AZUBIYO Logo

Informatikkaufmann – Ausbildung & Beruf

Suse Linux ist für dich kein Frauenname, bei dem Wort „Pinguin“ denkst du nicht nur an ein Tier und „C++“ ist keine Körbchengröße? Sehr gut, dieser Beruf könnte für dich genau der Richtige sein.

Was macht ein Informatikkaufmann?

Informatikkaufleute ermitteln den Bedarf an IT-Systemen, erstellen Softwarebeschreibungen und Hilfe-Programme für Anwender, verwalten und koordinieren IT-Systeme und organisieren den Datenschutz. In diesem Beruf lernst du Störungen zu analysieren, geeignete Lösungsalternativen zu entwickeln, Datenmodelle anzufertigen und auch verschiedene Programmiertechniken und -logiken kennen.

Nach der Ausbildung arbeitest du später hauptsächlich in Unternehmen der IT- und Medien-Branche, überwiegend in Büroräumen, aber auch direkt beim Kunden.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich bestimmt: Wie werde ich Informatikkaufmann? In deiner Ausbildung bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Die praktische Seite des Berufsbildes Informatikkaufmann erlernst du im Betrieb, indem du konkrete Aufgaben übernimmst. Das theoretische Hintergrundwissen wird dir in der Berufsschule vermittelt. Über deine Aufgaben und Tätigkeiten während deiner Ausbildung führst du ein Berichtsheft. Dieses dient als Ausbildungsnachweis und wird von deinem Ausbilder regelmäßig kontrolliert.

In der Mitte des 2. Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Deine Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung besteht aus einem praktischen Teil A und einem schriftlichen Teil B. Nach Bestehen der Prüfung darfst du dich staatlich anerkannter Informatikkaufmann nennen.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Betriebswirt für Informationsverarbeitung oder zum Fachwirt für Computer-Management. Du könntest aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Informatik, IT-Management oder Wirtschaftsinformatik.

Informatikkaufmann: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind.

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
60%
Mittlere Reife
35%
Hauptschulabschluss
3%
Kein Abschluss
2%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Mathe
Deutsch
Informatik

3 wichtige Stärken:

Analytische Fähigkeiten
Neugierde und Lernbereitschaft
Sorgfalt & Genauigkeit

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Büro
Flexible Zeiten, Gleitzeit
Entwicklung von neuen Technologien

Informatikkaufmann bzw. Informatikkauffrau kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die meisten Azubis haben das (Fach-)Abitur gefolgt von Azubis mit einem mittleren Schulabschluss wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Ein kleinerer Teil startet mit Hauptschulabschluss in die Ausbildung. Nur wenige Azubis beginnen die Ausbildung ohne Schulabschluss.

Gute Noten und Kenntnisse in Mathe und Deutsch zahlen sich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus, denn sie helfen dir z.B. bei der Erstellung von Kalkulationen und Vertragsverhandlungen. Auch gute Informatikkenntnisse können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein, beispielsweise bei der Arbeit mit IT-Systemen. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du ein großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zum Informatikkaufmann mitbringst. In diesem Beruf sind vor allem analytische Fähigkeiten gefragt zum Beispiel bei der Arbeit mit Hard- und Softwarefehlern. Zudem solltest du eine sorgfältige Arbeitsweise sowie Neugierde und Lernbereitschaft mitbringen.

Informatikkaufmann ist ein technischer Beruf. Das Arbeitsumfeld eines Informatikkaufmanns ist meist ein Büro, zum Beispiel in einem Unternehmen in der Elektrobranche. In der Regel hast du feste Arbeitszeiten und kannst bei der Erschließung von neuen Technologien mitwirken.

Aber Informatikkaufmann ist nicht gleich Informatikkaufmann. Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. Als Informatikkaufmann bist du daher nicht nur im Büro, sondern arbeitest auch bei Kunden vor Ort und bist daher gelegentlich auf Dienstreisen. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Wie gut passt dieser Beruf zu dir? Jetzt Eignung testen!

Bildnachweis: „Tastatur und Männchen" © Frédéric Prochasson / Fotolia