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IT-Systemelektroniker – Ausbildung & Beruf

„Die Computer im Büro brauchen dringend einen funktionierenden Internetzugang, eine Netzwerkverbindung und das neue Softwarepaket muss installiert werden… am besten schon vorgestern!“

Was macht ein IT-Systemelektroniker?

Auf Hilferufe wie diese reagieren IT-Systemelektroniker umgehend. Sie planen, installieren und konfigurieren Systeme, Komponenten und Netzwerke.

In deiner Ausbildung wird dir vermittelt, wie man Hardware, Anwendungsprogramme und Betriebssysteme installiert, worin sich verschiedene Speichermedien unterscheiden und welche Abweichungen zwischen den gängigen IT-Systemen bestehen.

Später kannst du neben der IT-Branche, auch in der Elektro-Industrie, im Einzelhandel, in der öffentlichen Verwaltung oder als EDV-Dienstleister arbeiten.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich IT-Systemelektroniker? In deiner Ausbildung zum IT-Systemelektroniker bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes IT-Systemelektroniker und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig. 

In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres absolvierst du eine schriftliche Zwischenprüfung. Am Ende der Ausbildung wartet eine Abschlussprüfung auch dich, die sich aus 3 schriftlichen, einem praktischen und einem mündlichen Teil zusammensetzt. Nach Bestehen bist du Informations- und Telekommunikationssystem-Elektroniker bzw. IT-System-Elektroniker.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für IT-Systemelektroniker.

Das lernst du in der Ausbildung zum IT-Systemelektroniker:

  • D wie Datenbanken: Daten, Daten, Daten: In deiner Ausbildung zum IT-Systemelektroniker lernst du, wie Datenbanken eingerichtet, verwaltet und angepasst werden. 
  • E wie Elektrotechnik: Ist die Lehre von der Konstruktion elektrischer Geräte und Maschinen. Als IT-Systemelektroniker weißt du, wie Systeme eingerichtet, Fehler analysiert und Störungen beseitigt werden können.
  • S wie Software: Bezieht sich auf alle Teile eines Computersystems, die man, im Gegensatz zur Hardware, nicht anfassen kann. Wie du mit Softwares umgehst, ist Bestandteil deiner Ausbildung zum IT-Systemelektroniker.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Industriemeister der Fachrichtung Elektrotechnik oder IT-Sicherheitstechniker. Du könntest aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel im Bereich Elektrotechnik.

IT-Systemelektroniker: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind. Dazu haben wir uns Stellenanzeigen unterschiedlicher Ausbildungsbetriebe angeschaut:

Welcher Schulabschluss wird von Arbeitgebern gewünscht?

Abitur/Fachabitur
10%
Mittlere Reife
80%
Hauptschulabschluss
7%
Beliebiger Abschluss
3%
Quelle: Eigene Auswertung von Stellenanzeigen auf AZUBIYO.de (Stand: Dezember 2016)

Wichtig sind gute Noten in:

41% Deutsch
45% Mathe
38% Englisch

Die 3 wichtigsten Stärken:

1
Handwerklich-technisches Geschick
2
Analytische Fähigkeiten
3
Sorgfalt & Genauigkeit

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Büro
Flexible Zeiten, Gleitzeit
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

IT-Systemelektronikerin bzw. IT-Systemelektroniker kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. 80% der Arbeitgeber erwarten von Bewerbern aber mindestens den mittleren Schulabschluss, 10% wünschen sich sogar Abitur bzw. Fachabitur. Ein kleiner Teil der Ausbilder ist mit einem Hauptschulabschluss zufrieden und nur sehr wenigen ist es nicht so wichtig, welchen Abschluss Bewerber haben.

Mit guten Noten in Mathe hast du besonders positive Aussichten auf eine Ausbildungsstelle: Fast die Hälfte der Ausbilder erwartet gute bis sehr gute Mathenoten. Auch Deutsch- und Englischkenntnisse sind vielen Betrieben wichtig. Aber auch wenn du in diesen Fächern nicht die besten Voraussetzungen mitbringst, kannst du dich natürlich trotzdem auf einen Ausbildungsplatz bewerben. Am wichtigsten ist, dass du die passenden Stärken mitbringst. Die Top-Stärke, die sich Ausbilder von angehenden IT-Systemelektronikern wünschen, ist handwerkliches Geschick. Daneben solltest du genau und sorgfältig arbeiten können und analytische Fähigkeiten besitzen.

Das typische Arbeitsumfeld als IT-Systemelektroniker ist das Büro. Typischerweise hast du in diesem Beruf auch flexible Arbeitszeiten. Und Dienstreisen kommen in der Regel nur sehr selten vor.

Aber IT-Systemelektroniker ist nicht gleich IT-Systemelektroniker. Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Wie gut passt dieser Beruf zu dir? Jetzt Eignung testen!

Bildnachweis: „Lehrer und Schülerin reparieren PC" © goodluz / Fotolia