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Werkzeugmechaniker – Ausbildung & Beruf

Ohne Werkzeuge geht in Handwerk und Industrie so gut wie nichts, sei es bei der industriellen Fertigung von Fahrzeugteilen, der Lebensmittelproduktion oder auch der chirurgischen Medizin. Der Werkzeugmechaniker sorgt für die passenden Gerätschaften! 

Was macht ein Werkzeugmechaniker?

Heutzutage stellen Werkzeugmechaniker nicht mehr Werkzeuge wie Hammer und Feile her, sondern Präzisionswerkzeuge für Industrie und Medizin, die auf den tausendstel Millimeter genau gefräst, gefeilt, gedreht, geschliffen oder gebohrt werden müssen.

In deiner Ausbildung lernst du, wie man Bauteile aus verschiedenen Werkstoffen herstellt, funktionsgerecht zusammenbaut, auf Verschleiß und Beschädigungen überprüft und instand setzt. Außerdem beschäftigst du dich mit den unterschiedlichen Verbindungstechniken, z.B. Verschrauben, Einpressen, Kleben oder Schweißen und weißt, wie sie angewendet werden.

Nach der Ausbildung kannst du in Werkzeugbaubetrieben, im Werkzeugmaschinenbau oder in Unternehmen tätig sein, die medizinische Geräte herstellen.

Art der Ausbilung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3,5 Jahre, Verkürzung auf 3-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich bestimmt: Wie kann ich Werkzeugmechaniker werden? In deiner Ausbildung zum Werkzeugmechaniker bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Die praktische Seite des Berufsbildes lernst du im Betrieb kennen, wo du konkrete Aufgaben übernimmst. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Darin hältst du fest, welche Aufgaben und Inhalte du in deiner Ausbildung zum Werkzeugmechaniker lernst. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig. 

Die Abschlussprüfung besteht aus 2 Teilen. Teil I der Abschlussprüfung wird vor Ende des 2. Ausbildungsjahres abgelegt. Teil II der Abschlussprüfung findet am Ende deiner Ausbildung statt. Nach Bestehen der Prüfung darfst du dich staatlich anerkannter Werkzeugmechaniker nennen.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Industriemeister für Metall oder zum Techniker für Maschinentechnik. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Konstruktionstechnik, Produktionstechnik oder Maschinenbau.

Werkzeugmechaniker: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, welche Schulfächer und Stärken besonders wichtig für die Ausbildung sind und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
15%
Mittlere Reife
67%
Hauptschulabschluss
17%
Kein Abschluss
1%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Werken / Technik
Mathe
Physik

3 wichtige Stärken:

Handwerklich-technisches Geschick
Selbstorganisation
Sorgfalt & Genauigkeit

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Werkstatt, Fertigungshalle, Handwerksbetrieb
Feste Zeiten
Körperliche Beanspruchung

Werkzeugmechaniker kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die große Mehrheit der Azubis startet mit einem Realschulabschluss in die Ausbildung, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Ein kleinerer Teil beginnt die Ausbildung mit Hauptschulabschluss oder (Fach-)Abitur. Es beginnen kaum Azubis ohne Abschluss die Ausbildung.

Gute Noten und Kenntnisse in Werken/Technik zahlen sich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus, denn sie helfen dir z.B. bei der Bedienung von Schleif- und Fräsmaschinen. Auch gute Kenntnisse in Mathe und Physik können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein, beispielsweise um Werkstoffeigenschaften zu beurteilen oder die Arbeitsweise von Baugruppen und Werkzeugen zu verstehen. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du ein großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zum Werkzeugmechaniker mitbringst. Neben einer guten Selbstorganisation ist in diesem Beruf vor allem eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise von Vorteil, zum Beispiel beim genauen Anfertigen und Prüfen von Werkstücken und Formen. Zudem solltest du über ein handwerkliches-technisches Geschick verfügen, um durch Nieten, Kleben und Löten Einzelteile zusammenzubauen.

Werkzeugmechaniker ist ein handwerklicher Beruf. Das Arbeitsumfeld ist größtenteils eine Werkstatt oder Fertigungshalle. In der Regel hast du feste Arbeitszeiten und bist auch schon mal körperlicher Beanspruchung ausgesetzt.

Dein Arbeitsumfeld kann unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In einem großen Unternehmen kann es sein, dass du mit deinen Kollegen zusammen im Schichtdienst arbeitest. Generell ist das Tragen von Schutzkleidung Pflicht für dich. In kleineren Unternehmen kannst du auch mal beim Kunden vor Ort arbeiten. Deshalb solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Wie gut passt dieser Beruf zu dir? Jetzt Eignung testen!

Bildnachweis: „Schweißen in der Werkstatt" © Oli_ok / Fotolia