler / zur Wissenschaftlerin

Bei Anpassungsfortbildungen geht es darum, dein Wissen aktuell zu halten, um neue Entwicklungen in passenden Bereichen kennenzulernen. Welche Bereiche das sind, hängt natürlich stark davon ab, welche wissenschaftliche Richtung du eingeschlagen hast. Interessierst du dich beispielsweise für den Bereich Biologie bleibst du durch Weiterbildungen in Bereichen wie Biologie, Biotechnologie, Umwelt- und Naturschutz oder Forschung und Entwicklung auf dem neuesten Stand.

Eine Aufstiegsfortbildung hilft dir dabei, beruflich voranzukommen und Karriere zu machen. Möglich sind zum einen passende Weiterbildungen in deinem gewählten Fachbereich. In der Regel eignet sich als Wissenschaftler zum anderen der Weg über eine Promotion oder eine Habilitation.

Auch der Weg über ein weiterführendes Studium eignet sich. Im Bereich der Biologie eignen sich beispielsweise folgende Studiengänge:

  • Biologie
  • Biowissenschaften
  • Biotechnologie
  • Umweltwissenschaft

Nachhaltigkeit & Zukunftsaussichten als Wissenschaftler

Liegt dir als Wissenschaftler bzw. Wissenschaftlerin das Thema Nachhaltigkeit besonders am Herzen, kannst du das in deinen Werdegang einbeziehen. Eine Möglichkeit ist dabei beispielsweise der Studiengang Umweltwissenschaft. Möglich ist auch die Tätigkeit als Umweltanalytiker oder Umweltinformatiker.

In der chemischen und pharmazeutischen Industrie wird das Thema Nachhaltigkeit bereits in den Berufsalltag integriert. So versucht man die Belastungen von Menschen und Umwelt durch Chemikalien zu senken, in dem beispielsweise der Lebenszyklus der Chemiewelt betrachtet und optimiert wird. Auch versuchen Betriebe bereits, sicherere Stoffe zu entwickeln sowie abbaubare Materialien für die Produktfertigung einzusetzen.  

Alternative Berufswege für Wissenschaftler

Ein langes, oft theoretisches, Studium mit anschließender Promotion ist nicht für alle der richtige Weg. Wenn du schnell praktisch arbeiten und Projekte unterstützen möchtest, kannst du auch eine Ausbildung machen. Auch damit kannst du dich auf einen Bereich spezialisieren und an Innovationen mitwirken.

Gerade im naturwissenschaftlich-technischen Umfeld gibt es zahlreiche spannende Ausbildungsberufe, die ein weites Arbeitsspektrum eröffnen.

Ausbildung als Biologielaborant

Statt ein Biologiestudium abzuschließen, kannst du als Biologielaborant im Labor arbeiten und Proben mit Mikroskopen oder anderen Geräten untersuchen.

Ausbildung als Pharmakant

Medikamente und andere Arzneimittel entwickeln und produzieren interessiert dich? Als Pharmakant wirkst du genau dabei mit. Dabei bist du vor allem im Labor tätig.

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Beliebte Berufe

Weitere Infos

Bildnachweis: „Wissenschaftler arbeiten im Laboratorium" © Kzenon - stock.adobe.com; „Wissenschaftliche Arbeit im Labor" ©hedgehog94 - stock.adobe.com; „Forschungsergebnisse mit Kollegen besprechen" ©Seventyfour - stock.adobe.com; „Wissenschaftliche Arbeiten veröffentlichen" ©fizkes - stock.adobe.com; „Recherche in Fachliteratur" ©Vadym Drobot - stock.adobe.com; Neue Erkenntnisse vorstellen" ©viktorcap@gmail.com - stock.adobe.com; „Biologielaborantin im Labor mit Schutzbrille" © Alexander Raths / Shutterstock.com; „Tabletten" © onizu3d / Fotolia