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Industriemechaniker – Ausbildung & Beruf

Der Beruf des Industriemechanikers befindet sich seit Jahren unter den Top 10 der gefragtesten Ausbildungsberufe. Kein Wunder: Ohne diesen Beruf läuft in Industrie und Produktion so gut wie nichts! Und spannend ist er obendrein.

Was macht ein Industriemechaniker?

Als Industriemechaniker stellst du Geräte und Maschinen aus Metall oder Kunststoff her, montierst Baugruppen zu technischen Systemen, nimmst sie in Betrieb und hältst sie instand.

In deiner Ausbildung lernst du, wie elektrische Baugruppen mechanisch aufgebaut werden, wie technische Systeme geplant und optimiert werden. Außerdem vermittelt dir diese technische Ausbildung wie Maschinen und Produktionsanlagen gewartet werden.

Später arbeitest du in den Werkstätten oder Werkhallen in beinahe allen Wirtschaftsbereichen, wie z.B. Maschinen- und Fahrzeugbau, Textil-, Papier- und Elektroindustrie oder in der Chemie- und Pharmaziebranche.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon.

Ausbildungslexikon Industriemechaniker

Das lernst du in der Ausbildung zum Industriemechaniker:

  • B wie Bauelemente: Nach dem Baukastenprinzip: Die größten Maschinen und Anlagen sind aus kleinsten Bauteilen zusammengesetzt. Als Industriemechaniker weißt du, wie du einzelne Bauelemente herstellst und montierst.
  • M wie Montageplan: Ist kein Plan für den ersten Tag der Woche! Montage heißt wörtlich „Zusammenbau“. Damit aus Einzelteilen auch funktionsfähige Maschinen werden, lernst du in der Ausbildung, wie du Montagepläne richtig liest und umsetzt.
  • S wie Steuerungstechnik: Außer Kontrolle? Die ausgefeilteste Maschine nützt nicht viel, wenn sie nicht tut, was sie tun soll. Daher lernst du als Industriemechaniker die Grundlagen der Steuerungstechnik kennen.

Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Industriemechaniker.

Industriemechaniker Ausbildung: Vergütung & Steckbrief

Die Ausbildung zum Industriemechaniker bzw. die Ausbildung zur Industriemechanikerin ist eine duale Ausbildung, d.h. die Theorie findet in der Berufsschule statt und die Praxis im Betrieb. In der Regel dauert die Ausbildung 3,5 Jahre, kann aber guten Leistungen auf 3-2,5 Jahre verkürzt werden. Hier findest du Infos zur Ausbildungsverkürzung. Die zuständige Stelle ist die IHK. Du legst also vor der IHK deine Prüfungen ab und bekommst dein Zeugnis.

Art der Ausbildung

duale Ausbildung

Dauer der Ausbildung

3,5 Jahre, Verkürzung möglich

Ausbildungsvergütung

1. Ausbildungsjahr 926 €

Die Ausbildung zum Industriemechaniker zählt zu den gutbezahlten Berufen in Deutschland. Weitere Infos zur Ausbildungsvergütung im 2., 3. und 4. Ausbildungsjahr sowie zum Einstiegsgehalt findest du auf der Gehaltsseite.

Übrigens: In der interaktiven Gehaltsgrafik kannst du zusätzlich 3 Berufe auswählen und die Ausbildungsvergütungen miteinander vergleichen. Zum Gehalt Industriemachaniker

Industriemechaniker: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind. Dazu haben wir uns Stellenanzeigen unterschiedlicher Ausbildungsbetriebe angeschaut:

Welcher Schulabschluss wird von Arbeitgebern gewünscht?

Abitur / Fachabitur
0%
Mittlere Reife
52%
Hauptschulabschluss
40%
Beliebiger Abschluss
8%
Quelle: Eigene Auswertung von Stellenanzeigen auf AZUBIYO.de (Stand: Dezember 2016)

Industriemechaniker bzw. Industriemechanikerin kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Ungefähr die Hälfte der Arbeitgeber erwartet von Bewerbern aber mindestens den Hauptschulabschluss, die andere Hälfte stellt nur Azubis ein, die mindestens einen mittleren Schulabschluss haben. Einem kleinen Teil der Ausbilder ist es nicht so wichtig, welchen Abschluss Bewerber haben.

Wichtig sind gute Noten in:

57% Mathe
43% Deutsch
33% Englisch

Die 3 wichtigsten Stärken:

1
Handwerkliches Geschick
2
Sorgfalt & Genauigkeit
3
Neugierde & Lernbereitschaft

Mit guten Noten in Mathe hast du besonders gute Aussichten auf eine Ausbildungsstelle: Mehr als die Hälfte der Ausbilder erwartet gute oder sehr gute Mathenoten. Auch gute Deutschleistungen bewerten viele Betriebe positiv. Gute Noten in Englisch setzt immerhin ein Drittel der Ausbildungsbetriebe voraus.

Aber auch ohne gute Noten in diesen Fächern hast du Chancen auf eine Ausbildungsstelle zum Industriemechaniker. Die wichtigste Voraussetzung für den Beruf sind die passenden Stärken. Wenn du handwerklich geschickt bist, sorgfältig arbeiten kannst und lernwillig bist, solltest du es auf jeden Fall mit einer Bewerbung zum Industriemechaniker versuchen!

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Werkstatt, Fertigungshalle, Handwerksbetrieb
Feste Arbeitszeiten
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

In diesem technischen-handwerklichen Beruf arbeitest du typischerweise in einer Werkstatt, Fertigungshalle oder einem Handwerksbetrieb. In der Regel hast du als Industriemechaniker feste Arbeitszeiten und Dienstreisen nur in Ausnahmefällen.

Aber Industriemechaniker ist nicht gleich Industriemechaniker. Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Industriemechaniker? In deiner Ausbildung zum Industriemechaniker bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Industriemechaniker und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt.

Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig. 

Im zweiten Ausbildungsjahr absolvierst du Teil 1 der Abschlussprüfung, die sich aus praktischen, mündlichen und schriftlichen Bestandteilen zusammensetzt. Am Ende der Ausbildung wartet Teil 2 der Abschlussprüfung mit 3 schriftlichen und einer praktischen Prüfung auf dich. Nach Bestehen bist du staatlich anerkannter Industriemechaniker.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Industriemeister für Metall, Techniker für Maschinentechnik oder Technischen Fachwirt. Du könntest aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Studiengängen Maschinenbau oder Mechatronik.

Wie gut passt dieser Beruf zu dir? Jetzt Eignung testen!

Bildnachweis: „Mann überprüft ein industrielles Förderband" © Corepics VOF / Shutterstock.com